Unsere Tage in Shanghai

Hups sind wir müde.. Immerhin habe ich es geschafft Herr der Ringe Teil 3 zu schauen ohne die Augen zuzuklappen. Schlafen kann man dies im Flieger eh nicht nennen, maximal Dösen. Das kulinarische Angebot der Air New Zealand  mundete unseren Gaumen nicht:-(

Irgendwann waren die 12 Stunden Flug beendet und wir landeten im dicken Nebel in Shanghai. Die Immigration war schnell erledigt und wir haben nun Chinesischen Boden unter den Füssen. Nachdem wir den Bankomat um ein paar Yuan geplündert hatten, suchten wir ein Taxi, welches uns im Morgenverkehr in gut einer Stunde zum Astor House Hotel fuhr.

Hier hatte Paule eine Zimmer für uns gebucht und wir konnten es sogar schon beziehen:-) Richtiger Luxus zwei 160 Betten, Kamin, TV, Pult, Minibar, Kühlschrank, riesiges Badezimmer und sogar noch ein Vorzimmer und dies alles in einem Kolonialstyle eingerichtetem Haus.

Nachdem wir uns andere Klamotten angezogen hatten ging es nach draussen zum Bund, einer Meile  mit 22 wunderbar alten Kolonialhäuser, welche den Fluss Huangpu säumen. Auf der Gegenseite lockt Pudong mit seinen futuristischen und hohen Wolkenkratzern.

Wir assen ein Subway Sandwich und unterquerten den Fluss Huangpu mittels eines Sightseeing Tunnels. In dem Tunnel geht es ein paar Rolltreppen abwärts und man steigt in kleine Gondelähnliche Kabinen ein. Diese fahren einem durch den Tunnel, welcher abwechslungsreich ausgeleuchtet wird. So à la Geisterbahn an der Messe muss man sich dies vorstellen. Für gewisse Exilchinesen aus Kanada in unserer Kabine war dies ziemlich scary???

Drüben angekommen bestaunten wir die modernen Hochhäuser und wollten natürlich wissen was sich alles in diesen Häusern verbirgt. Neben dem Oriental Pearl Tower und den anderen Gebäuden, welche im Skyfall James Bond Film vorkommen, entdeckten wir ein riesiges neues Shoppingcenter à la Hong Kong mit vielen Restaurants und jenstem Luxus. Alle grossen und teuren Marken waren dort vertreten. Aber mein Vorhaben ein neues Iphone4 Carbon Cover zu kaufen scheiterte.Anscheinend gibt es sowas nicht in China.. @Grisch, Regi, Bellesoeur es geht nichts über Carboncovers;-) Aber ich glaub das muss ich zuhause kaufen.

Als sich die Sonne langsam dem Horizont zuneigte fuhren wir durch den Sightseeing Tunnel zurück auf die andere Seite und suchten unser Hotel auf.

Bevor wir  ins Bettchen legten, suchten wir uns noch was Essbares. Das empfohlene Restaurant in der Nähe gab es leider nicht mehr. Naja wir endeten in einem Restaurant mit bebilderter Speisekarte. Wir waren extrem froh über die fotografierten Speisen, denn Chinesische Schriftzeichen lesen, das überlassen wir den Profis. Paule bestellte Chicken mit Peanuts und ich ein Tofu mit Gemüse. Paule erhielt ein Chicken mit sehr viel Chilischoten, oder war es Chilli mit Chicken? Auf alle Fälle ein mega feines Gericht. Auch mein Tofu war o.k.

Nun waren wir super froh, als wir uns ins Bettchen legen konnten und nach über 24h auf den Beinen schliefen wir sehr schnell ein.

Wow richtig gut geht es einem, wenn man ausgeschlafen ist:-) Zum Morgenessen ein Costa Café und irgend ein Gebäck, dazu das Laptop um Fotogalerien zu erstellen.

