Vitznau – Lausen 118km

Gemütliches Frühstück gab es im noblen Camping Vorzelt mit Blick auf den Vierwaldstättersee. Danke Tobi für die Gastfreundschaft.

Es war dann schon 9:30h als ich mich auf das Velo schwang und dem super schönen Vierwaldstättersee entlang radelte, herrliche Sicht auf die Berge. Bei Weggis folgte der erste Anstieg, oben angelangt gab es ein Schild Kirschen zum verkaufen, da musste ich doch gleich ein Stopp machen und eine kleine Schachtel kaufen:-) Leider hatten sie nur so grosse Chirsi feil, ich habe die wohl Verlesefrauen völlig überfordert als ich Star, Langstieler, Weber-Sämling und Holinger aufzählte. Sie hatten eine grosse Freude, und mich gleich zum Verlesen eingespannt;-)

Küsnacht liegt ja schön am See mit den schönen Alpen im Hintergrund, da musste ich auch noch einige Fotostopps einlegen. Bald passierte ich Meggen und bog auf die Kreuzbuchstrasse ab, der folgte ich bis Luzern und besuchte ein ehemaliger Arbeitskollege Tobi, der eine super Wohnung mit Sicht auf Luzern hat. Es war dann schon Mittagszeit als ich mich von ihm verabschiedete, durch Luzern radelte und an der Reuss Mittagsrast machte.

Bald kam wieder ein Anstieg via Emmenbrücke nach Rothenburg und dann habe ich mich auf die Abfahrt gefreut, aber der Gegenwind war sooo krass, dass runter sogar in die Pedale treten musste:-(

In Sempach ein kleiner Snackkaufstopp eingelegt und dem See entlang nach Sursee geradelt. Leider sieht man von der Strasse aus nicht gerade viel vom See, da ist die Axenstrasse hübscher. Bald erreichte ich Sursee und schaute bei der Bison kurz vorbei.

Gegen 16:30h verliess ich Sursee und radelte durch das hübsche Suhrental nach Aarau.

In Aarau traf ich Schumi, auch ein ehemaliger Arbeitskollege zum Abendessen und startete gegen 19:30h meine letzte Bergetappe und kletterte förmlich mit 23kg Gepäck auf die Schafmatt hoch. Rollte nach Oltingen und sah die Sonne hinter dem Horizont unter gehen. Nach Anwil ging es nochmals etwas hoch und runter und traf ich mein Vater, der mir mit dem E-Bike entgegen kam und mir frische Batterien für mein Rücklicht brachte.

Nun hatte ich wieder ein rotes Rücklicht, das man sieht und wir rollten über Anwil talwärts nach Rothenfluh, danach nochmals etwas hoch auf den Veloweg und via Ormalingen, Gelterkinden, Sisssach, Itingen nach Lausen.

Hier werde ich ein paar Tage bleiben und daher gibt es nicht mehr täglich updates auf dem Blog zu Lesen, ausser ich nimm das Velo hervor und fahre ein paar Kilometer damit;-)

Biasca – Gotthardpass 54km

Gegen 8h hatte ich alles zusammen Gepackt und die Tour startete gegen 8:30h. In einer Bäckerei kaufte ich ein Cornetto mit Vanillecreme ein, was mein Zmorgen war. Zum Glück ging es die ersten 10km etwas flach zu und her. Danach kam der Erste Anstieg hoch zur Autobahn. Zum Glück haben sie die Kantonsstrasse mit Kurven gebaut. Ich erreicht dann das Niveau der Autobahn und es ging neben der Autobahn und dem Ticinofluss ebenaus nach Faido wo ich mir eine Cappuccino Pause gönnte. Der Wind bläst auch heute von Norden her, was teilweise schlimmer, weder Anstiege ist.

An Gewissen Stellen war das Tal so eng, dass genau der Ticino Platz hat, die Autobahn steht auf Stelzen und die Bahn ist im Tunnel. Auch die Strasse führte mich durch zwei Tunnel und bald erreichte ich die Ebene von Quinto und Ambri. Ziemlich viele Häuser werden hier zum Verkauf angeboten, falls jemand auf der Suche nach einem neuen zuhause ist, hier gibt es Häuser.

