Pavia – Monza 54 km

Heute wollen wir vor dem Gewitter am Ziel sein, deshalb radelten wir ohne Zmorgen in Pavia los, kauften bei einer Bäckerei noch was ein und radelten ca 30 Kilometer alles dem Naviglio Pavese Kanal entlang. Je weiter wir nordwärts radelten, desto düster wurde der Himmel. Der Weg an diesem Kanal entlang war schön flach und die meiste Zeit mit gutem Belag versehen. Auf der einen Seite war die Hauptstrasse SS35 und auf der anderen waren Reisfelder. Es gab viele leuchtend gelbe Nachtkerzen und orange Lilien entlang des Kanals. Die Staustufen signalisierten uns, dass wir nun ein paar Höhenmeter gewinnen. Bald verliessen wir diesen Kanal und rollten durch die Stadt Mailand zum Domplatz, dann weiter nordwärts zu den Vertikalen Gärten und den modernen Hochhäusern.

In einem Stadtpark legten wir unsere Picknickpause ein und wurden vor lauter Mücken beinahe gefressen, schnell weiter, da schon erste Regentropfen umhertanzten. Der Radweg führte uns dem Canale Villoresi entlang, den wir bei Casciana Metallino verliessen und uns schlussendlich über einen abenteuerlichen Singletrail unter der Autobahnunterführung nach Monza brachte.

Wir kamen ohne Gewitter und Regen heil in Monza an. Beschlossen nochmals Wäsche waschen zu gehen. Als unsere Wäsche die Runde drehte, gönnten wir uns in einem nahen Kaffee ein Dessert. Als 30 Minuten um waren, gingen wir wieder zu unserer Wäsche. Oh der Himmel war pechschwarz und wir steckten einen Teil der Wäsche in den Tumbler.

Nun war Weltuntergangstimmung, intensiver Regen mit Hagel hüllte Monza ein. Bald war die Strasse vor dem Waschsalon geflutet. Wir blieben jedoch trocken und nach 30 Minuten war das heftige Gewitter vorbei, unsere Velos gereinigt und das Wasser floss langsam ab. Nun radelten wir ins Hotel zurück, unsere restliche Wäsche aufhängen.

Ein Spaziergang durch die Stadt zeigte uns, Spuren vom Hochwasser, viele Leute schrubbten ihre Hauseingänge sauber.

Wir sahen die Sehenswürdigkeiten an bevor wir unsere Vorräte für die kommenden Tage auffüllten und uns ein feines Abendessen gönnten.

Modena – Parma 58 km

Früh wurden wir heute von der städtischen Putzequipe geweckt. Nach einem Kaffee auf der Piazza bepackten wir unsere Velos und rollten diese auf die Piazza Grande, wo wir den Torre Ghirlandina bestiegen. Wir genossen die Aussicht und radelten dann alles auf Velowegen ziemlich direkt Richtung Nordwesten. Der Weg führte uns über Feldwege und plötzlich standen wir vor einem Singletrail der von lauter dornigen Brombeerbüschen überwuchert war. Fahren war stellenweise möglich, ab und zu war der Weg auch abgerutscht und wir mussten unser Gepäck absatteln, durchtragen und drüben wieder aufladen. @ Isi das kommt Dir sicher bekannt vor von der Mulitour;-)

Auf der anderen Seite des Sees angekommen war der Weg gesperrt, und wir mussten einen Umweg machen. Von da an ging es auf Velowegen, welche der Hauptstrasse entlang gebaut sind weiter. Einerseits ist es cool, dass es beinahe 40 Kilometer am Stück Veloweg parallel der Hauptstrasse SS9 gibt, aber das Fahren auf diesen Velowegen ist relativ anstrengend, bei jeder Einfahrt abbremsen, Schlagloch ausweichen und wieder in die Pedale treten und wieder abbremsen. So kommt man kaum vom Fleck.