Weil das Wetter so schön war, beschlossen wir eine Huangpu Schiffahrt zu machen. Wir kauften uns die Tics für die 90 minütige Fahrt. Danach bummelten wir durch die lebendige Altstadt zum Yuyuan Garden. Eine Oase der Ruhe mit vielen Pavillons, Teichen und Brücken, und Steinen beinahe wie ein Labyrinth. Nun waren wir durstig und besuchten das nahe Teehaus aus dem Jahr 1784 auf. Das Teehaus thront inmitten eines Teiches und wir mussten über die ominöse Brücke mit neun Biegungen gehen. Wir genossen herrlichen Jasmin und jungen Grüntee. Das Ganze wurde wie wir es in Hong Kong im Teemuseum lernten zubereitet und wir tranken gut eine Stunde Tee. Unser Körper hatte nun genügend Flüssigkeit getankt und wir gingen zur Bootstation. Dort warteten wir bis ca 15:30h und konnten dann unser Boot besteigen. Mit noch ein paar anderen Touris und Einheimischen teilten wir das Sonnendeck und knipsten die alte Häuserfassade entlang des Bund und die gegenüber liegenden, im Sonnenlicht funkelnden Wolkenkratzer von Pudong. Auf dem Huangpu herrscht reger Schiffverkehr, kleine Schlepper, welche vor Last beinahe untergehen fahren flussaufwärts, abwärts kommen grössere schnell fahrende leere Schiffe. Ab und zu ist auch ein gigantisches Kreuzfahrtschiff zu sehen.

Wieder zurück an Land, wurde es langsam dunkel und wir wollten unserem Magen etwas gönnen. In der Altstadt genehmigten wir uns neben dem Teehaus Dim Sum/Buns oder Dumplin wie die Teigtaschen mit unterschiedlicher Füllung auch immer heissen.

Mit vollem Bauch schlenderten wir der Wasserfront des Bundes entlang und knipsten Fotos der gegenüber liegenden Pudong Wolkenkratzer. Zum Glück haben wir ein Stativ gekauft, welches super Dienste leistet.

Huch schon so spät, wie kann dies uns passieren? Aha die lieben Hotelangestellten haben im Vorzimmer die dicken Vorhänge gezogen und um 9h war es finster wie um 6h in der Frühe. Schnell unter die Dusche und den Tag nutzen. Heute gab es Muffin und Cappucino im Starbucks und wir bearbeiteten noch gut 2h Fotos. Nun wollten wir den Blog veröffentlichen und stellen, fest, dass die Chinesische Firewall unsere Blogseite blockiert:-( Tja so müsst ihr euch leider auf die weiteren Blogs warten. Es gibt da noch die Möglichkeit mein lieber Kollege Grieche zu beauftragen. Welcher diesen wertvollen Job für euch Leser erledigt. @Grieche ganz vielen Dank für das Veröffentlichen von unseren Blogs, welche wir Dir per Mail zusenden.

Auch Picasa ist blockiert. Deshalb gibt es erst wieder Fotos, wenn wir zuhause sind.

Mit unserem Fotoequipment ausgerüstet ging es zur nächsten Metro Station, gut 20 Minuten entfernt. Zum Glück konnten wir eine Tageskarte am Schalter lösen und die Angestellte sprach sogar gutes Englisch:-)

Als erstes schauten wir uns den Jingan Tempel an. Ein buddistischer Tempel, welcher ein Buddha aus 12 Tonnen Silber beinhaltet und von einer Reihe Hochhäuser umgeben ist. Die Aussenmauer wurde zu Shops umfunktioniert. Wir wanderten dann ein wenig durch die Strassen bis zur Französischen Konzession. Dort haben wir viele Cafés entdeckt und genehmigten uns zum Mittagessen ein Baguette 🙂 Danach schlenderten wir durch den Park und entdeckten Strassenschilder, die auf Chinesisch und Französisch angeschrieben sind. Hübsche Villen und viele internationale Restaurants säumten die Strassen.