Bald erreichte ich Airolo wo ich Mittagsrast machte, im Coop noch etwas Früchte kaufte, die Blase leerte, die Trinkflasche am Dorfbrunnen füllte und mir ein Zimmer auf dem Gotthardpass reservierte.

Bald kam die erste Kurve und ich gewann an Höhe, Autos, Töffs und Rennvelofahrer zogen an mir vorbei. Die Temperaturen wurden kühler mit jedem Höhenmeter und dann kam das Schild Tremola. Ich fuhr die Kopfsteinpflasterstrasse, welche früher die Pferdekutschen genommen haben empor, erste Schneefelder passierte ich und die Vielfalt von alpinen Blumen lockte für Fotostopps.

Die Tremola ist echt cool zum Hochfahren vom Gefälle her und gut machbar. Danke Pete für den Tipp:-)

Auf der Passhöhe angekommen traf ich auf Simon Meili, ein ehemaliger Arbeitskollege von der Bison, der mit seinen WK Kollegen auf der Terasse sass:-)

Ich bezog mein überheiztes 50er Jahre Zimmer mit Etagen Bad/WC und duschte mir den Schweiss von der Haut, spaziertr noch um den See und gönnte mir Schnipo als Abendessen.

Ghiffa – Biasca 84km

Wir durfen nochmals auf der Terrasse mit Seeblick Frühstücken. Danach musste ich mich entscheiden, was ich alles mit mir mitrollen will.

22kg sind definitv zu viel um über die Berge zu rollen. (In einer Unterkunft hatte es mal eine Waage und da stieg ich mit Sack& Pack rauf) Ilona wird mir mein restliches Gepäck dann im Flachland wieder bringen.

Die Richtung der Tour war schnell klar, nordwärts dem Lago Maggiore entlang. In Canobbio kauften wir noch ein Brot und Amaretti ein. Um 11h hatten wir bereits schweizer Boden unter den Füssen, die Schlaglöcher wurden weniger und die Trottoirs breiter;-)

Ascona mit der schmucken Seepromenade passierten wir und kamen schon bald nach Locarno. Es gab am See ein Bänkli, wo wir nochmals Picknickten und dann begleitete ich Paule zum Bahnhof und sagte ihm Tschüss, da er mit dem Zug zurück nach Zürich reist, er muss morgen wieder arbeiten.

Mein Weg führt mich top ausgeschilderten roten Wegweisern entlang durch die Magadino Ebene, wo es effektiv ein paar Grad wärmer ist, weder in Locarno. Dank Rückenwind kam ich gut voran und legte in Bellinzona ein Gelati Stopp ein. Die Pause nutze ich um mir einen Etappenort auszusuchen. Ich radelte nochmals., 20km nordwärts und hatte auf den letzen 10 Kilometern Gegendwind. Der schönen Ticino Fluss begleitet mich wieder. Ich kam an schönen Tessiner Dörfchen vorbei, bis ich mein Etappenort Biasca erreichte.

Nach dem Bezug vom Hotelzimmer, nutze ich gleich den warmen Wind und wusch meine Wäsche aus und liess sie Luftrocknen.

Wieder im Heimatland, kann ich früher Essen gehen und beschloss das Grotto Mulo aufzusuchen. Zuvor machte ich Biasca Sightseeing by Velo und radelte zum Wasserfall Cascate San Pietronilla emport. Hübscher Wasserfall mit einer Steinbrücke und ausgespülten Steinen. Das Halbe Dorf war dort oben am Bädelä. Nachdem ich die Aussicht genossen habe, ging es zum Grotto wo ich mir eine Braten mit Polenta und einem grünen Salat gönnte.

Nun geniesse ich meinen Balkon von meinem Zimmer aus. Ich glaub der einzige Gast im ganzen Hotel.