In Reggio nell’ Emilia haben wir in einem grossen schattigen Park Mittagsrast gemacht und sind zur Abwechslung nach dem Mittag mal ein Stück auf der Haupstrasse etwas schneller vorwärts gekommen. Als wir uns Parma näherten waren wir wieder seriöse Velofahrer und nahmen den Veloweg in die Stadt.

Wir waren froh, dass wir das Zimmer schon beziehen konnten und kühlten uns etwas ab. Draussen ist es heute 33° warm gewesen. Schon etwas brutzelnd zum Velofahren an der Sonne.

Ready für die Stadt, gönnten wir uns ein Gelato, fotografierten den Dom und den Baptisten Tempel. Danach haben wir eine Menge Info von der Tourinfo erhalten, wir wollten nur Fragen ob ein Besuch von Parmesanproduzenten und ggf Verkostungen von Parmaschinken und Käse möglich ist.

Wir haben noch ein paar Sehenswürdigkeiten empfohlen bekommen, die es sich lohnt in Parma anzuschauen und so besuchten wir den prachtvollen Dom und die Cameri di San Paolo, und das sogar 4 free, da an jedem ersten Sonntag die Museen gratis geöffnet sind in der Stadt. Wir bestaunten wieder super schöne Wand und Deckenmalereien. Sattgesehen wollten wir den Baptisten Tempel noch anschauen, doch wir waren etwas zu spät unterwegs, die schlossen bereits um 18h, so schauten wir in den Dom der auch reich bestückt ist mit Gemälden an der Decke und anderem Prunk.

Nun setzen wir uns zum Ziel nicht mehr so spät Abendessen zu gehen und suchten uns ein Restaurant auf, wo wir Spezialitäten der Gegend essen konnten. Ein Blick auf den Parma durfte nicht fehlen, doch diesem Fluss fehlt das Wasser, er ist ein grünes veralgtes Rinnsal.

Passignano sul Trasimeno – Castiglione del Lago – Fabro 64km

Heute morgen als wir die Velos aus der Hotelgarage holten, haben wir Daniela & Cyrill nochmals vorbei fahren gesehen und ihnen gute Reise zugerufen.

Unsere Tour ging dem Lago Trasimeno entlang in die gegenüberliegende Stadt Castiglione del Lago. Die Velos stellten wir beim See ab und spazierten über Olivenbaum gesäumte Treppen hoch zur Rocca del Leone.

Diese Festung besuchten wir. Zuerst begutachteten wir die vielen Decken und Wandbilder vom Cesar, bevor wir uns durch den Wehrgang zum ersten Turm begaben. Wir genossen gute Aussicht auf den See, spazierten den Zinnen entlang weiter und stiegen zum grössten Dreieckturm empor, wo wir einen guten Blick über die Festung, das Umland und sogar bis nach Montepulciano hatten. Als der Festungsrundgang beendet war, guckten wir noch das historische Städtchen an, wo es Souvenirläden und primär Restis gab. Ein Blick durch die Stadttore darf nicht fehlen, im Anschluss stiegen wir zu unsern Velos ab.

In der Zwischenzeit war schon Mittagszeit und wir fanden ein freies Bänkchen im Park am See, welches wir fürs Picknick in Beschlag nahmen.

Bald verliessen wir den See und radelten etwas bergauf. Wunderbare Landschaften kamen hinter den Hügeln hervor. Wir konnten auch den wunderbar blau schimmernden Lago di Chiusi sehen und machten immer wieder Fotostopps. Wieder am Talboden angelangt folgten wir dem Sentiero della Bonifica ein Stück. Hier war das Gras jedoch gemäht:-)

Wir gelangten auf die offizielle Euro Velo Route und folgten dieser ca 20 Kilometer über eine Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern bis kurz vor Santa Maria. Hier kamen wir auf die Hauptstrassen und konnten nun endlich wieder mal mit Tempo Velofahren. In Fabro Scalo gönnten wir uns ein Gelato und füllten unsere Vorräte auf.

