{"id":574,"date":"2013-02-19T10:04:49","date_gmt":"2013-02-19T10:04:49","guid":{"rendered":"http:\/\/mupli.ch\/wordpress\/reisen\/?p=574"},"modified":"2013-02-22T05:45:41","modified_gmt":"2013-02-22T05:45:41","slug":"auf-ins-erdbebengebiet-christchurch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/mupli.ch\/wordpress\/reisen\/2013\/02\/19\/auf-ins-erdbebengebiet-christchurch\/","title":{"rendered":"Auf ins Erdbebengebiet Christchurch"},"content":{"rendered":"<p>Uh sieht heute das Wetter wolkenverhangen aus:-( Schnell alles verr\u00e4umen und das Zelt abbauen, man weiss nie, wie lange es dauert bis die ersten Regentropfen fallen.<\/p>\n<p>Wir entschieden uns nach Lyttelton zu fahren da uns die wolckenverhangenen Berge nicht geheue waren. Unterwegs regnete es dann tats\u00e4chlich noch und wir bet\u00e4tigten mal wieder die Scheibenwischer;-)<\/p>\n<p>In Lyttelton der Hafenstadt von Christchurch angelangt stellten wir fest, dass viele Geb\u00e4ude gar nicht mehr existieren und es ziemlich viel Schaden an den Strassen gegeben hat. Eine Strasse war sogar gesperrt so konnten wir uns gar nicht zum Timeball begeben.<\/p>\n<p>Nach einem Kaffee beschlossen wir durch den Tunnel nach Christchurch zu fahren.<\/p>\n<p>Wir wollten nochmals das Meer und fuhren nach Sumner, einem Vorort von Christchurch. Auch hier hat das Erdbeben von 2011 grosse Sch\u00e4den angerichtet. Die Strassen waren in einem schlechten Zustand und konnten teilwise nur mit 30 km\/h befahren werden. Die Strasse wurde mehrfach von zwei aufeinander gestapelten Container ges\u00e4umt damit keine Gesteinsbrocken von den instabilen Klippen auf die Strasse fallen.<\/p>\n<p>Wir genossen den Strand und waren ziemlich froh \u00fcber unsere windabweisenden Kleider, welche uns vor dem kalten Wind sch\u00fctzten.<\/p>\n<p>Um 17h fuhren wir dann nach Christchurch und fanden das Zuhause von meiner KV Kollegin Sonja und ihrem Mann Tony auf Anhieb.<\/p>\n<p>Sie begr\u00fcssten uns ganz herzlich und auch die 13 Monate alte Tochter Olive hatte ihren Spass ans uns Schweizerg\u00e4sten.<\/p>\n<p>Die letzten Schweizerschoggi und L\u00e4ckerli fanden nun den Weg in Schweizer H\u00e4nde:-)<\/p>\n<p>Tony und Sonja verw\u00f6hnten uns mit einem leckeren Barbecue:-) Danach gab es zum Kaffee und Kuchen noch leckeren homemade Limoncello von Tony. Wir bearbeiteten noch einige Fotos, bevor wir uns ins Gartenzimmer schlafen legten.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Tag startete mit einem gem\u00fctlichen Morgenessen mit frisch gebrautem Kaffee:-)<\/p>\n<p>Eine obligate Spielrunde mit Olive durfte nicht fehlen. Danach gingen Paule und ich zu Fuss in die Innenstadt. Wir streiften viele H\u00e4userl\u00fccken und sahen Geb\u00e4ude ausgeh\u00f6lt oder einger\u00fcstet. Pl\u00f6tzlich standen wir vor einem 2 Meter hohen Zaun, mit dem einem grossen Schild &#8216;Road closed\u00b4.<\/p>\n<p>Wir sahen Bauarbeiter wie sie mit ihren Lastwagen Schutt abtransportierten und Krane, welche mehrst\u00f6ckiges Geb\u00e4ude abrissen. Ansonsten waren schon viele Geb\u00e4ude abgerissen worden. Teilweise konnten wir noch erblicken welche Shops drin waren. Irgendwie eine verlassene Innenstadt. Oder eine Stadt mit einem inexistenten und toten Zentrum. Schwierig dies zu beschreiben. Auch zwei Jahre nach dem Erdbeben sind die Spuren der Zerst\u00f6rung allgegenw\u00e4rtig. Wir waren beeindruckt wie die Christchurcher mit der Situation umgehen und mit einfachen Mittel versuchen ein wenig Normalit\u00e4t in die Innenstadt zu bringen. Zum Beispiel mit der Popup Malls einem Einkaufszentrum aus bunten Container mit Shops, Cafes und Imbissst\u00e4nden. Hier besuchten wir zuerst die Earthquake Ausstellung \u00fcber die beiden schweren Erdbeben von Christchurch und waren enorm beeindruckt vom Schaden, welcher angerichtet wurde. Gl\u00fccklicherweise war das erste Beben um 4:35h am Morgen fr\u00fch. Das zweite war am sp\u00e4ten Nachmittag. Damals st\u00fcrzten ganz viele Geb\u00e4ude ein. Auf einem Video einer \u00dcberwachungskamera sahen wir zu wie die Erde ersch\u00fcttert wurde, Passanten herumschwankten, die Strasse Risse erhielt und Passanten im T\u00fcrrahmen eines einst\u00fcrzenden Geb\u00e4ude Schutz suchten und tats\u00e4chlich am Ende unverletzt davon gingen.<\/p>\n<p>Nach der Ausstellung assen wir beim beim empfohlenen Griechen ein Suvlaki:-)<\/p>\n<p>Wir zogen noch ein paar Bl\u00f6cke weiter dem Fluss entlang und sahen immer wieder Geb\u00e4ude die abgest\u00fctzt oder teilweise abgerissen wurden. Auch die Kathedrale sah sehr \u00fcbel aus. Hier fehlte so ziemlich alles. Sonja und Tony sagten uns beachtet mal die Menge an Parkpl\u00e4tzen die es nun in der Innenstadt hat. Wir stimmten ihnen zu. Jetzt wollten wir noch ein paar sch\u00f6ne Karten kaufe um diese nach Hause zu senden. Was sehr schwierig war. Die meisten Souvenirl\u00e4den gingen ein und solche welche \u00fcberlebten, hatten keine ausreichend sch\u00f6nen Karten. Nach einem Abstecher in der Kunstgalerie beim Botanischen Garten gingen wir via einem Haushaltscenter, wo wir Gadgets anschafften, wieder zur\u00fcck zu Sonja und Tony.<\/p>\n<p>Wir kauften im Supermarkt die Zutaten f\u00fcr das Abendessen ein. Wir hatten versprochen, dass wir die beiden bekochten. Wieder zur\u00fcck bei ihnen kochten wir Curry und leckeren Fruchtsalat. Ich nutzte den Ofen und buck noch Zopf bis sp\u00e4t in die Nacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Uh sieht heute das Wetter wolkenverhangen aus:-( Schnell alles verr\u00e4umen und das Zelt abbauen, man weiss nie, wie lange es dauert bis die ersten Regentropfen fallen. 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