Unsere Beine waren nun langsam müde vom Betonhalbmarathon und wir müssen noch unser Geld ausgeben. So statteten wir den Elektronikshoppingmalls einen Besuch ab und kauften uns für gut 60CHF zwei 32 GB SD Karten für unsere Kameras. Danach ging es zum Hotel zurück uns für den Ausgang zu rüsten. Meine Reisegarderobe ist für den asiatische Ausgang leider nicht genügend gut ausgestattet und extra Schuhe und nobles Röckchen kaufen ist mir doch zu aufwendig. Schwarzes T-Shirt und die schwarzen Hosen müssen genügen. Das Stativtäschchen wurde zu meiner Handtasche inklusive Inhalt. Paule zog sich sein verknittertes Hemd über und wir machten uns auf den Weg ins Hyatt Hotel. Dort fuhren wir mit dem Lift in den 32. Stock in die Vue Bar. Coole Aussicht hat man von dort Oben auf den Bund, Pudong und auf den Fluss. Leider musste ich mein Stativtäschen abgeben:-( Naja immerhin ist Ladies Night und so bekam ich zwei Getränkegutscheine:-)

Wir setzen uns an die Bar und bestellten Cocktails, welche in witzigen leuchtenden Gefässen mit Lämpchen @Isi es sind Lämpchen wie Du sie in den Gummiballen hast, mit welchen Alina spielt.

Wir genehmigten uns dort ein Snack und plauderten ein wenig mit einer Chinesin, welche in Singapur lebt und für ein paar Tage ihre Eltern in Shanghai Besuchen kommt. Sie residiert im Hyatt.. Nicht schlecht.. Die lieben Chinesen müssen Geld haben.. Auch was die sich alles leisten um sich hübsch anzuziehen. Immer edel rausgeputzt à la England und Hong Kong. Es war noch witzig mit ihr zu plaudern. Sie erzählte uns dass sich ihre Eltern Sorgen machen, da sie mit 29 Jahren noch keinen Mann habe und im Ausland lebe. Wir wollten dann noch die Frischluft im 33. Stock geniessen, wo es sogar ein Jacuzzi gab. Leider löschten die Shanghaier um 22h ihre hübsche Beleuchtung der Häuser. Tja so gab es leider keine Fotos von oben bei Nacht:-( Müde schlenderten wir ins Hotel zurück und legten uns schon bald ins Bett.

Das selbe Ritual am Morgen…Starbucks und Laptop, retour ins Hotel um den Laptop zu deponieren und mit Kamera ausgerüstet in Richtung Metro zu gehen. Wir fuhren mit der einen Linie zur Haltestelle, wo die Maglev losdüst. Die Maglev ist die Magnetschwebebahn, welche den modernen Flughafen mit der Innenstadt verbindet. Im Nu beschleunigte diese Zug auf 300 km/h und nach wenigen Minuten war der Flughafen erreicht. Dort nutzen wir die Chance um Leute zu beobachten, welche ihren Flug nach Frankfurt hatten. Ihr Handgepäck wird nicht gewogen. Auch die Shoppingmöglichkeiten nach dem Checkin sind vorhanden. So können wir hoffentlich doch noch ein paar Souvenirs aus China mitbringen. Taktisch werden wir wohl all unsere schweren Sachen in die Jackentaschen packen und hoffen wir kommen ohne Übergewicht zu bezahlen durchs Einchecken. Immerhin haben sie das Handgepäck nicht gewogen und so hoffen wir das dies bei unserem Swissflug am Sonntag Morgen auch nicht der Fall sein wird.

Um dieses Wissen reicher fuhren wir mit der Maglev zurück und nahmen die Métro zum People Square einem grossen Park inmitten der Stadt, welcher früher eine Pferderennbahn war. In einem vegetarischen Restaurant assen wir unseren Lunch. Obwohl wir 3 Menus bestellten wurde Paule nicht wirklich satt. Der Arme macht in China Diät oder muss sich wohl 6 Menus bestellen um satt zu werden. Nun pilgerten wird über den Peoplesquare und stellten fest, dass es im Sommer mega heiss sein muss in dieser Metropole. Es herrscht noch immer Winter für die Bevölkerung, aber man kann bei 23 Grad locker im T-Shirt und kurzen Hosen umherpilgern. Im nahen Exhibtions Center schauten wir uns die Ausstellung über den Stadtbau an. Wahnsinn was die alles mit Shanghai vorhaben. Es gab dort eine Halle so gross wie eine halbe Turnhalle, welche ein Model der ganzen Stadt zeigt. Viele Wolkenkratzer, kleine Siedlungshäuschen, Strassen, Wasser etc. Gigantisch…. Wir glauben wir müssen in 20 Jahren nochmals nach Shanghai reisen um zu sehen wie sich die Stadt gewandelt hat.

