Rom – Bologna 4h Zugfahrt

Wir packten heute unsere Velotaschen zusammen, gönnten uns einen Zmorgen in einem Kaffee und holten dann unsere Velos aus dem bewachten Parkplatz vom Schwesterhotel.

Wir rollten mit ihnen die 500 Meter zu unserem Hotel und bepackten die Räder, danach rollten wir diese wieder zum bewachten Parkplatz zurück.

Nun war die Spanische Treppe angesagt, wir hatten uns zum Ziel gesetzt alle 7 Hügel von Rom zu begehen und dieser hatte uns noch gefehlt. Wir stiegen die Spanische Treppe runter, gingen zum Trevi Brunnen, der gerade gereinigt wurde und noch schnell beim Kolosseum vorbei. Unterwegs schauten wir immer wieder in Souvenirshops rein, vielleicht haben die was kleines Praktisches für uns.

Gegen 11h waren wir bei der Kirche Santa Maria Maggiore und liessen unsere Taschen erneut röntgen. Es kommt einem vor wie am Flughafen, nur mit dem Unterschied, dass wir in eine Kirche gehen.

Diese Santa Maria ist üppig ausgestattet und gehört auch zum Vatikan, liegt aber in Rom. Um 11:30h startete unsere Untergrundführung und wir konnten unter der Kirche Römische Relikte anschauen, die teilweise noch sehr gut erhalten waren.

Von Kirchen habe ich nun bald eine Überdosis, so ging es zu einem Resti, wo es ein Foccaia mit Mortadella, Burrata und Pistaccio mit einen Salat gab.

Wir kauften im Supermärt noch was für die Zugfahrt ein und holten dann unsere Velos ab und schoben diese zum Bahnhof Termini wo um 15:30h unser Zug nach Bolgona fuhr.

In unserem Wagen hatte es eine ganze Bande Fussballnachwuchsspieler gehabt, welche bis nach Arezzo mitfuhren. Die Fahrt verlief relativ ruhig und wir konnten die Landschaft beobachten, durch welche wir geradelt sind.

Kurz vor 20h waren wir in Bologna, schnell ins Hotel unter die Dusche und dann ab in die Stadt. Leider war es schon am Eindunkeln und wir konnten noch einer Probe für die Oper Figaro auf Bolognas Hauptplatz mithorchen. Es gab ein Late Night Znacht heute, und zwar eine Spezialität aus Bologna Tortellini in Brodo. Recht fein, probiert das doch auch mal zuhause aus.

Rom und Vatikan 43’000 Schritte

Um 6h klingelte der Wecker, nach gut 45 Minuten verliessen wir die Unterkunft und fuhren diesmal mit der Metro in die andere Ecke der Stadt. Nach 7h waren wir dann schon beim Vatikan, gönnten uns auf dem Weg noch ein Cappuccino und ein Cornetto und passierten die Ticket und Security Checks, um in den Vatikan zu gelangen.

Nun war Treppensteigen oder Frühsport wie das gewisse auch nennen angesagt nach 537 Stufen hatten wir ein wunderbarer Blick von der imposante grossen Kuppel des Petersdoms. Die Besucher in der Basilika unten waren ziemlich klein. Satt gesehen von dieser pompösen Kuppel konnten wir abgerundete Gänge bezwingen und kamen dann zur Terrasse, wo wir herrlichen Blick auf Rom und bis in die Berge geniessen konnten. Zu Fuss wieder abwärts, besuchten wir die Basilika, gigantisch grosse Kirche mit 44 Altären. Vorbei an der Schweizergarde ging es dann auf den riesigen Petersplatz, den Vatikan liessen wir hinter uns und pilgerten zum Tiber.