Ghiffa 9622 Schritte

Die schöne Sonne hat mich schon um 6h geweckt. Herrlich, vom Bett aus auf den See zu schauen. Als dann die anderen aufgewacht sind, gab es ein reichhaltiges Zmorgen auf der Terrasse mit Blick auf den See:-)

Gegen 9h waren wir startklar und wir fuhren nach Verbania wo wir durch die Giardini Botanici di Villa Taranto schlenderten. Es gab ganz viele Dahlien in unterschiedlichen Farben, ganz hübsche Lotosblumen, und viele andere Blumen und gute Sicht auf die Walliser Berge.

Nach dem Botanischen Gartenbesuch fuhren wir nach Pallanza weiter, wo wir das hübsche Städtchen am See anschauten und uns in einer feinen Gelateria ein Gelato gönnten.

Danach gingen wir noch in das grosse Einkaufszentrum Esselunga einkaufen.

Wieder zurück in Ghiffa mit den Errungenschaften und den warmen Temperaturen war es Zeit um einen Sprung in den See zu wagen. Wir packten die SUP’s aus und paddelten etwas in der Bucht umher und mussten aufpassen, dass wir uns keinen Sonnenbrand holten.

Als der Schatten immer wie länger wurde, gingen wir auf die Terrasse zurück und starteten mit dem Aperitivo, der dann in ein Abendessen überging.

Andy hat die grosse Schweizerflagge ausgepackt und sie ans Balkongeländer gehängt, nun wird das WM Nati Spiel gegen Katar verfolgt – Hopp Schwiizz ,-)

Somma Lombardo – Ghiffa 45km

Ein reich gedeckter Frühstücksaal erwartete uns heute. Aber wir haben uns mit dem Schälchen frisch geschnittenen Früchtchen begnügt und waren dankbar über das Cornetto mit Marmellata, einem Brötchen und dazu einem Cappuccino.

Danach ging es ans Velo packen. Paule sagte uh er habe keine Luft mehr im Vorderreifen, so baute er das Vorderrad aus und wollte schon beginnen den Reifen weg zu nehmen, als ich sagte, schau dein Reifen hat ein Loch. Dieser Knall gestern, war also doch auf sein Velo zurück zu führen. Wir haben uns noch gewundert, woher der Knall gestern kam.

Der sehr hilfsbereite Chef vom Bed&Breakfast hat Paule mit dem Auto zu einem Mech gefahren, wo der Reifen und der Schlauch in wenigen Minuten ersetzt wurde. Zurück in B&B wurde das Vorderrad montiert und wir luden das Gepäck auf und starteten unsere Tour.

Bald kamen wir zum Ticino Fluss und fotografierten Sesto Calende mit dem Monte Rosa Massiv im Hintergrund. Der Weg führte uns dem linken Seeufer vom Lago Maggiore entlang, bei Angera gönnten wir uns ein Kaffee, bevor es etwas rauf und runter ging und wir nach Laveno kamen.

Hier nahmen wir die Fähre nach Intra und gönnten uns ein Picknick am See, bevor wir die letzten Kilometer nach Ghiffa radelten.

Hier wurden wir von Ilona & Andy herzlich empfangen, gönnten uns eine Dusche und genossen die Aussicht von der hübschen Terrasse mit Blick auf den Lago Maggiore. Andy holte feine Spezialitäten aus dem Kühlschrank und wir genossen einen reichhaltigen Aperitivo:-)

Gegen 19 Uhr spazierten wir zur nahen Pizzeria und gönnten uns eine Pizza zum Abendessen. Nun geniessen wir die Terrasse und hören dem friedlichen Plätschern vom See zu.