Auch haben die Chinesen ein gigantisches Projekt für einen Tiefseehafen geplant. Eine 35km lange Brücke übers Meer soll das Festland mit dem Containerhafen verbinden. Auf alle Fälle wird es spannend, China in den nächsten Jahren zu beobachten.

Nach der Ausstellung wanderten wir der Fussgängerzone von Shanghai entlang, welche aufgrund eines Statikfehlers entstand. Die Strasse zwischen dem People Square und der Nanghing Road hat seit dem Bau der Metro zuwenig Tragkraft für Autos. Weiter ging es durch die Reste der Altstadt. Wir pilgerten durch ganz enge Gässchen und standen den Leuten beinahe in ihrem Wohnzimmer. So lebten wohl alle Leute in Shanghai noch bis vor 30 Jahren.

Abendessen wollten wir in einem im Reiseführer empfohlenen Restaurant in Pudong. Wir genossen  im 10. Stock eine super Aussicht und ein mega feines Essen. So viel Essen für 250Y …. Mhhh so werden wir wohl unser Geld nicht so schnell los… Naja es bleibt noch ein ganzer Tag um Shanghai zu geniessen und Geld auszugeben. Nach dem Essen eilten wir zur Wasserfront und klappten das Stativ auf, um den hübsch beleuchteten Bund zu fotografieren. Leider schlug es 22h und die Beleuchtung wurde abgeschaltet:-( Sniff schon wieder so spät.. Tja so begaben wir uns halt per Metro zurück zum Hotel.

Unser letzter Tag in Shanghai ist gekommen. Wie immer am Morgen gut 2h Fotos bearbeiten. Nun ging es gleich das Tagesgepäck packen.. Fotoausrüstung, Stativ, Kamera, Objektiv und dann los zur Metro. Heute hatten wir hohe Ziele. Wir wollten die Stadt von ganz oben sehen und so machten wir uns auf den Weg nach Pudong. Als erstes machten wir uns an die Aufgabe den Bund mit den hübschen alten Häuser bei Sonnenlicht zu knipsen. (Wir mussten uns beeilen bald war Mittagszeit und nur am Morgen scheint die Sonne an die Gebäude)

Nun wurden wir Geld los, da wir uns den Pearl Tower leisteten. Dies ist der runde Fernsehturm von Shanghai, das erste Hochhaus auf der Pudong Seite.  Wir wurden aufwärts auf 263m gefahren. Von hieraus bestaunten wir die 360° Sicht auf Shanghai. Leider konnten wir aufgrund des Smogs das Ende der Stadt nicht sehen. Auf 342m der höchsten Aussichtsplattform des Towers mussten wir uns so komische Schuhhäubchen anziehen und kamen uns vor, als ob wir im Weltraum seien. Das ganze wurde ja auch als Raumkapsel vermarktet:-) Als letztes wollten wir uns den Skywalk auf 262 Meter noch anschauen. Schon imposant, wenn man abwärts durch die Glasplatten schaut und dort unten die winzigen Autos und Menschen sieht.