Ein paar Fotos von den Brücken und der Engelsburg in schönem Licht durfte nicht fehlen. Wir spazierten dann dem Tiberufer im Schatten entlang bis kurz vor die Tiberinsel, überquerten diese Insel und gönnten uns im Quartier Trastevere eine Pause in einem Kaffee. In diesem Quartier hat es viele hübsche grüne Gässchen und ganz viele Restis. Wir assen in einem Zmittag und stiegen dann wir einen Hügel hinauf zur Terrasse, wo der Fontana di Ponte Sisto ist. Hier gab es viel weniger Volk als beim Trevi Brunnen.

Nun wollten wir durch einen Park laufen, der aber leider geschlossen war, so schlenderten wir durch die Gassen von Trastevere, sichteten ein XXL Bougainvillea und kamen wieder zur Engelsburg. Dort hatten wir Eintrittstickets um 14:30h gebucht, aber sie liessen uns Engel, schon 30 Minuten früher rein 🙂

Aufwärts ging es durch Gänge, bis wir zur Falltür kamen und von dort gab es Treppen, da die Engelsburg rund ist, hatten wir immer wieder fantastische Aussicht auf den Vatikan und die Stadt, als auch auf den Tiber. Als wir Engel uns aus der runden Burg verabschiedeten spazierten wir über die Wehrgänge und waren dann draussen. Nun ging es in die Stadt, zu einem Gelato, vorbei am Trevi Brunnen, wo man vor lauter Touris den Brunnen nicht mehr sah einmal durch die Stadt weiter zum Hotel.

Frisch geduscht wanderten wir zur nahen Santa Maria Maggiore Kirche und dann via Foro
Romano zur Piazza Novana wo ich mir Spaghetti Cacio e Pepe gönnte. 30 Minuten spazierten wir by Night durch Rom zum Hotel retour.

Rom 39000 Schritte

Das Touriprogramm startete schon früh. Trevi Brunnen vor den Massen war das die erste Sehenswürdigkeit, plötzlich setze ein Gewitterregen ein und vertrieb uns in ein Kaffee.

Um 9h mussten wir beim Pantheon sein, da wir uns Tickets für diesen Slot gesichert hatten. Nach 15 Minuten hatten wir uns sattgesehen, wir streiften zu Piazza Navona, dann weiter über die Campo de’ Fiori wo es eine Markt gab, wo wir feine Erdbeeren verspiesen.

Nun folgten ein paar Sehenswürdigkeiten, wo wir keinen Eintritt dafür bezahlten, das Teatro di Marcello, dann die vielen Treppenstufen rauf zur Santa Maria in Aracoeli, wo wir die Aussicht auf die Stadt geniessen konnten. Gleich nebenan war das grosse weisse Gebäude Monumento a Vittorio Emanuele II da stiegen wir auch die vielen Marmortreppen empor und genossen ein herrliches Panorma. Ab und zu gab es ein paar Regentropfen und mit ihnen wurde der Marmorboden super glitschig, ich musste aufpassen, dass ich mit meinen abgelaufenen Schuhen nicht ausrutschte. Die Sonne kam jedoch bald hervor und wir konnten sogar ein paar Bilder mit Sonnenlicht knipsen. Der Rückweg erfolgte dann durch das Gebäude.

Nun war das Kolosseum an der Reihe, wir hatten Tickets für 12h gebucht und mussten diese noch tauschen gehen. Noch rasch ein Panini und dann betraten wir das Kolosseum. Sehr eindrücklich dieses gigantische Werk. Vom oberen Stock hatten wir super Aussicht und die Sonne zeigte sich sogar für ein paar Momente. Nun stand das grosse Trümmerfeld Foro Romano auf dem Programm, zuerst machten wir noch einen Abstecher in den Palatino Garten, bevor wir durch die vielen römischen Relikte streiften. Nach 3h Kultur, war Zeit für ein Gelato. Währenddem wir in der Gelateria sassen zog erneut ein Gewitter über Rom, als mit dem Gelati fertig waren schien schon wieder die Sonne.

Zurück im Hotel war nochmals Wäsche waschen angesagt, zum Glück war gleich auf der anderen Strassenseite eine Lavanderia. Die Wartezeit überbrückten wir mit einem Aperitivo.

