Heute gab es zu unserem Erstaunen Nebel am Morgen. Dieser verzog sich jedoch schon bald und wir radelten zurück nach Umbrien, passierten Attigliano und rollten beinahe über den Tiber. Der Weg war wunderbar mit gelbem fein duftendem Ginster gesäumt, aber extrem ausgewaschen. Wir suchten uns förmlich den Weg mit unseren Velos und dann kam der krasse Anstieg der Strade della Barca empor, wo wir teilweise das Velo geschoben haben. Ich weiss nicht was anstrengender ist zu fahren oder zu schieben. Fahren wäre möglich, wenn die Strassen nicht so eng gewesen wären. Oben angekommen, führte uns eine Gravel Road bis zur der Teerstrasse, der SP84. Bald passierten wir erneut die Regionsgrenze und kamen nach Latium. Bei der Abfahrt hatten wir wunderbare Aussicht auf das Städtchen Orte hoch über dem Tiber Tal. Bevor wir uns jedoch Orte anschauten kauften wir im Supermarkt noch Brot und Früchte ein, da morgen der Nationale Feiertag der Italiener ist.
Orte haben wir diesmal mit den Velos bezwungen und uns auf einem Parkbänkli ein Picknick gegönnt. Kurz nach dem Mittag schauten wir uns Orte an. Herzige Stadt, welche auf den Felsen gebaut ist. Wir genossen die Aussicht und hatten das ziemlich schnell schon gesehen, bis auf das Highlight unserer Meinung nach, der Untergrund vom Städtchen die Orte Sotteranea.
Das ging erst um 15:15h los und so warteten wir beinahe 2h im Kaffee nebenan. Wir hatten natürlich super schlecht recherchiert und keine Tickets gekauft, sondern sind der Masse einfach entlang gelaufen. So haben wir den unterirdischen Taubenschlag, die Zisterne, der Pozzo di Neve und das Spital anschauen können und sind durch einen Römische Wasserleitung gewandert. Das Aquädukt konnten wir leider nicht anschauen, da wir keine Tickets gekauft hatten. So war unsere Tour plötzlich beendet und es ging zu unseren Velos zurück.
In der Zwischenzeit haben sich die Wolken am Himmel ausgebreitet, und verhüllten die Sonne. Es war nun mit 28° noch immer schön warm, aber nicht mehr so brutzelnd heiss. Auf den verbleibenden 20 Kilometern radelten wir der Hauptstrasse SP150 entlang, absolvierten nochmals eine Anstieg nach Borghetto bis wir zu unserem Etappenort Sassacci kamen.
Um uns eine riesige Pizza Bologna zu gönnen, musste das Velo nochmals hervor geholt werden, da die Pizzeria 2 km entfernt ist.