Lausen – Zürich 96km

Heute packte ich meine sieben Sachen wieder in meine Satteltaschen. Als der kurze Kaltfrontregen über die Region gezogen war, zog auch ich mich an und sattelte das Velo. Es war merklich kühler und ein T-Shirt war für die Fahrt talwärts angebracht. Mein Vater begleite mich nach Liestal und danach radelte ich talwärts nach Füllinsdorf, dort wartete ein erster Anstieg aufs Augsterfeld. Vorbei an wunderbar schön blühenden Sonnenblumen führte mich der Weg und dann weiter in den Kanton Aargau.

Der Veloweg führte mich ab und zu der Autobahn entlang bis Stein. Danach auf der Hauptstrasse weiter, mit schöner Sicht auf den Rhein. In Laufenburg gönnte ich mir ein Bäckerstopp und radelte dem Veloweg mit Blick auf den Rhein entlang weiter. Bald war die Wolke des Kernkraftwerks Leibstadt in Sicht und ich radelte durch Leibstadt und nahm einen weiteren Anstieg nach Leuggern in Angriff. Danach folgte eine Abfahrt zum Klingnauer Stausee wo ich Jef, ein ehemaliger Arbeitskollege, der in Kleindöttingen wohnt, traf.

Nun folgte ein weiterer Anstieg nach Tegerfelden, wo ich mir noch 500g Kirschen und Pfirsiche in der Grösse einer Aprikose kaufte. In Endingen gönnte ich mir eine Mittagspause auf einem schattigen Bänkli, bevor ich das Wehntal in Angriff nahm. Hier herrschte Grossandrang an Greifvögel und Störche, die hatten wohl Talversammlung auf dem frisch gemähten Feld;-)

Via Dielsdorf und Regensdorf rollte ich dann beim Katzensee vorbei und kam via Zürich- Affoltern in die Stadt. Nun war es nicht mehr weit und ich kam nach ca 6h Fahrt heil an der Tramstrasse an. Nun bin ich von Bologna per Velo nach Hause geradelt und beende somit meiner Velotour offiziell.

Baselbiet and around

Ihr wundert euch sicher, was ich dann so alles im Baselbiet anstelle. Mein Cousin hat ein Hof mit Kirschbäumen und ich habe praktisch eine Woche lang Kirschen vom Baum gepflückt.

Zum Kirschenpflücken benötigt man einen Kratten und einen Gurt, und natürlich ist es von Vorteil, wenn mir meine Cousin eine Leiter gut an den Baum stellt und festzurrt. Die Aussicht vom Kirschbaum ist beeindruckend und die vielen Kirschen von den Sorten, Langstieler, Basler Adler, Star, Cordia und Holinger waren dieses Jahr wunderbar zum pflücken.

Leider wird einem mit Stiel am Wegrand häufig nur Cordia und andere grosse saure Tafelkirschen verkauft und man erhält keine feinen Kirschen wie das der Weber Sämling, Basler Adler oder gar das Holinger sind mehr im Handel:-(

Abends wurden Kirschen verarbeitet zu Donau Wellen, entsteint für Kirschen im Glas und Konfiture oder verschwanden auch mal in meinem Mund:-)

Das Velo hatte auch mal etwas Bewegung, so radelte ich nach Basel der Veloroute 3 entlang bis zur Grenze und noch etwas weiter ins Elsass mein Bruder und Familie besuchen. Auf dieser Tour machte ich in Basel beim Veloplus halt und erhielt ein neuer Marathon Schwalbe Reifen auf Garantie, da der Hinterreifen, welcher ich auf der Velotour mir am 11.5.26 montiert hatte Risse aufwies.

Der steile Weg ins Alpbad musste ich auch mit dem Velo mal erklimmen um zu gucken ob ich noch hochradeln kann.

Eine weitere Runde führte mich nach Weil am Rhein zu den Velohändler um mich umzusehen, was es ggf für neue Modelle gibt, wenn ich ein Nachfolger für mein aktuelles Velo suche. Ich schaute in verschiedenen Läden vorbei und liess mir sogar noch ein neuer Vorderradreifen montieren, da er von meinen Velotouren schon ziemlich abgefahren ist.