Anschliessend ging es wieder über den Fluss in die Altstadt. Wir wollten nochmals Tee trinken und uns welchen kaufen. So wurden wir immerhin unser Geld los und mussten noch ein wenig mit der Kreditkarte nachhelfen. Guter Tee ist richtig teuer…  Diesmal hatte es in der Altstadt mega viele Leute aber wir hatten Glück und konnten den Tee im Teehaus mit Aussicht aus dem 1. Stock geniessen:-)

Jetzt wurde es schon langsam dunkel und wir furhen mit der Metro nach Pudong. Unsere Mägen wollten noch was Essen. Um Zeit zu sparen assen wir bei Burger King unser Abendessen. Frisch gestärkt knipsten wir die schön beleuchteten Gebäude des Bundes. Nun wollten wir auf das höchste Gebäude der Stadt. 492 Meter ging es mit einem schnellen Lift in den 94. Stock. Von dort aus mit einem anderen Lift noch bis in den 100. Stock. Hier hatten wir eine gigantische Sicht auf Shanghai und konnten dank den Lichter erahnen wie gross Shanghai ist. Einfach unglaublich und gigantisch.. Als wir uns satt gesehen hatten fuhren wir wieder zurück in den 94. Stock und genossen dort ein Bierchen mit super Aussicht.

Gegen 21:30h verliessen wir dieses Gebäude und fuhren zurück zu unserem Hotel. Nun hiess es packen. Mein Rucksack wurde schön zusammengestossen um möglichst viel reinzubekommen. Ein paar Kleider und Turnschuhe musste ich dort lassen. Zum Glück hatten wir eine Waage in unserem Zimmer und konnten somit das Gewicht der einzelnen Gepäckstücke genau bestimmen.

Als alles gepackt war gab es für uns noch ein paar Stunden Schlaf bis um 5:30h der Wecker klingelte. Um 6:15 stand unser Taxi bereit und fuhr uns in schnellem halsbrecherischem Tempo die 40km zum Pudong Airport. Dort mussten wir noch 10 Minuten warten bis der Checkin Schalter geöffnet wurde und wir hatten diesmal Glück. Die prall gefüllte Laptoptasche wurde nicht gewogen. Diverse Bücher haben wir in Jacken und Hosentaschen versteckt. Unser Handgepäck war mit mit 10kg nur wenig über der Limite. Die Antwort ob wir Laptops und Cameras drin haben konnten wir bejaen und so waren wir durch:-)

Nun noch die Security Durchleuchtung und die Immigration und jetzt waren wir bei den Gates. Noch ein Capuccino zum Frühstück und dann shoppten wir ein Teeset und Tee mit dem letzten Geld und berappten die Differenz mit der Kreditkarte. Nun konnten wir unser Gepäck beinahe nicht mehr in die Hände nehmen. Glücklicherweise stand unser Flugzeug schon bereit und wir konnten Platz nehmen und alle Gepäckstücke verstauen. Gegen 9:50h verliess der Airbus Shanghai und vor uns lagen 12h Flugzeit Richtung Heimat.

 

 

 

 

 

Die letzten Tage in Neuseeland

Heute wurden unsere Schlafsäcke, Mätteli und auch das Zelt auf der Wäscheleine ausgiebig lange getrocknet. Unsere Schlafsäcke und die Mätteli wurden auf kleinstes Packmass zusammengerollt und verstaut. Mit der Fähre ging es auf die andere Seite der Bay of Island und südwärts in Richtung Auckland. In Whangarei stoppten wir für ein Kaffee. Als nächstes galt es die Toll Station auf dem Highway zu umfahren und schon bald waren wir in Albany wo wir beim Icebreaker Outlet Halt machten. Leider war hier das Schnäppchenjagen nicht mehr so günstig wie in Otaki.

Den Weg zur Jugendherberge in Auckland fanden wir auf Anhieb. Paule ist unterdessen zum Navigationsprofi herangereift:-)

Falls ihr mal Ferien mit Paule plant gebt Paule eine Strassenkarte und ihr könnt das Navi sparen.

Jetzt entleerten wir unser Auto und schleppten unser Gepäck in den zweiten Stock in unser Zimmer. Mega viel Gepäck. Ich entleerte meine Rucksäcke und begann alles auf einen Haufen zu schmeissen. Unglaublich viel Ware. T-Shirts schmiss ich weg und packte alles, was wir Babsi geben wollten auf die Seite.