Als die Wäsche im Zimmer zum trocknen aufgehängt war, machten wir uns auf einen weiteren Stadtwalk auf. Vorbei an Strassen mit Orangenbäumen, führte uns der Weg zur Porta Pinciana, einem Stadttor und Stadtmauer von Rom. Wir durchstreiften den dahinter liegenden Park mit schönen Schirmpinien und schauten im Abendlicht auf die Stadt. In diesem Park haben wir sogar Halsbandsittiche gesichtet, das ist eine Papageienart, die hier lebt. Nun stiegen wir zur Piazza del Popolo ab, spazierten auf der Via del Corso entlang und schauten, ob es hier andere Läden als an der Bahnhofstrasse in Zürich gibt.

Die Spanischen Treppe mit ganz vielen Touris schauten wir noch an, bevor wir uns auf dem Weg zum Trevi Brunnen ein Abendessen gönnten.

Trevi Brunnen by Night war unser letzter Stopp. Hier hatte es viel viel mehr Leute als am Morgen und wir mussten sogar anstehen um ein Foto zu machen,

Sassacci – Rom 85 km

Super süsses Zmorgen gab es heute und danach radelten wir los und mussten dank einer Brücke nicht tief in den Canyon absteigen. Die Abfahrt und den darauf folgenden Anstieg liess aber nicht lange auf sich warten. Wir passierten bei Nepi das Aquädukt und stiessen auf die Via Francigena. Dieser Pilgerroute folgten wir per Velo etwas, plötzlich hatte es ganz viele Autos und wir wunderten uns, was es dann hier gibt. Der Grund war der Cascate di Monte Gelato. Weder Nepi noch diesem Wasserfall statteten wir einen Besuch ab, denn wir müssen heute noch nach Rom 😉

Bald kamen wir auf einen Gravel Feldweg und folgten diesem weiter, durch wunderbare einsame Wälder und Wiesen. Wir waren erneut sehr slow unterwegs. Plötzlich tauchte vor uns Campagnano di Roma auf. Eine Stadt oben am Berg. Das Navi zeigte nun dunkelrote Steigung an >12%. Ich habe es versucht, bis mich mein Velo mit dem Gepäck abwarf. Ich habe keine Ahnung wie viel Kilogramm Gepäck ich da mit rolle. Bis nach oben schob ich dann das Velo. Nettes Städtchen mit einem coolen Stadttor. Im Stadtpark gönnten wir uns gleich das Picknick und waren gestärkt für die Weiterfahrt, die nicht mehr so arg steil war.

Der Pilgerweg führte uns dann auch wieder zu Santura delle Madonna del Sobo inmitten dem Wald, es gab dort wieder viele Autos, aber auch dort schauten wir nicht rein, sondern liessen unsere Bremsscheiben etwas glühen. Wir durchstreiften den Parco del Sobro, der was von einer Alpweide hat, einzig die vielen Autos waren etwas störend. Da ging es nochmals knackig hoch, aber diesmal blieb ich auf dem Velo und somit waren nach 50 Kilometer die 6 Anstiege geschafft. Nun durften wir die Abfahrt auf guter Strasse geniessen und fuhren talwärts zum Tiber. Diesem Veloweg folgten wir bis Rom und hätten dem sogar noch weiter folgen können, hätte es da keine Baustelle geben. Abrupt war unsere Tour fertig und wir schleppten unsere Velos und das Gepäck hoch. Oben angekommen, standen wir direkt vor der Engelsburg. Im Hintergrund die Kuppel des Petersdoms. Da liessen wir uns mal ablichten, damit wir auch ein Bild haben, dass wir mit den Velos nach Rom geradelt sind.

Dann weiter rund um den Circus Maximus Richtung Kolloseum für ein weiteres Fotoshooting. Anschliessend folgten wir den Touristenmassen und gelangten zum Altare della Patria. Danach noch den Endspurt durch die Stadt bis zum Hotel in der Nähe der Stazione Termini.