Danach folgten noch die letzten 2 Kilometer bis zum Hotel in Fabro. Im Hotel zugehörigen Restaurant wollten wir Abendessen, doch als wir um 19:30h dort standen, hiess es ob wir eine prenotazione haben. Das hatten wir natürlich nicht und so reservierten wir im Restaurant für 20:30h einen Tisch. Bis es soweit war gönnten wir uns ein Aperitivo.

Dieses Restaurant war komplett voll es gab einige Leute die draussen warteten, dass Tische frei werden.

Ein Bruschetta mit Tomaten, einen grünen Salat und ein Fileto del Manzo vom Grill gönnte ich mir heute. @Regi fast so gut wie in Argentinien:-)

Arezzo – Passignano sul Trasimeno 69 km

Heute konnten wir erneut früh aufbrechen, da wir kein Zmorgen im Hotel gebucht hatten. Zu Fuss mussten wir die Velos ein paar Meter schieben, da es von Schülern nur so wimmelte. Bald kamen wir auf den Veloweg und liessen Arezzo hinter uns. Nach 10km Fahrt gönnten wir uns ein Cappuccino und ein Cornetto.

Schon bald gelangten wir auf den Veloweg Sentiro della Bonifica. Der Weg führte uns zu Beginn über Teersträsschen und später über Feldwege immer schön dem Canale Maestro delle Chiana entlang, der kaum Wasser hatte. Der Weg wurde immer wie schmäler und das Gras links und rechts immer wie höher.

In der Nacht musste es geregnet haben, da es teilweise Wasserpfützen und Schlamm gab. Der Schlamm setze sich an meinem Velo fest und spickte mir bis an die Schultern hoch. Ich kam mir vor als ob ein Radquer gefahren war. Das mannshohe Gras streifte zudem an meinen Schuhen und den Satteltaschen, so dass diese vor lauter Blütenstaub eine Gelbfärbung aufwiesen.

Als es langsam Mittagszeit war, bogen wir nach Camucia ab. Kauften dort in einem Coop ein. Vor dem Coop gab es ein Bänkchen, welches wir gleich in Beschlag nahmen. Gestärkt mit frischen italienischen Kirschen und anderem feinen Essen, machten wir uns auf den Weg Richtung Lago Trasimeno, Im Rücken von uns braute sich eine gewaltige Gewitterfront zusammen, so schauten wir zu, dass wir trocken zum See kamen. Ein paar Höhenmeter mussten diesmal auch bezwungen werden wir kamen an fein duftendem Gingster vorbei. So Velogangsterten wir etwas mit dem Gingster 😉

Die Abfahrt mit den vielen Schlaglöchern in den Strassen, kann man da nicht so recht geniessen. Beim See angelangt radelten wir die letzten Kilometer der Seepromenade nach Passignano sul Trasimeno.

Als ein Hotel gefunden war, beschlossen wir noch unsere Wäsche im nahen Waschsaloon zu waschen. Was für ein Zufall vor dem Waschsaloon standen Velofahrer mit Villiger Velos. Das müssen also Schweizer sein. So quatschte ich die beiden im Saloon auf Schweizerdeutsch an. Kaum zu glauben, das waren keine Unbekannten. Cyrill ist ein ehemaliger Arbeitskollege von der Telekurs Zeit und wie der Zufall so will, begegnete ich ihm nach Jahren wieder in Italien in einem Waschsaloon. Auch er ist mit seiner Frau Daniela am Velofahren und sie machen einiges mehr an Höhenmeter als wir und das auch ohne E-Bike. Chapeau!

In der Zwischenzeit hat sich die Bewölkung verzogen und wir bestaunten von La Rocca di Passignano sul Trasimeno das Panorama auf den See und die umliegende Landschaft, bevor wir uns ein Abendessen gönnten.

Lido di Classe – Rimini 50 km

In der Nacht haben sich die grossen Schiffe wie Perlenketten am Horizont aufgereiht. Heute war ich früh wach und konnte sogar denn Sonnenaufgang über der Adria einfangen.