Nun pilgerten wir noch in die Stadt und umrundeten den Hafen mit seinen grossen teuren Yachten. @Adi Danke für die coole Empfehlung:-)

Auf dem Rückweg in die Jugi kauften wir uns noch rasch das Nötigste für das Abendessen ein. Oben auf dem Vulkanberg angekommen bereiteten wir unsere Guacamole zu, schnippelten Pepperoni und öffneten den letzten Käse aus Akaroa. Oliven, Nacchos und ein paar Scheiben Brot begleiteten unsere letzten Bierchen.

Nach dem Abendessen widmete sich Paule der Wäsche, währenddem ich einen Zitronenkuchen für Babsi backte.

Nach ein paar Runden Fotobearbeiten war es dann schon Bettzeit für uns.

Was ist dies für ein nerviger Alarm… jujuju…jujuju… jujuju… please go behind the line….Dieser Alarm weckte uns aus dem Schlaf und wir wussten nicht recht ob das eine Tsunami Warnung war oder sonst was lästiges. Zumindest raubte dieser Alarm unseren Schlaf:-(

Um 7h beschloss ich dann aufzustehen und genoss es mal wieder nicht unter Zeitdruck mit Warmwasser duschen zu müssen.

Zum Zmorgenessen gab es Tee da unser Kaffee schon aufgebraucht ist. Wir trauten unsern Augen nicht, es regnet mal wieder. O.K so packten wir unsere Regenschirme ein und fuhren die letzten Kilometer, um das Auto zurückzugeben durch die Stadt. 7296 Kilometer haben wir mit unserem Auto zurückgelegt. Nun liefen wir zu Fuss im Regen Richtung Hafen und verschwanden im nächsten Kaffee, um dem Regen zu entkommen. Wir beschlossen bei dem schlechten Wetter in das empfohlene Martime Museum zu gehen. Hier bestaunten wir die Geschichte der Seefahrt, der ersten Siedlern, den Americans Cup und die Segellegende Peter Blacke mit vielen Schiffen und allem zugehörigen Arsenal.

Um 12:30h verabredeten wir uns mit Babsi, welche uns abholen kam. Die Regenwolken hatten sich in der Zwischenzeit verzogen und machten der Sonne Platz.

Mit Babsi fuhren wir in den Cornwall Park wo wir einen Hightea genossen. Klassischen Tee mit Scones und anderen Leckereien, welche vor uns aufgetürmt wurden. Anschliessend wanderten wir über die Schafweide zum Gipfel und genossen die herrliche Aussicht auf die Stadt und die Umgebung von Auckland. 17:30h war nun ein wenig früh um schon im Italienerrestaurant Abendessen zu gehen. Wir gingen noch ein Apéro Bierchen trinken und plauderten ein wenig. Als dann Zeit war fuhren wir schnell bei der Jugi vorbei ,wo wir unser Te Koko Wein aus dem Kühlschrank holten. Nun war es Zeit zum Italiener zu gehen. Wir warteten recht lange auf unsere Vorspeise und dann nochmals so lange auf die Hauptspeise. Die Pizza war dafür Weltklasse und der Te Koko eine Klasse für sich. Nach einem Glas gaben wir den Resten des Weins Babsi ,welche auch Gefallen an diesem edlen Tröpfchen hat.

Babsi fuhr uns zur Unterkunft, wo wir unser Campingtischli, die Stühle, den Kuchen etc abgaben. Dann verabschiedeten wir uns von ihr.

Zurück in der Unterkunft galt es nun alles in den Rucksack zu packen, respektive zu quetschen. Ich habe natürlich keinen Platz für die Pfannen einkalkuliert, welche auf dem Hinweg Paule im Gepäck hatte. Er hat sich noch das Zelt dazugekauft und bangt um Übergewicht. Ich selber habe im Handgepäck kein Platz für die Pfannen da ich noch mein Objektiv und die Kamera hab.. Mhh mal schauen wie ich das anstelle.