Meine Tante nahm mich zum Yoga in den Ebenrain Park mit und im Anschluss radelte ich über die Wintersingerhöhe nach Rheinfelden meine Gotte besuchen, welche dort in Reha ist. Sie lernt dort den Alltagsumgang mit ihrem neuen künstlichen Hüftgelenk.

Einmal spielte ich Touriguide in Basel und zeigte Emma, der Austauschstudentin von Johannes aus Canada die Stadt bei 37°.Schon etwas crazy warm, zum Glück starteten wir früh und konnten die kühlen Ecken der Stadt in der Krypta im Münster und natürlich im Rhein mit einem Schwum finden.

Kulinarisch gab es bei Regi und Familie obligates Schoggifondue mit der aktuellen grossen Fruchtauswahl:-) Gazpacho durfte bei dieser Hitze auch nicht fehlen. Für das Geburrifest von Marion und Flo bereitete ich Cannels zu, marinierte Oliven und machte dazu Tsatsiki.

Nebenbei half ich meinen Eltern und fuhr das eine oder andere mal sie umher. Ich hoffe auf Regen im Baselbiet, damit die Pflanzen sich von der grossen Trockenheit hoffentlich bald erholen können. Hier ist alles super trocken, der Mais rollt seine Blätter ein und auch die anderen Pflanzen und Tiere dürsten nach Abkühlung, hoffentlich kommt diese bald.

Vitznau – Lausen 118km

Gemütliches Frühstück gab es im noblen Camping Vorzelt mit Blick auf den Vierwaldstättersee. Danke Tobi für die Gastfreundschaft.

Es war dann schon 9:30h als ich mich auf das Velo schwang und dem super schönen Vierwaldstättersee entlang radelte, herrliche Sicht auf die Berge. Bei Weggis folgte der erste Anstieg, oben angelangt gab es ein Schild Kirschen zum verkaufen, da musste ich doch gleich ein Stopp machen und eine kleine Schachtel kaufen:-) Leider hatten sie nur so grosse Chirsi feil, ich habe die wohl Verlesefrauen völlig überfordert als ich Star, Langstieler, Weber-Sämling und Holinger aufzählte. Sie hatten eine grosse Freude, und mich gleich zum Verlesen eingespannt;-)

Küsnacht liegt ja schön am See mit den schönen Alpen im Hintergrund, da musste ich auch noch einige Fotostopps einlegen. Bald passierte ich Meggen und bog auf die Kreuzbuchstrasse ab, der folgte ich bis Luzern und besuchte ein ehemaliger Arbeitskollege Tobi, der eine super Wohnung mit Sicht auf Luzern hat. Es war dann schon Mittagszeit als ich mich von ihm verabschiedete, durch Luzern radelte und an der Reuss Mittagsrast machte.

Bald kam wieder ein Anstieg via Emmenbrücke nach Rothenburg und dann habe ich mich auf die Abfahrt gefreut, aber der Gegenwind war sooo krass, dass runter sogar in die Pedale treten musste:-(

In Sempach ein kleiner Snackkaufstopp eingelegt und dem See entlang nach Sursee geradelt. Leider sieht man von der Strasse aus nicht gerade viel vom See, da ist die Axenstrasse hübscher. Bald erreichte ich Sursee und schaute bei der Bison kurz vorbei.

Gegen 16:30h verliess ich Sursee und radelte durch das hübsche Suhrental nach Aarau.

In Aarau traf ich Schumi, auch ein ehemaliger Arbeitskollege zum Abendessen und startete gegen 19:30h meine letzte Bergetappe und kletterte förmlich mit 23kg Gepäck auf die Schafmatt hoch. Rollte nach Oltingen und sah die Sonne hinter dem Horizont unter gehen. Nach Anwil ging es nochmals etwas hoch und runter und traf ich mein Vater, der mir mit dem E-Bike entgegen kam und mir frische Batterien für mein Rücklicht brachte.

