In dem Hotel haben wir zum Frühstück unser Brot und die Konfitüre, welche wir seit Trento mitfahren, als auch feine Erdbeeren und eine Banane gegessen. Dann waren wir startklar und die Tour begann. Nach wenigen Kilometern begann die Steigung und es ging ziemlich knackig auf 470 Meter hoch. Mein neues Gadget zeigt die Steigungen immer in den Farben grün, orange und rot an. Nun schwitzen wir das erste mal schon ziemlich und genossen die Aussicht auf die umliegenden Hügel und ihren Städtchen. Die Abfahrt war dann auf Gravel und deshalb mit dem vielen Gepäck nicht so speedy. Der zweite Aufstieg war eine Schotterstrasse und ein Teil der Abfahrt auch. Anzeichen der Zivilisation war die Eisenbahnstrecke für die Hochgeschwindigkeitszüge, welche sich durchs Tal schlängelte. In Allerona Scalo gönnten wir uns nach ca 20 Kilometer und beinahe 2h Fahrt ein Cappuccino und ein Cornetto. Wir sind super langsam über die Hügel und abwärts unterwegs. Die nächsten 10 Kilometer waren dann etwas schneller bewältigt. Kurz vor Mittag trafen wir in Orvieto ein. Dort liessen wir beim Bahnhof die Velos stehen und nahmen das Furnicular in die Stadt.
Als wir oben waren, konnten wir die verschiedenen Modelle von Fiat bestaunen. Schon noch cool diese kleinen Autos, die passen überall hin und in den schmalen Gassen kann man mit den alten Fiat 500 sehr gut kreuzen und wenden.
Wir bestiegen den Torre del Moro und genossen die herrliche Aussicht über die Hügel, welche wir passierten. Danach wollten wir uns den Zebradom anschauen gehen und kauften Tickets. Wir mussten 30 Minuten warten bis der Dom wieder öffnete und verbrachten die Mittagspause in einem Resti, da Paule etwas gegen Picknick in einer Stadt hat.
Mit Pasta im Magen waren wir für den Dom bereit und schauten diesen von innen an. Danach suchten wir den punto di vista wo man gut sehen konnte wie die Stadt auf dem Fels gebaut wurde. Der unterirdische Brunnen wäre noch auf dem Programm gestanden, da wir vor 18h in der Unterkunft sein mussten, skippten wir diese Attraktion und es ging mit dem Furni zu den Velos zurück.
Wir passierten erneut ein paar Hügel, diesmal auf geteerten Strassen. Kamen immer wieder an sehr fein duftendem Gingster und Jasmin vorbei. Unterhalb von Corbara gönnten wir uns ein Frucht z’vieri und mussten dann steil abwärts und ebenso steil wieder aufwärts radeln. Auf der Hauptstrasse ging es nun noch etwas hoch nach Baschi, welches hübsch aus Steinen auf dem abfallenden Hang thront. Wir umrundeten den gestauten Tiber beinahe und liessen uns im Niemandsland zwischen Bahn und Autobahn in torrettapucci nieder.
Die Hotel im Umkreis von 20 Kilometer rund um Orvieto waren alle ausgebucht und so stiessen wir auf diese Location. Zum Glück konnten wir hier gleich Abendessen und wurden mit einer gigantischen Primo Platte mit vielen unterschiedlichen Bruschettas verwöhnt. Danach folgten Hackfleischtätschli und gebratene Kartoffeln, viel zu viel für meinen Magen.