Wie immer bin ich gegen 7:30h aufgestanden und widmete mich erneut dem Handgepäck.. Grrr da passt einfach nicht alles rein:-( Meine grüne Tasche @Sändy super praktische Tasche, macht einen zu überfüllten Anblick, wenn ich mit dieser auch noch am Flughafen aufkreuze.

Unsere letzten Essens und Materialüberbleibsel verschenkten wir beim Frühstück ein paar Deutschen, die beiden Essensschalen @Jon und Isi eure Empfehlung von Mucheln, haben sie als einziges nicht angenommen.

Wir packten unser Material ein und begaben uns in den Storrageraum ,wo wir die Gepäckstücke einstellten. Mit den Notebooks im Gepäck gingen wir Downtown und halten Aussschau nach einen Duffelbag, wo ich meinen Rucksack unterbringen könnte und die Pfannen als Handgepäck noch dazupacken kann.

Wir pilgerten der neu gestalteten Hafenmeile entlang und genossen die windige Aussicht auf das Meer und die Boote, welche draussen segelten.

In einem feinen Tapas Restaurant genehmigten wir uns einen kleinen Lunch. Nun wurden die Souvenirläden nach Kiwisouvenir durchstöbert. Wir verglichen die Preise und kauften mal nix. Auf dem Weg zum Skytower habe ich die wunderbarsten Kiwisouvenirs entdeckt, aber leider hab ich keinen Platz für einen 30cm grossen Stofftierkiwi. Und in der Hand diese Stofftierchen mitschleppen ist auch nicht so das Ding, hätte es einen Direktflug gegeben dann hätte es möglicherweise anders ausgesehen

Auf dem Skytower genossen wir die herrliche Rundumsicht von 360 Grad auf die Stadt, Bucht und das umliegende Land von Auckland. Auf gut 200 Meter konnten wir noch ein wenig mit den Scheiben posen und ein paar gute Schnappschüsse knipsen.

Danach begaben wir uns wieder in die Stadt und fanden noch ein Duffelbag, wo Paules Rucksack reinpasst. Ein Feierabend Bierchen genehmigten wir uns diesmal am Hafen in einer Bar mit Blick aufs Meer. Wir verabschiedeten uns vom Meer und gingen bergwärts mit Halt bei Souvenirshops wo wir Miniformat Souvenirs kauften.

Wir beschlossen uns nochmals ein leckeres neuseeländisches Beef zu genehmigen und assen stylish ein Steak mit Kartoffeln und Salat und tranken ein Gläschen Wein. Gesättigt, Paule nach dem Gingerpudding Dessert und dem Espresso, wanderten wir bergwärts zur Unterkunft. Hier packten wir nun alles um und zogen uns flugtaugliche Kleidung an. Per Taxi fuhren wir mit unserem schweren Gepäck zum Flughafen. Hier erlebten wir ein richtiges Eincheckprozedere..

Die alte Dame am Checkin Schalter nahm es übergenau. Das Bein unterstützen beim Gepäckwiegen zeigte beinahe Wirkung @hermano Du hast mir doch mal von diesem Trick erzählt.. Leider sah sie mein gebeutes Bein..Mein Rucksack war mit 21kg vollkommen im Rahmen, aber leider konnte ich kein einziges Gepäckstück mehr in den Rucksack packen, der war einfach zu voll mit Kleidern und Material. Die alte Dame nahm mir sämtliche Zündhölzli ab, welche ich im Rucksack hatte. Strange bis anhin hatte ich bei Zündhölzi nie ein Problem gehabt. Auch die MSR Fuel Bottel wollte sie mir wegnehmen.. Naja 60NZD wegschmeissen???