Nun hatte ich wieder ein rotes Rücklicht, das man sieht und wir rollten über Anwil talwärts nach Rothenfluh, danach nochmals etwas hoch auf den Veloweg und via Ormalingen, Gelterkinden, Sisssach, Itingen nach Lausen.

Hier werde ich ein paar Tage bleiben und daher gibt es nicht mehr täglich updates auf dem Blog zu Lesen, ausser ich nimm das Velo hervor und fahre ein paar Kilometer damit;-)

Gotthardpass – Vitznau 74km

Wow in der Nacht als ich aufgewacht bin konnte ich sogar die Milchstrasse am Himmel sehen., da sich vermutlich die Bewölkung verzogen hat.

Das Zmorgen gab eps im Selbstbedienungsresti und ein sehr reichhaltiges Buffet.

Gestärkt packte ich meine Saccochen und zog mir heute neben dem Trägershirt noch ein T-Shirt und mein Windstopper Gilette und mein Merinojäckli an,.den Buff über den Kopf, die Gorotexthosen über die Radelhosen und die Handschuhe an die Hände.

Ich musste dauernd Fotostopps machen.und kam so kaum vom Fleck;-)

Zu Beginn führte mich der Veloweg noch ein Stück über Kopfsteinpflaster und danach mündete er in die Strasse, rassant ging es abwärts und bald blickte ich auf Hospental und gönnte mir eine letzte Pause in der Umgebung von Alpenrosen. Danach folgte die Abfahrt nach Hospental und weiter nach Andermatt.

Bald kam die Schöllenschlucht mit der Teufelsbrücke, so machte ich erneut Halt und begab mich auf den Schöllenenschlucht Rundgang. Ich überqueerte die Teufelsbrücke, durchwanderte einen Militärgang im Felsen, hatte Blick auf die junge Reuss und sichtete das Russendenkmal.

Die warmen Kleider verstaute ich nun in den Satteltaschen und rollte talwärts, passierte Göschenen, Wassen mit dem berühmten Kirchen. Eln paar Regentropfen tanzten umher, als ich dann nach gefühlten 30 Kilometern mal wieder in die Pedale treten musste erreichte ich bald den Talboden. Pausierte bei der Autobahn Raststätte Gotthard Nord und machte noch einen Spaziergang über die Hängebrücke. Der Reuss entlang ging es weiter bis Altdorft und von dort nach Flüelen, wo ich Mittagsrast am Vierwaldstättersee machte.

Nun radelte ich auf der hübschen Axenstrasse nach Sissikon, herrliche Aussicht hat man von der Spektakulären Strasse auf den See und die umliegenden Berge. In Sissikon musste ich auf den Shuttelbus, der Velofahrer und Fussgänger nach Brunnen bringt, da wegen der Baustelle ein Velo und Fussgängerverbot für diesen Abschnitt existiert.

Von Brunnen aus rollte ich dem See entlang nach Vitznau, wo ich Tobi in seinem Wohnwagen besuchen. Ilona kam mir mein Gepäcl bringen, nun habe ich wohl wieder meine 22kg oder ggf sogar noch mehr dabei.

Wir nutzen den Campingpool und Tobi kochte im Anschluss das feine Essen auf dem Campingkocher im Luxusvorzelt.

Biasca – Gotthardpass 54km

Gegen 8h hatte ich alles zusammen Gepackt und die Tour startete gegen 8:30h. In einer Bäckerei kaufte ich ein Cornetto mit Vanillecreme ein, was mein Zmorgen war. Zum Glück ging es die ersten 10km etwas flach zu und her. Danach kam der Erste Anstieg hoch zur Autobahn. Zum Glück haben sie die Kantonsstrasse mit Kurven gebaut. Ich erreicht dann das Niveau der Autobahn und es ging neben der Autobahn und dem Ticinofluss ebenaus nach Faido wo ich mir eine Cappuccino Pause gönnte. Der Wind bläst auch heute von Norden her, was teilweise schlimmer, weder Anstiege ist.