Monza – Somma Lombardo 81 km

Einer feinen Bäckerei statteten wir zum Frühstück einen Besuch ab. Nun rollten wir nordwärts durch Europas grössten Park, wo auch die berühmte Rennstrecke Autodromo Nazionale Monza liegt. Wir wagten uns auf einen Teil der Rennstrecke, der öffentlich zugänglich ist. Schauten im Souvenirladen vorbei und radelten noch über die alte Rennstrecke. Danach war Zeit den Weg nach Westen einzuschlagen, wir rollten dem Canale Villoresi entlang, der wunderbar klares blaues Wasser führt. In der Ferne sichteten wir Schneeberge, welche mit jedem Kilometer näher kamen. Kurz vor Tornavento haben wir gefunden, es spielt keine Rolle ob wir links oder rechts vom Kanal weiter fahren und standen dann plötzlich vor einer Treppe. So sattelten wir ab, und trugen das Gepäck und das Velo die Treppe hoch nach Tornavento. Wow, was für eine Aussicht, welche wir von da oben geniessen können.

Super Fernsicht dank dem Gewitter gestern, wir konnten das Monte Rosa Massiv und noch viele weitere Berge von der Südseite her bestaunen. Zu unserem Erstaunen hatten wir Blick über ganz viel Wald. Dann rollten wir wieder zu unserem Canale Villoresi runter, der Weg hatte in der Zwischenzeit Singletrail Charakter. Wir gelangten über eine Brücke, welche zum Kraftwerk gehört und radelten dann dem Canale Industriale Vizzola entlang. Zweimal mussten wir auf dem Weg unser Gepäck abladen, als auch das Velo über umgestürzte Bäume tragen, bevor die Fahrt weiterging. Via Maddalena ging es dann noch etwas aufwärts zu unserem Etappenort Somma Lombardo, welcher 6 km nördlich vom Mailänder Flughafen Malpensa liegt. Wir gönnten uns noch ein feines Abendessen uns sogar ein Tiramisu zum Dessert:-)

Piacenza – Pavia 101 km

So weit liegen die beiden Städte nicht auseinander, aber wir müssen doch noch was anschauen, so radelten wir südwärts nach Grazzano Visconti, eine Stadt, fast wie der Ballenberg. Gegen 9 Uhr waren wir dort und keine andere Menschenseele ausser wir.

Der Weg führte uns weiter südlich bis fast zu den Ausläufer des Apennins, wir überquerten den Fluss Trebbia, mit einem riesiges Gröllfeld und ziemlich wenig Wasser.
Nach 30km Fahrt gönnten wir uns ein Zmorgen und radelten dann wenige Kilometer nordwärts, bis wir auf eine Bikerin stiessen, welche uns ausfragte wo wir planen hin zu radeln. Sie meinte wir sollen unbedingt südwärts radeln und nicht nach Norden. So folgten wir ihrem Rat und radelten beinahe zum Apennin. Langsam bereiten wir uns wieder auf Hügellandschaften vor, wie wir sie zuhause haben 😉

Ein Mittagsrastbänkli haben wir in Sarmato gefunden und danach ging es schon bald über die SP412 Po Brücke, diese war auf der Fussgänger/Velospur ziemlich baufällig, trotz fehlenden und defekten Platten, kamen heil auf der andern Seite an und radelten an etlichen Reisfeldern auf Po Damm entlang.

Heute war es auch sehr warm und dazu kam noch etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit von den vielen Reisfeldern. Zum Glück versteckte sich die Sonne etwas hinter den Wolken, so dass es nicht so brutzelnd heiss war.

Eine Abkühlung gönnten wir uns in San Zenone al Po in einer Bar und waren somit gestärkt für die letzten Kilometer nach Pavia.

In Pavia schauten wir uns die überdachte Ticino Brücke, den Dom und die drei Torres an, bevor es ein Abendessen gab.

Parma – Piacenza 80 km

Heute startete der Tag mit einem “schwarzen veganen Gipfeli”. Das war gar nicht so schlecht, fragt mich aber nicht aus was dieses hergestellt wird.

Als erstes überquerten wir den Parma (Fluss) und radelten durch den grossen Park bis wir den Palazzo Ducale del Giardino di Parma sichteten.