Nach dem Zmorgen im Garten bepackten wir unsere Velos und fuhren ziemlich langsam durch die vielen Strandorte. In Cervia besichtigten wir per Velo die Salinen und beobachteten erneut Flamingos und Stelzenvögel. Danach radelten wir primär über Strandpromenaden. Schon bald führte uns der Veloweg, oder war es doch ein Wanderweg, bei Pinarella durch den Pinienwald bis fast nach Cesenatico. Dort stand eine Fähre und die haben wir dann auch gerade genommen um ans andere Ufer des Kanals zu gelangen. Wir schauten uns das hübsche Städtchen Cesenatico mit den farbigen Häusern und den vielen Schiffen an, kühlten uns von innen mit einem Affogato von der Hitze ab.

Abgekühlt ging die Tour weiter nach Süden immer schön brav auf den Velowegen durch die vielen Badeorte. Diese Velowege waren meistens mit Einfahrten und Schlaglöchern oder Wurzelunebenheiten durchzogen, so dass ein schnelles Fahren etwas riskant gewesen wäre. Bei Viserbella gab es unzählige Sportplätze mit Beach Volleyballfeldern, Paddel Areas und Tennisplätzen, mal was anderes als nur Sonnenschirme und Strandbars 🙂

Bald erreichten wir Rimini und suchten uns ein Hotel zwischen Strand und Bahnhof aus. Schlussendlich landeten wir im falschen Hotel, da es hier nur so von Hotels wimmelt. Im Gegensatz zur letzten Nacht ist das Zimmer sehr klein und das Bad ist auf Hongkong Style optimiert.

Erfrischt, radelten wir zur Altstadt von Rimini und schauten uns die schönen Gebäude und Sehenswürdigkeiten per Velo an. Gönnten uns einen Aperitivo und einen feinen Znacht in einer Osteria, bevor es zurück ins Hotel ging, wo wir die angenehmen Temperaturen auf dem Balkon geniessen.

Bozen – Trento 65 km bei schönem windigen Wetter

Gestärkt ging es heute erst gegen 9:30h in Bozen los. Cooler Radweg dem
Eisack Fluss entlang. Wir machten beim Flagship Store von Salewa noch ein kurzer Stopp. Coole Artikel aber ziemlich pricy. Wieder auf der anderen Seite des Flusses ging es dem Etsch Radweg entlang immer schön gerade aus weiter. Hohe Felswände auf der einen Seite und Apfelplantagen auf der anderen Seite. So radelten wir ca 30 km weit, dann kam ein steifer Wind auf, und als wir ein freier Rastplatz unter der obligaten Weide erspähten, machten wir dort gerade Mittagsrast und gönnten uns Schüttelbrot zum Käse und dem feinen Mostbröckli vom Alpbad 🙂

Gesättigt hatten wir diesmal Glück und wir hatten 13km/h starker Rückenwind, der uns mit ca 30km/h oder noch schneller über den Damm schob und uns Speed bescherte, wo wir sogar Senioren Rennvelofahrer überholten und die EURO Velotour E-Bike Damen:-)

Bald war die Grenze zum Trentino passiert und es wechselte sich die Landschaft von Apfelplantagen zu Reben. Herrliches Dörfchen St. Michael an der Etsch musste noch als Fotosujet herhalten, und dann führte uns der Veloweg durch einen Auenwald, und plötzlich mussten wir gegen den Wind fahren, uii war das anstrengend, knappe 14km/h schnell waren wir plötzlich nur noch. Bald ging es dann wieder nach rechts und mit Rückenwind habe ich 40km/h hin gebracht, schon recht rasant so ebenaus:-)

Der Etsch entlang rollten wir nach Trento und checkten uns im Hotel ein. Im Anschluss ging es in die schöne Altstadt und wir schlenderten durch die Gassen und gönnten uns sogar ein Gelati, bevor wir uns ein Aperitivo genehmigten und ich das letzte Mal wohl Knödel zum Abendessen geniessen konnte.