An Gewissen Stellen war das Tal so eng, dass genau der Ticino Platz hat, die Autobahn steht auf Stelzen und die Bahn ist im Tunnel. Auch die Strasse führte mich durch zwei Tunnel und bald erreichte ich die Ebene von Quinto und Ambri. Ziemlich viele Häuser werden hier zum Verkauf angeboten, falls jemand auf der Suche nach einem neuen zuhause ist, hier gibt es Häuser.

Bald erreichte ich Airolo wo ich Mittagsrast machte, im Coop noch etwas Früchte kaufte, die Blase leerte, die Trinkflasche am Dorfbrunnen füllte und mir ein Zimmer auf dem Gotthardpass reservierte.

Bald kam die erste Kurve und ich gewann an Höhe, Autos, Töffs und Rennvelofahrer zogen an mir vorbei. Die Temperaturen wurden kühler mit jedem Höhenmeter und dann kam das Schild Tremola. Ich fuhr die Kopfsteinpflasterstrasse, welche früher die Pferdekutschen genommen haben empor, erste Schneefelder passierte ich und die Vielfalt von alpinen Blumen lockte für Fotostopps.

Die Tremola ist echt cool zum Hochfahren vom Gefälle her und gut machbar. Danke Pete für den Tipp:-)

Auf der Passhöhe angekommen traf ich auf Simon Meili, ein ehemaliger Arbeitskollege von der Bison, der mit seinen WK Kollegen auf der Terasse sass:-)

Ich bezog mein überheiztes 50er Jahre Zimmer mit Etagen Bad/WC und duschte mir den Schweiss von der Haut, spaziertr noch um den See und gönnte mir Schnipo als Abendessen.

Ghiffa – Biasca 84km

Wir durfen nochmals auf der Terrasse mit Seeblick Frühstücken. Danach musste ich mich entscheiden, was ich alles mit mir mitrollen will.

22kg sind definitv zu viel um über die Berge zu rollen. (In einer Unterkunft hatte es mal eine Waage und da stieg ich mit Sack& Pack rauf) Ilona wird mir mein restliches Gepäck dann im Flachland wieder bringen.

Die Richtung der Tour war schnell klar, nordwärts dem Lago Maggiore entlang. In Canobbio kauften wir noch ein Brot und Amaretti ein. Um 11h hatten wir bereits schweizer Boden unter den Füssen, die Schlaglöcher wurden weniger und die Trottoirs breiter;-)

Ascona mit der schmucken Seepromenade passierten wir und kamen schon bald nach Locarno. Es gab am See ein Bänkli, wo wir nochmals Picknickten und dann begleitete ich Paule zum Bahnhof und sagte ihm Tschüss, da er mit dem Zug zurück nach Zürich reist, er muss morgen wieder arbeiten.

Mein Weg führt mich top ausgeschilderten roten Wegweisern entlang durch die Magadino Ebene, wo es effektiv ein paar Grad wärmer ist, weder in Locarno. Dank Rückenwind kam ich gut voran und legte in Bellinzona ein Gelati Stopp ein. Die Pause nutze ich um mir einen Etappenort auszusuchen. Ich radelte nochmals., 20km nordwärts und hatte auf den letzen 10 Kilometern Gegendwind. Der schönen Ticino Fluss begleitet mich wieder. Ich kam an schönen Tessiner Dörfchen vorbei, bis ich mein Etappenort Biasca erreichte.

Nach dem Bezug vom Hotelzimmer, nutze ich gleich den warmen Wind und wusch meine Wäsche aus und liess sie Luftrocknen.

Wieder im Heimatland, kann ich früher Essen gehen und beschloss das Grotto Mulo aufzusuchen. Zuvor machte ich Biasca Sightseeing by Velo und radelte zum Wasserfall Cascate San Pietronilla emport. Hübscher Wasserfall mit einer Steinbrücke und ausgespülten Steinen. Das Halbe Dorf war dort oben am Bädelä. Nachdem ich die Aussicht genossen habe, ging es zum Grotto wo ich mir eine Braten mit Polenta und einem grünen Salat gönnte.

Nun geniesse ich meinen Balkon von meinem Zimmer aus. Ich glaub der einzige Gast im ganzen Hotel.