Nun suchten wir einen Velomech auf und liessen unsere Reifen pumpen. Nach 3 Wochen sollten wir unsere Velos aufpumpen gab mir Pete (Velomech meines Vertrauens) als Ratschlag mit. Der Velomech hatte Freude, dass wir aus der Schweiz kommen und er hat sogar Verwandtschaft in Langenthal:-)

Mit frisch gepumpten Reifen rollt sich das Gepäck besser durch die Landschaft. Nachdem wir den Fuime Taro auf der Hauptstrasse überquerten ging es durch kleinere Dörfchen und Nebensträsschen immer schön zur linken Hand die Apenninen durch Kulturlandschaft.

Gegen 11h erreichten wir unser erstes Ziel, das Labirinto della Masone, da es mit den Parmesan Verkostung nichts wurde (Läden haben geschlossen). Wir schauten uns zuerst die Kunstsammlung an und wagten dann den Weg ins Bambus Labyrinth. Cool ist, das es ganz viele verschiedene Arten von Bambus gibt, an ein paar Arten kamen wir vorbei, fanden dann den Ausgang, füllten unsere Getränkeflaschen nochmals auf und fuhren eine Schlaufe in den Norden, da die eigentliche Strasse gesperrt war

Vor Fidenza kamen wir an einem Shoppingvillage vorbei, etwa dreifach so gross wie in Landquart und guckten uns an was der eine oder andere Shop feil bot.

In Castione Marchesi gab es ein Bänkchen, das einigermassen im Schatten war, welches wir für unsere Mittagspause in Beschlag nahmen. Wir befinden uns wieder auf der Pilgerroute Via Francigena und schauten uns die Abbazi die Chiaravalle della Colomba an. Ein nettes Kloster mit in der Kirche ausgelegten Blumenbildern und einem hübschem Klostergarten mit Olivenbäumen und angenehmer kühlen Temperaturen. Abgekühlt ging die Fahrt an vielen grossen Tomatenfeldern vorbei nach Fiorenzuola d’ Arda wo wir eine top Gelateria fanden, die kommt sogar an den Eisvogel in Zürich ran.

Nun folgten wir primär der Hauptstrasse, da wir einen weiteren Fluss Taro überqueren mussten und erreichten Piacenza.

Zu Fuss ging es nun in die kleine Altstadt, wo wir uns einen Burger zum Abendessen gönnten. Das erste Mal auf der Reise kein italienisches Essen.

Modena – Parma 58 km

Früh wurden wir heute von der städtischen Putzequipe geweckt. Nach einem Kaffee auf der Piazza bepackten wir unsere Velos und rollten diese auf die Piazza Grande, wo wir den Torre Ghirlandina bestiegen. Wir genossen die Aussicht und radelten dann alles auf Velowegen ziemlich direkt Richtung Nordwesten. Der Weg führte uns über Feldwege und plötzlich standen wir vor einem Singletrail der von lauter dornigen Brombeerbüschen überwuchert war. Fahren war stellenweise möglich, ab und zu war der Weg auch abgerutscht und wir mussten unser Gepäck absatteln, durchtragen und drüben wieder aufladen. @ Isi das kommt Dir sicher bekannt vor von der Mulitour;-)

Auf der anderen Seite des Sees angekommen war der Weg gesperrt, und wir mussten einen Umweg machen. Von da an ging es auf Velowegen, welche der Hauptstrasse entlang gebaut sind weiter. Einerseits ist es cool, dass es beinahe 40 Kilometer am Stück Veloweg parallel der Hauptstrasse SS9 gibt, aber das Fahren auf diesen Velowegen ist relativ anstrengend, bei jeder Einfahrt abbremsen, Schlagloch ausweichen und wieder in die Pedale treten und wieder abbremsen. So kommt man kaum vom Fleck.

In Reggio nell’ Emilia haben wir in einem grossen schattigen Park Mittagsrast gemacht und sind zur Abwechslung nach dem Mittag mal ein Stück auf der Haupstrasse etwas schneller vorwärts gekommen. Als wir uns Parma näherten waren wir wieder seriöse Velofahrer und nahmen den Veloweg in die Stadt.

Wir waren froh, dass wir das Zimmer schon beziehen konnten und kühlten uns etwas ab. Draussen ist es heute 33° warm gewesen. Schon etwas brutzelnd zum Velofahren an der Sonne.