Torettapucci – Orte – Sassacci 56km

Heute gab es zu unserem Erstaunen Nebel am Morgen. Dieser verzog sich jedoch schon bald und wir radelten zurück nach Umbrien, passierten Attigliano und rollten beinahe über den Tiber. Der Weg war wunderbar mit gelbem fein duftendem Ginster gesäumt, aber extrem ausgewaschen. Wir suchten uns förmlich den Weg mit unseren Velos und dann kam der krasse Anstieg der Strade della Barca empor, wo wir teilweise das Velo geschoben haben. Ich weiss nicht was anstrengender ist zu fahren oder zu schieben. Fahren wäre möglich, wenn die Strassen nicht so eng gewesen wären. Oben angekommen, führte uns eine Gravel Road bis zur der Teerstrasse, der SP84. Bald passierten wir erneut die Regionsgrenze und kamen nach Latium. Bei der Abfahrt hatten wir wunderbare Aussicht auf das Städtchen Orte hoch über dem Tiber Tal. Bevor wir uns jedoch Orte anschauten kauften wir im Supermarkt noch Brot und Früchte ein, da morgen der Nationale Feiertag der Italiener ist.

Orte haben wir diesmal mit den Velos bezwungen und uns auf einem Parkbänkli ein Picknick gegönnt. Kurz nach dem Mittag schauten wir uns Orte an. Herzige Stadt, welche auf den Felsen gebaut ist. Wir genossen die Aussicht und hatten das ziemlich schnell schon gesehen, bis auf das Highlight unserer Meinung nach, der Untergrund vom Städtchen die Orte Sotteranea.

Das ging erst um 15:15h los und so warteten wir beinahe 2h im Kaffee nebenan. Wir hatten natürlich super schlecht recherchiert und keine Tickets gekauft, sondern sind der Masse einfach entlang gelaufen. So haben wir den unterirdischen Taubenschlag, die Zisterne, der Pozzo di Neve und das Spital anschauen können und sind durch einen Römische Wasserleitung gewandert. Das Aquädukt konnten wir leider nicht anschauen, da wir keine Tickets gekauft hatten. So war unsere Tour plötzlich beendet und es ging zu unseren Velos zurück.

In der Zwischenzeit haben sich die Wolken am Himmel ausgebreitet, und verhüllten die Sonne. Es war nun mit 28° noch immer schön warm, aber nicht mehr so brutzelnd heiss. Auf den verbleibenden 20 Kilometern radelten wir der Hauptstrasse SP150 entlang, absolvierten nochmals eine Anstieg nach Borghetto bis wir zu unserem Etappenort Sassacci kamen.

Um uns eine riesige Pizza Bologna zu gönnen, musste das Velo nochmals hervor geholt werden, da die Pizzeria 2 km entfernt ist.

Fabro – Orvieto – Torrettapucci 70 km

In dem Hotel haben wir zum Frühstück unser Brot und die Konfitüre, welche wir seit Trento mitfahren, als auch feine Erdbeeren und eine Banane gegessen. Dann waren wir startklar und die Tour begann. Nach wenigen Kilometern begann die Steigung und es ging ziemlich knackig auf 470 Meter hoch. Mein neues Gadget zeigt die Steigungen immer in den Farben grün, orange und rot an. Nun schwitzen wir das erste mal schon ziemlich und genossen die Aussicht auf die umliegenden Hügel und ihren Städtchen. Die Abfahrt war dann auf Gravel und deshalb mit dem vielen Gepäck nicht so speedy. Der zweite Aufstieg war eine Schotterstrasse und ein Teil der Abfahrt auch. Anzeichen der Zivilisation war die Eisenbahnstrecke für die Hochgeschwindigkeitszüge, welche sich durchs Tal schlängelte. In Allerona Scalo gönnten wir uns nach ca 20 Kilometer und beinahe 2h Fahrt ein Cappuccino und ein Cornetto. Wir sind super langsam über die Hügel und abwärts unterwegs. Die nächsten 10 Kilometer waren dann etwas schneller bewältigt. Kurz vor Mittag trafen wir in Orvieto ein. Dort liessen wir beim Bahnhof die Velos stehen und nahmen das Furnicular in die Stadt.