Ghiffa 9622 Schritte

Die schöne Sonne hat mich schon um 6h geweckt. Herrlich, vom Bett aus auf den See zu schauen. Als dann die anderen aufgewacht sind, gab es ein reichhaltiges Zmorgen auf der Terrasse mit Blick auf den See:-)

Gegen 9h waren wir startklar und wir fuhren nach Verbania wo wir durch die Giardini Botanici di Villa Taranto schlenderten. Es gab ganz viele Dahlien in unterschiedlichen Farben, ganz hübsche Lotosblumen, und viele andere Blumen und gute Sicht auf die Walliser Berge.

Nach dem Botanischen Gartenbesuch fuhren wir nach Pallanza weiter, wo wir das hübsche Städtchen am See anschauten und uns in einer feinen Gelateria ein Gelato gönnten.

Danach gingen wir noch in das grosse Einkaufszentrum Esselunga einkaufen.

Wieder zurück in Ghiffa mit den Errungenschaften und den warmen Temperaturen war es Zeit um einen Sprung in den See zu wagen. Wir packten die SUP’s aus und paddelten etwas in der Bucht umher und mussten aufpassen, dass wir uns keinen Sonnenbrand holten.

Als der Schatten immer wie länger wurde, gingen wir auf die Terrasse zurück und starteten mit dem Aperitivo, der dann in ein Abendessen überging.

Andy hat die grosse Schweizerflagge ausgepackt und sie ans Balkongeländer gehängt, nun wird das WM Nati Spiel gegen Katar verfolgt – Hopp Schwiizz ,-)

Somma Lombardo – Ghiffa 45km

Ein reich gedeckter Frühstücksaal erwartete uns heute. Aber wir haben uns mit dem Schälchen frisch geschnittenen Früchtchen begnügt und waren dankbar über das Cornetto mit Marmellata, einem Brötchen und dazu einem Cappuccino.

Danach ging es ans Velo packen. Paule sagte uh er habe keine Luft mehr im Vorderreifen, so baute er das Vorderrad aus und wollte schon beginnen den Reifen weg zu nehmen, als ich sagte, schau dein Reifen hat ein Loch. Dieser Knall gestern, war also doch auf sein Velo zurück zu führen. Wir haben uns noch gewundert, woher der Knall gestern kam.

Der sehr hilfsbereite Chef vom Bed&Breakfast hat Paule mit dem Auto zu einem Mech gefahren, wo der Reifen und der Schlauch in wenigen Minuten ersetzt wurde. Zurück in B&B wurde das Vorderrad montiert und wir luden das Gepäck auf und starteten unsere Tour.

Bald kamen wir zum Ticino Fluss und fotografierten Sesto Calende mit dem Monte Rosa Massiv im Hintergrund. Der Weg führte uns dem linken Seeufer vom Lago Maggiore entlang, bei Angera gönnten wir uns ein Kaffee, bevor es etwas rauf und runter ging und wir nach Laveno kamen.

Hier nahmen wir die Fähre nach Intra und gönnten uns ein Picknick am See, bevor wir die letzten Kilometer nach Ghiffa radelten.

Hier wurden wir von Ilona & Andy herzlich empfangen, gönnten uns eine Dusche und genossen die Aussicht von der hübschen Terrasse mit Blick auf den Lago Maggiore. Andy holte feine Spezialitäten aus dem Kühlschrank und wir genossen einen reichhaltigen Aperitivo:-)

Gegen 19 Uhr spazierten wir zur nahen Pizzeria und gönnten uns eine Pizza zum Abendessen. Nun geniessen wir die Terrasse und hören dem friedlichen Plätschern vom See zu.