Brügge von Touristen überschwemmt

Gegen 9h sind wir auf den Beinen und suchen uns eine Location für das Zmorgen. Ich genehmigte mir eine Waffel mit Erdbeeren:-) Richtig Belgisches Frühstück:-)
Um 10h geht unsere Free Walkingtour los. Wir durchstreifen Brügge mit seinen schönen Gassen und Historischen Kunstwerken und erhalten viele Tipps was sich lohnt anzuschauen und was eher nicht.
Nach Zwei Stunden sind wir wieder auf dem Marktplatz angekommen und haben uns gleich auf dem Markt mit Erdbeeren und Kirschen eingedeckt.
Leider gab es ab und zu einen Sprutz Regen, so beschlossen wir die Bourgonie de Flandern Brauerei zu besichtigen. Das Bourgonie de Flandern Bier ist ein Verschnitt mit einem anderen Bier und ist von dunkler Farbe mit einer leichten süssen Note.
Nun müssten wir uns förmlich den Weg durch die Massen an Touristen kämpfen, welche in grossen Gruppen in die Stadt geschwemmt wurden. Teilweise müssten wir sogar warten, bis wir eine Brücke passieren durften.
Zum Glück gab es Beginnenhöfe, wo wir vor den Menschenmassen hin flüchten konnten.
Nun wollen wir Brügge von Oben sehen und stiegen die vielen Treppen zum Belfort Tower empor. Es ist ein grosser Turm, welcher in der Vergangenheit dem Zweck diente mit verschiedenen Melodien von Glockenschlägen Ereignisse anzukünden.
Nun war Zeit für das Abendessen. Frisch gestärkt ging es um 20h nochmals auf eine Free Walkingtour, diesmal in eine völlig andere Richtung und wir konnten so eine andere Seite der Stadt kennenlernen. Wir bekamen sogar eine Windmühlen zu sehen:-)
Gegen 23h begannen wir Brügge bei Night zu knipsen. Nun war die Stadt beinahe ausgestorben und die Silhouetten der Häuser spiegeln sich jetzt im ruhigen Wasser.

Ieper Rundfahrt via Diksmuide nach Veurne im Zeichen der Geschichte

Proviant beschaffen ist mein Job, so ging ich mal wieder auf Shoppingtour. Zum Glück hat der Carfour Express hier am Sonntag offen.
Nun konnte das Abenteuer beginnen. Richtung Norden haben wir die Stadt verlassen und radelten der Salient Route entlang, leider in die falsche Richtung, weder die wir ursprünglich geplant hatten. Gegen Mittag sind wir nach gut 25 Kilometer Fahrt beim Cot Friedhof vom 1. Weltkrieg eingetroffen. Ein Militärfriedhof wo die Soldaten, welche aus dem Commonwealth kamen begraben sind. Hübsche Gräber mit vielen roten Rosen oder Mohnblühten zierten die Gräber.
Jetzt war schon Mittagszeit und wir machten Halt bei einer Windmühle wo wir Zmittag assen. Nun kamen wir in den Genuss von Rückenwind und fuhren nach Diksmuide weiter. Unterwegs kamen wir beim Deutschen Studentenfriedhof und dem Belgischen Soldatenfriedhof vom 1. Weltkrieg vorbei.
In Diksmuide gönnten wir uns ein Eiskaffee und sahen uns etwa 2 km Ausserhalb der Stadt den Dodengang an. Ein gigantischer Schützengraben vom 1. Weltkrieg.
Nun hiess es die letzten 16 Kilometer in Angriff nehmen, diesmal mit Gegenwind nach Veurne. Wir erreichten Veurne vor 19h und hatten somit kein Problem, unser Hotelzimmer zu bekommen. Hungrig nach 72 km und über 5h im Sattel, machten wir uns über die XXXL Portionen her, welche wir zum Abendessen bestellten. Bei Sonnenuntergang knipsten wir auch diesmal wieder viele Fotos.

