Wir durfen nochmals auf der Terrasse mit Seeblick Frühstücken. Danach musste ich mich entscheiden, was ich alles mit mir mitrollen will.
22kg sind definitv zu viel um über die Berge zu rollen. (In einer Unterkunft hatte es mal eine Waage und da stieg ich mit Sack& Pack rauf) Ilona wird mir mein restliches Gepäck dann im Flachland wieder bringen.
Die Richtung der Tour war schnell klar, nordwärts dem Lago Maggiore entlang. In Canobbio kauften wir noch ein Brot und Amaretti ein. Um 11h hatten wir bereits schweizer Boden unter den Füssen, die Schlaglöcher wurden weniger und die Trottoirs breiter;-)
Ascona mit der schmucken Seepromenade passierten wir und kamen schon bald nach Locarno. Es gab am See ein Bänkli, wo wir nochmals Picknickten und dann begleitete ich Paule zum Bahnhof und sagte ihm Tschüss, da er mit dem Zug zurück nach Zürich reist, er muss morgen wieder arbeiten.
Mein Weg führt mich top ausgeschilderten roten Wegweisern entlang durch die Magadino Ebene, wo es effektiv ein paar Grad wärmer ist, weder in Locarno. Dank Rückenwind kam ich gut voran und legte in Bellinzona ein Gelati Stopp ein. Die Pause nutze ich um mir einen Etappenort auszusuchen. Ich radelte nochmals., 20km nordwärts und hatte auf den letzen 10 Kilometern Gegendwind. Der schönen Ticino Fluss begleitet mich wieder. Ich kam an schönen Tessiner Dörfchen vorbei, bis ich mein Etappenort Biasca erreichte.
Nach dem Bezug vom Hotelzimmer, nutze ich gleich den warmen Wind und wusch meine Wäsche aus und liess sie Luftrocknen.
Wieder im Heimatland, kann ich früher Essen gehen und beschloss das Grotto Mulo aufzusuchen. Zuvor machte ich Biasca Sightseeing by Velo und radelte zum Wasserfall Cascate San Pietronilla emport. Hübscher Wasserfall mit einer Steinbrücke und ausgespülten Steinen. Das Halbe Dorf war dort oben am Bädelä. Nachdem ich die Aussicht genossen habe, ging es zum Grotto wo ich mir eine Braten mit Polenta und einem grünen Salat gönnte.
Nun geniesse ich meinen Balkon von meinem Zimmer aus. Ich glaub der einzige Gast im ganzen Hotel.