Monza – Somma Lombardo 81 km

Einer feinen Bäckerei statteten wir zum Frühstück einen Besuch ab. Nun rollten wir nordwärts durch Europas grössten Park, wo auch die berühmte Rennstrecke Autodromo Nazionale Monza liegt. Wir wagten uns auf einen Teil der Rennstrecke, der öffentlich zugänglich ist. Schauten im Souvenirladen vorbei und radelten noch über die alte Rennstrecke. Danach war Zeit den Weg nach Westen einzuschlagen, wir rollten dem Canale Villoresi entlang, der wunderbar klares blaues Wasser führt. In der Ferne sichteten wir Schneeberge, welche mit jedem Kilometer näher kamen. Kurz vor Tornavento haben wir gefunden, es spielt keine Rolle ob wir links oder rechts vom Kanal weiter fahren und standen dann plötzlich vor einer Treppe. So sattelten wir ab, und trugen das Gepäck und das Velo die Treppe hoch nach Tornavento. Wow, was für eine Aussicht, welche wir von da oben geniessen können.

Super Fernsicht dank dem Gewitter gestern, wir konnten das Monte Rosa Massiv und noch viele weitere Berge von der Südseite her bestaunen. Zu unserem Erstaunen hatten wir Blick über ganz viel Wald. Dann rollten wir wieder zu unserem Canale Villoresi runter, der Weg hatte in der Zwischenzeit Singletrail Charakter. Wir gelangten über eine Brücke, welche zum Kraftwerk gehört und radelten dann dem Canale Industriale Vizzola entlang. Zweimal mussten wir auf dem Weg unser Gepäck abladen, als auch das Velo über umgestürzte Bäume tragen, bevor die Fahrt weiterging. Via Maddalena ging es dann noch etwas aufwärts zu unserem Etappenort Somma Lombardo, welcher 6 km nördlich vom Mailänder Flughafen Malpensa liegt. Wir gönnten uns noch ein feines Abendessen uns sogar ein Tiramisu zum Dessert:-)

Pavia – Monza 54 km

Heute wollen wir vor dem Gewitter am Ziel sein, deshalb radelten wir ohne Zmorgen in Pavia los, kauften bei einer Bäckerei noch was ein und radelten ca 30 Kilometer alles dem Naviglio Pavese Kanal entlang. Je weiter wir nordwärts radelten, desto düster wurde der Himmel. Der Weg an diesem Kanal entlang war schön flach und die meiste Zeit mit gutem Belag versehen. Auf der einen Seite war die Hauptstrasse SS35 und auf der anderen waren Reisfelder. Es gab viele leuchtend gelbe Nachtkerzen und orange Lilien entlang des Kanals. Die Staustufen signalisierten uns, dass wir nun ein paar Höhenmeter gewinnen. Bald verliessen wir diesen Kanal und rollten durch die Stadt Mailand zum Domplatz, dann weiter nordwärts zu den Vertikalen Gärten und den modernen Hochhäusern.

In einem Stadtpark legten wir unsere Picknickpause ein und wurden vor lauter Mücken beinahe gefressen, schnell weiter, da schon erste Regentropfen umhertanzten. Der Radweg führte uns dem Canale Villoresi entlang, den wir bei Casciana Metallino verliessen und uns schlussendlich über einen abenteuerlichen Singletrail unter der Autobahnunterführung nach Monza brachte.

Wir kamen ohne Gewitter und Regen heil in Monza an. Beschlossen nochmals Wäsche waschen zu gehen. Als unsere Wäsche die Runde drehte, gönnten wir uns in einem nahen Kaffee ein Dessert. Als 30 Minuten um waren, gingen wir wieder zu unserer Wäsche. Oh der Himmel war pechschwarz und wir steckten einen Teil der Wäsche in den Tumbler.

Nun war Weltuntergangstimmung, intensiver Regen mit Hagel hüllte Monza ein. Bald war die Strasse vor dem Waschsalon geflutet. Wir blieben jedoch trocken und nach 30 Minuten war das heftige Gewitter vorbei, unsere Velos gereinigt und das Wasser floss langsam ab. Nun radelten wir ins Hotel zurück, unsere restliche Wäsche aufhängen.

Ein Spaziergang durch die Stadt zeigte uns, Spuren vom Hochwasser, viele Leute schrubbten ihre Hauseingänge sauber.

Wir sahen die Sehenswürdigkeiten an bevor wir unsere Vorräte für die kommenden Tage auffüllten und uns ein feines Abendessen gönnten.