Belgien wir kommen

Früh auf die Räder und los nach Tongern in die Mittelalterliche Stadt, alles der Strasse entlang mit dem aufziehenden Gewitter im Nacken. Nach gut 20 Kilometern erreichten wir Tongern. Wir schauten uns das hübsche Städtchen an, wo auch schon Cesar vorbei gekommen ist und es eine Asterix Statue gibt. Eine erst belgische Waffel genossen wir, bevor wir weiter nach Velm strampelten. Unterwegs kauften wir bei einem Aerdbeerautomat sehr feine Aerdbeeri:-) Dann ging es weiter in Richtung Sint-Truiden. Etwa 4 Kilometer vor dem Etappenziel Velm zog ein Gewitter auf und zwang uns zu einer Pause in einem Bushäuschen, welches uns als Regenunerstand diente. Nach 30 Minuten war der Spuck vorbei und wir konnten weiter nach Velm radeln. Dort angelangt erfuhren wir, dass das Restaurant geschlossen hat und wir wohl nach Sint-Truiden zum Abendessen aufbrechen müssen. So radleten wir nach 57km nochmal ein paar Zusatzkilometer in Richtung Sint-Truiden, fanden aber eine super gute Bierbeiz auf halbem Weg. Zuerst deckten wir uns noch mit einen Kilo Kerschen ein 🙂 Meine ersten Kerschen von diesem Jahr:-)
In der Brauerei gönnten wir uns spannende Belgische Biere und assen eine grosse Platte mit lauter kleinen Leckereien. Der Himmel verdunkelt isch bedrohlich und so beschlossen wir noch eine Weile im Restaurant zu verbringen. Es begann ziemlich heftig zu Regnen, respektive Schütten. Sämtliche Gäste verzogen sich in den Innenraum des Restaurants und warteten ab bis das Unwetter vorbei war. Genug Zeit für eine Apeltaart:-)
Gegen 21h war der Regen vorbei und wir fuhren zurück nach Velm. Teilweise hatten wir richtige Sandmuster auf dem Veloweg und sahen viel Wasser, welches die Felder runter läuft. Die Feuerwehr war überall im Einsatz und wir verkrochen uns dann schon bald mal in unserem Zimmer.

Puerto Lopez

Am der Pazifikküste liegt das herzige Städtchen Puerto Lopez.
Hier gönnen wir uns im Hostel Mandala etwas Luxus. Aurelio aus Italien und Maja aus Basel sind unsere Gastgeber. Diese haben in 21 Jahren ein herrlicher Garten angepflanzt und mit viel Liebe ein Hostel erbaut. Alle Häuschen tragen Namen von Meerestieren. Wir logieren die ersten 3 Nächte im Pinguenio und die letzte Nacht in der Haifisch Residenz:-)
Im Garten gibt es weisse Fledermäuse und eine grosse hübsche Echse. Eidechsen und Vögel fühlen sich hier auch zuhause. Hängematten und bequeme Sessel, welche Aurelio hergestellt hat laden zum Verweilen ein.
Für Action sorgen die beiden jungen Doggen und eine etwas ältere Hundedame mit schön geflecktem Fell.

Einmal über die Strasse und man ist am Strand. Hier gibt es viele Krebse, welche sich vor uns in den Löcher verstecken.
Die Brandung ist im Moment ziemlich gefährlich, gestern sind beinahe Leute ertrunken, welche von den grossen Wellen erwischt worden sind.
Sonnenuntergang ist auch immer eine Augenweide, vor allem, wenn die Fischerboote an Land kommen und ihr Fang am Strand in die Camions umgeladen wird. Die Männer, welche die Kisten zum Strand tragen, werden von Fregattvögel und Pelikanen attakiert, welchen es ab und zu sogar gelingt einen Fisch zu stripizen.
Neben der Hauptstrasse gibt es noch die Strandpromenade, welche geteert ist. Die meisten anderen Strassen sind jedoch ungeteert und verwandeln sich bei Regen in einen Morast.
Nun lauft unsere Ferienzeit ab und wir werden bald unsere Reise nach Guayaquil antreten. Von dort fliegen wir heute Abend mit dem KL0751 nach Amsterdam. Um 16:40h sollten wir mit dem Flug KL1961 wieder in Zürich landen.