Als wir oben waren, konnten wir die verschiedenen Modelle von Fiat bestaunen. Schon noch cool diese kleinen Autos, die passen überall hin und in den schmalen Gassen kann man mit den alten Fiat 500 sehr gut kreuzen und wenden.

Wir bestiegen den Torre del Moro und genossen die herrliche Aussicht über die Hügel, welche wir passierten. Danach wollten wir uns den Zebradom anschauen gehen und kauften Tickets. Wir mussten 30 Minuten warten bis der Dom wieder öffnete und verbrachten die Mittagspause in einem Resti, da Paule etwas gegen Picknick in einer Stadt hat.

Mit Pasta im Magen waren wir für den Dom bereit und schauten diesen von innen an. Danach suchten wir den punto di vista wo man gut sehen konnte wie die Stadt auf dem Fels gebaut wurde. Der unterirdische Brunnen wäre noch auf dem Programm gestanden, da wir vor 18h in der Unterkunft sein mussten, skippten wir diese Attraktion und es ging mit dem Furni zu den Velos zurück.

Wir passierten erneut ein paar Hügel, diesmal auf geteerten Strassen. Kamen immer wieder an sehr fein duftendem Gingster und Jasmin vorbei. Unterhalb von Corbara gönnten wir uns ein Frucht z’vieri und mussten dann steil abwärts und ebenso steil wieder aufwärts radeln. Auf der Hauptstrasse ging es nun noch etwas hoch nach Baschi, welches hübsch aus Steinen auf dem abfallenden Hang thront. Wir umrundeten den gestauten Tiber beinahe und liessen uns im Niemandsland zwischen Bahn und Autobahn in torrettapucci nieder.

Die Hotel im Umkreis von 20 Kilometer rund um Orvieto waren alle ausgebucht und so stiessen wir auf diese Location. Zum Glück konnten wir hier gleich Abendessen und wurden mit einer gigantischen Primo Platte mit vielen unterschiedlichen Bruschettas verwöhnt. Danach folgten Hackfleischtätschli und gebratene Kartoffeln, viel zu viel für meinen Magen.

Passignano sul Trasimeno – Castiglione del Lago – Fabro 64km

Heute morgen als wir die Velos aus der Hotelgarage holten, haben wir Daniela & Cyrill nochmals vorbei fahren gesehen und ihnen gute Reise zugerufen.

Unsere Tour ging dem Lago Trasimeno entlang in die gegenüberliegende Stadt Castiglione del Lago. Die Velos stellten wir beim See ab und spazierten über Olivenbaum gesäumte Treppen hoch zur Rocca del Leone.

Diese Festung besuchten wir. Zuerst begutachteten wir die vielen Decken und Wandbilder vom Cesar, bevor wir uns durch den Wehrgang zum ersten Turm begaben. Wir genossen gute Aussicht auf den See, spazierten den Zinnen entlang weiter und stiegen zum grössten Dreieckturm empor, wo wir einen guten Blick über die Festung, das Umland und sogar bis nach Montepulciano hatten. Als der Festungsrundgang beendet war, guckten wir noch das historische Städtchen an, wo es Souvenirläden und primär Restis gab. Ein Blick durch die Stadttore darf nicht fehlen, im Anschluss stiegen wir zu unsern Velos ab.

In der Zwischenzeit war schon Mittagszeit und wir fanden ein freies Bänkchen im Park am See, welches wir fürs Picknick in Beschlag nahmen.

