Früh wurden wir heute von der städtischen Putzequipe geweckt. Nach einem Kaffee auf der Piazza bepackten wir unsere Velos und rollten diese auf die Piazza Grande, wo wir den Torre Ghirlandina bestiegen. Wir genossen die Aussicht und radelten dann alles auf Velowegen ziemlich direkt Richtung Nordwesten. Der Weg führte uns über Feldwege und plötzlich standen wir vor einem Singletrail der von lauter dornigen Brombeerbüschen überwuchert war. Fahren war stellenweise möglich, ab und zu war der Weg auch abgerutscht und wir mussten unser Gepäck absatteln, durchtragen und drüben wieder aufladen. @ Isi das kommt Dir sicher bekannt vor von der Mulitour;-)
Auf der anderen Seite des Sees angekommen war der Weg gesperrt, und wir mussten einen Umweg machen. Von da an ging es auf Velowegen, welche der Hauptstrasse entlang gebaut sind weiter. Einerseits ist es cool, dass es beinahe 40 Kilometer am Stück Veloweg parallel der Hauptstrasse SS9 gibt, aber das Fahren auf diesen Velowegen ist relativ anstrengend, bei jeder Einfahrt abbremsen, Schlagloch ausweichen und wieder in die Pedale treten und wieder abbremsen. So kommt man kaum vom Fleck.
In Reggio nell’ Emilia haben wir in einem grossen schattigen Park Mittagsrast gemacht und sind zur Abwechslung nach dem Mittag mal ein Stück auf der Haupstrasse etwas schneller vorwärts gekommen. Als wir uns Parma näherten waren wir wieder seriöse Velofahrer und nahmen den Veloweg in die Stadt.
Wir waren froh, dass wir das Zimmer schon beziehen konnten und kühlten uns etwas ab. Draussen ist es heute 33° warm gewesen. Schon etwas brutzelnd zum Velofahren an der Sonne.
Ready für die Stadt, gönnten wir uns ein Gelato, fotografierten den Dom und den Baptisten Tempel. Danach haben wir eine Menge Info von der Tourinfo erhalten, wir wollten nur Fragen ob ein Besuch von Parmesanproduzenten und ggf Verkostungen von Parmaschinken und Käse möglich ist.
Wir haben noch ein paar Sehenswürdigkeiten empfohlen bekommen, die es sich lohnt in Parma anzuschauen und so besuchten wir den prachtvollen Dom und die Cameri di San Paolo, und das sogar 4 free, da an jedem ersten Sonntag die Museen gratis geöffnet sind in der Stadt. Wir bestaunten wieder super schöne Wand und Deckenmalereien. Sattgesehen wollten wir den Baptisten Tempel noch anschauen, doch wir waren etwas zu spät unterwegs, die schlossen bereits um 18h, so schauten wir in den Dom der auch reich bestückt ist mit Gemälden an der Decke und anderem Prunk.
Nun setzen wir uns zum Ziel nicht mehr so spät Abendessen zu gehen und suchten uns ein Restaurant auf, wo wir Spezialitäten der Gegend essen konnten. Ein Blick auf den Parma durfte nicht fehlen, doch diesem Fluss fehlt das Wasser, er ist ein grünes veralgtes Rinnsal.