Ready für die Stadt, gönnten wir uns ein Gelato, fotografierten den Dom und den Baptisten Tempel. Danach haben wir eine Menge Info von der Tourinfo erhalten, wir wollten nur Fragen ob ein Besuch von Parmesanproduzenten und ggf Verkostungen von Parmaschinken und Käse möglich ist.

Wir haben noch ein paar Sehenswürdigkeiten empfohlen bekommen, die es sich lohnt in Parma anzuschauen und so besuchten wir den prachtvollen Dom und die Cameri di San Paolo, und das sogar 4 free, da an jedem ersten Sonntag die Museen gratis geöffnet sind in der Stadt. Wir bestaunten wieder super schöne Wand und Deckenmalereien. Sattgesehen wollten wir den Baptisten Tempel noch anschauen, doch wir waren etwas zu spät unterwegs, die schlossen bereits um 18h, so schauten wir in den Dom der auch reich bestückt ist mit Gemälden an der Decke und anderem Prunk.

Nun setzen wir uns zum Ziel nicht mehr so spät Abendessen zu gehen und suchten uns ein Restaurant auf, wo wir Spezialitäten der Gegend essen konnten. Ein Blick auf den Parma durfte nicht fehlen, doch diesem Fluss fehlt das Wasser, er ist ein grünes veralgtes Rinnsal.

Bologna – Modena 66km

Eine Vor-dem-Zmorgen Stadtführung durch Bologna war angesagt. Unglaublich viele Spyren (Mauersegler) kurvten in der Ziegelsteinstadt Bologna umher, die finden in den hohen Gebäuden schöne Nistplätze. Wir durchstreiften die Altstadt mit den engen Gassen, wo neben Fischen, Gemüse und Früchten auch viel Fleisch und Pasta angeboten wurden, kamen an den Due Torri Garisenda e degli Asinelli vorbei, welche aber wegen der sehr schiefen Neigung gesperrt sind. So gönnten wir uns auf der Piazza Maggiore ein Frühstück und kaufen noch im DM und Coop ein.

Nun wurden die Velos bepackt und die Tour ging westwärts, zuerst auf Velowegen parallel zur Hauptstrasse, bis es nordwestlich durch Kulturland ging. In Sacerno gab es ein schattiges Bänkli, welches wir für unseren Mittagsrast gleich in Beschlag nahmen. Wir radelten auf verkehrsarmen Nebenstrassen Richtung Modena und gönnten uns in einem Kaffee ein Affogato. Danach suchten wir unsere Unterkunft, welche nahe ist und deponierten dort unsere Saccochen. Nun blieben uns noch 30 Minuten für die Fahrt von 8 km bis zur Acetaia Giusti. Just in Time kamen wir dort an und die Führung begann dann gleich. Wir schauten uns die Essigmanufaktur an, und konnten sogar ein Balsamico Essig von 1800 kosten, der war klebrig und süss wie Honig. An unterschiedlichen Fässern konnten wir den Riechtest machen. Die schönen geklöppelten oder gehäkelten “Spitzentüchli” bedecken die Öffnungen der Essigfässer und haben so einen sehr guten Verwendungszweck, sie bewahren den wertvollen Essig vor Ungeziefer und Fremdkörpern. Am Schluss der Führung konnten wir uns durch das feine Essigsortiment kosten und kauften auch noch ein paar Fläschchen als Souvenirs ein. Diese Souvenirs wollten wir nicht in die Schweiz rollen, sondern übergeben diese der Post an die Adresse meiner belle soeur 😉

Wieder zurück in Modena gab es eine Kurzvisite in der Unterkunft und dann ein kurzer Stadtspaziergang und ein Abendessen. Auf der Speisekarte war ein Vorspeiseplättchen aus der Region mit Aceto, welches wir gleich bestellten, dazu darf ein Glas Lambrusco nicht fehlen. Diese Rebsorte wird für die Herstellung des Aceto Balsamico verwendet.