Bald verliessen wir den See und radelten etwas bergauf. Wunderbare Landschaften kamen hinter den Hügeln hervor. Wir konnten auch den wunderbar blau schimmernden Lago di Chiusi sehen und machten immer wieder Fotostopps. Wieder am Talboden angelangt folgten wir dem Sentiero della Bonifica ein Stück. Hier war das Gras jedoch gemäht:-)

Wir gelangten auf die offizielle Euro Velo Route und folgten dieser ca 20 Kilometer über eine Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern bis kurz vor Santa Maria. Hier kamen wir auf die Hauptstrassen und konnten nun endlich wieder mal mit Tempo Velofahren. In Fabro Scalo gönnten wir uns ein Gelato und füllten unsere Vorräte auf.

Danach folgten noch die letzten 2 Kilometer bis zum Hotel in Fabro. Im Hotel zugehörigen Restaurant wollten wir Abendessen, doch als wir um 19:30h dort standen, hiess es ob wir eine prenotazione haben. Das hatten wir natürlich nicht und so reservierten wir im Restaurant für 20:30h einen Tisch. Bis es soweit war gönnten wir uns ein Aperitivo.

Dieses Restaurant war komplett voll es gab einige Leute die draussen warteten, dass Tische frei werden.

Ein Bruschetta mit Tomaten, einen grünen Salat und ein Fileto del Manzo vom Grill gönnte ich mir heute. @Regi fast so gut wie in Argentinien:-)

Perugia per Treno

8:42h fuhr in Passignano sul Transimeno der Zug nach Perugia, obwohl heute der Streiktag der Italienischen Eisenbahn ist. Nach gut 30 Minuten Fahrt kamen wir in Perugia an. Dort ging es auf die selbstfahrende Metrobahn und mit ihr in die Altstadt hinauf. Um 10h war es schon recht schwül warm als wir vor dem Dom standen. Wir spazierten durch die vielen Torbögen und bestaunten das Panorama auf die unterschiedlichen Stadteile.

Wir passierten einen Markt, wo ich der Marktfrau sehr feine italienische Aprikosen und ein paar Chirsi abkaufte. Bei einem Stadttor ging via der Chiesa di San Michele Angelo ging die Tour weiter. In der Zwischenzeit war es ziemlich heiss geworden, Zeit für eine Abkühlung. Die fanden wir in der Rocca Paolina, einer unterirdische Festung mit vielen hohen Gängen. Wieder abgekühlt genossen wir einen Torta al Testo zu Schinken und Salami. Es ist ein typisches feines Brot aus Umbrien, guckt euch das verlinkte Rezept an und bringt etwas Italien auf euren Esstisch 😉

Gestärkt ging es nun zum Aquädukt runter, das gerade in Rennovation ist und schauten uns einen anderen Stadtteil an, genossen die Aussicht und gönnten uns noch ein Dessert, bevor wir mit 4 unterschiedlichen Baci de Perugia die Heimreise antraten. In der Zwischenzeit verdunkelte sich der Himmel und erstes Donnergrollen war hörbar. Mit der Mini Metro ging es zum Bahnhof zurück und als wir auf den Zug warteten, fegte das Gewitter über die Stadt. Wir reisten 30 Minuten retour nach Passignano sul Trasimeno und bekamen noch letzte Regentropfen ab. Es hat ziemlich abgekühlt und wir planten noch etwas die Weiterreise südwärts, da am 2.6. ein Feiertag ist, sind viele Hotels schon ausgebucht.

Heute gab es violette Gnocchi mit Fisch zum Znacht, die violetten Kartoffeln lassen grüssen Nun verzogen sich die Gewitterwolken und wir gingen noch zum See, ein paar Sonnenuntergang Bilder einfangen begleitet von Mückenschwärmen.

Rimini – Forli 57 km plus Zugtransfer via Bologna nach Arezzo

Nach dem Frühstück schwingen wir uns schon bald auf die vollbeladenen Velos. Verlassen Rimini Richtung Westen und fahren einem schönen Naturweg entlang. Diesen verlassen wir bei Santarcangelo di Romea, fahren der Hauptstrasse SS9 entlang und statten dem Örtchen Savignano sul Rubicone einen kurzen Besuch ab. In Cesena gab es glücklicherweise einen Trinkbrunnen in einem schattigen Park, so legten wir dort eine Pause ein, füllten unsere Wasserflaschen und gönnten uns eine Aprikose. Weiter ging es teilweise dem zur SS9 parallel verlaufenden Veloweg entlang. Nun wurde es schon brutzelnd warm und wir waren froh, als wir in Forlimpopoli im Schatten einen Zwischenstopp machen konnten. Dieses schmucke Altstädtchen haben wir noch kurz fotografiert und uns wieder in die Hitze gestürzt. Zum Glück gibt es etwas Fahrtwind, so war die Hitze etwas erträglicher. Wir nahmen die letzten Kilometer in der brütenden Mittagshitze in Angriff und waren gegen 12:30h in Forli, wo wir uns im Schatten auf der Piazza Aurelio im Schatten ein Wasser und ein Gazosa gönnten.

Bei 35° über das Gebirge fahren mit Gepäck haben wir als too much empfunden und uns für die Zugfahrt entschieden. Um 13:30h kam der Regionalzug und wir fuhren mit dem ca 1h bis nach Bologna. Im Bolgona hatten wir ca 30 Minuten Aufenthalt und fuhren mit einem Intercity durch den Apennin nach Arezzo.

Hier in der Toskana wehte ein Wind und die Hitze war etwas erträglicher. Schnell unter die Dusche, die Dachterasse vom Hotel auskundschaften und dann Sightseeing. Nettes Städtchen mit gutem Ausblick in die Landschaft und hübschen Gebäuden.

Wir gönnten uns auf der Piazza Grande ein delikates Abendessen und ein Glas feinen Wein aus der Region. Verdauten das feine Essen bei einem Altstadtwalk und geniessen die Dachterrasse bei angenehmen 24°.

Rimini – San Marino – Rimini 26’000 Schritte

Heute gab es einen Velo Ruhetag. Per Bus ging es in die Höhe nach San Marino. Die Temperaturen 700 Meter über Meer waren etwas angenehmer und wir erwanderten die Festung von Turm zu Turm und schauten in die Hügel des Apennins und konnten sogar bis nach Rimini blicken. Nach der Festungswanderung schlenderten wir noch etwas durch die steilen Gassen der hübschen Altstadt, vorbei an unzähligen Tourishops, wo primär Waffen, Parfums, Alkohol und Postkarten verkauft wird. Wir geben der Post von San Marino eine Chance und haben ein paar Postkarten mit Marken gekauft. Hoffentlich finden diese den Weg in die Heimat etwas zuverlässiger, als dies an anderen Orten der Welt schon war.

Nach feiner Piadina beschlossen wir schon den Bus um 14:15h zu nehmen. Leider gab es kein Platz mehr im Bus für uns, und so kauften wir Tickets für den Bus um 15:30h.£
Gegen 16:30h waren wir wieder in Rimini in der Hitze. Die Dusche war eine willkommene Abkühlung und wir verbrachten noch etwas Zeit mit der Planung der Weiterreise. Danach gingen wir zum Strand. Das Meer musste förmlich gesucht werden, nach der Strasse folgten Strandbars oder Sportplätze und dann kamen x Reihen Sonnenschirme und Liegestühle. Es gibt sogar Hundestrandgärtchen mit Sonnenschirm, Liegen und einen Zaun herum, damit der Vierbeiner umherspringen kann.

Ich wagte mich dann auch mal in das Meer. Es ist ziemlich sicher schon über 20° warm. Zuerst watete ich ziemlich weit raus, bis es genügend tief war um ein paar Schwimmzüge zu machen.

Im Anschluss spazierten wir dem Strand entlang bis zur Mole und gönnten uns in einem der zahlreichen schon offenen Restaurants einen Znacht.