Nun wog sie noch unser Handgepäck und meine 14 kg waren der guten Dame doch zu viel. Nun gab sie uns die Möglichkeit sämtliche schweren Gegenstände aus dem Handgepäck zu entnehmen und separat zu packen. Wir entnahmen unseren Taschen sämtliches elektronisches Equipment. Fotokameras, Objektive, Zubehör etc seien von der 7kg Handgepäcklimite ausgeschlossen, meinte sie. Sie wunderte sich auch nicht, dass Paules Laptoptasche über 5kg wog … Ein paar schwere Bücher stopften wir noch in Paules Gepäcksack, wo schon sein schwerer Rucksack drin lagerte. O.K wir dachten, jetzt haben wir es geschafft. Nun zerrte die gute alte Dame uns zum Oversize Schalter. Hier mussten die Rucksäcke gescannt werden, da ich ja einen Brenner drin habe. Dem guten Mann beim Scanner habe ich erzählt das ich einen Whisperlighter mithabe. Er wusste scheinbar dass eine Flasche dazugehört und fragte mich ,wo ich die habe. Ich habe ihm gesagt, dass die alte Dame diese eingezogen habe. Er war richtig erstaunt und beschaffte mir die Flasche wieder da die alte Dame übervorsichtig war. Immerhin habe ich die Flasche und deren Wert von 60 NZD nicht verloren. Als dann auch Paules Gepäckstück gescannt wurde rief die eine Lady aus, da er 27 kg wog. Wir haben ihr erklärt, dass uns die alte Dame gesagt hat, wir sollen die Bücher in das grosse Gepäckstück packen. Naja so entfernten wir diese Gegenstände wieder und ich war wieder mit 14kg Handgepäck unterwegs. Paule sichtlich genervt und ich froh, dass ohne Zuschlag zu bezahlen mit der Verwirrung und der Umpackerei durchgekommen sind. Nun war auch schon bald Zeit um zu boarden. Somit blieb leider keine Zeit mehr um noch ein letztes Souvenir zu kaufen. Tja wer weiss evtl. beauftrage ich Babsi, wenn sie das nächste Mal in die Schweiz kommt mir ein Kiwi mit Realsound mitzubringen… Naja gegen Mitternacht haben wir unseren Platz im Flugzeug einnehmen können und die Maschine startete Richtung Shanghai.

Bay of Islands

Heute ging es wieder Ewigkeiten bis das Zelt getrocknet war. Gegen 10h verliessen wir den Campground und fuhren durch den Kauri Wald, um eine Baumgruppe mit dem Namen 4 Sisters und dem zweitgrössten Kauribaum Neuseelands anzusehen. Zu diesem Bäumen führen Spazierwege durch den hübschen Wald. Gigantisch war der zweitgröste Kauribaum von Neuseeland, so gross dass er kaum auf ein Foto passte.

Nach gut einem Kilometer Fahrt war auch der höchste Kauribaum von Neuseeland erreicht und wir bestaunten diesen riesigen Baum. Nachdem wir von Kauribäumen gesättigt waren, liessen wir den Wald schon bald hinter uns und fuhren weiter Richtung Nordosten. Bei einem Knobelspielladen 4 km abseits der Haupstrasse mussten wir Halt machen, um diese leidenschaftlichen Knobler mit ihren Sammlungen an Holzspielsachen zu besuchen.

Danach ging es weiter nach Opononi, wo wir einen Kaffee mit Sicht auf die grössten Sanddünen von Neusseland tranken. Bei einem Aussichtspunkt in der Nähe bestaunten wir nochmals die imposanten Sanddünen auf der gegenüberliegenden Meeresseite @Regi diese Dünen sind noch etwas grösser als Le Pilat bei Arcachon.

Nun fuhren wir bis nach Opua und nahmen dort die Autofähre, welche uns auf die andere Seite der Bay of Islands übersetzte. Hier war es nicht mehr weit bis Russel, wo wir uns im Holiday Park Campground einrichteten. Nach dem Einkauf in der Stadt begannen wir Flammkuchenteig und Brotteig zu machen. Endlich ein Backofen. Nur leider stürzten sich gleich 3 Partien auf den Ofen, so dass wir Mühe hatten unser Flammkuchen richtig gar zu bekommen.

Immerhin hatten wir gegen 23h auch unser Brot gebacken und ein paar Fotos für euch zuhause ausgewählt und konnten in unsere Schlafsäcke kriechen.

Am nächsten Morgen hatten wir bereits nach dem Morgenessen begonnen Couscous zu kochen für den abendlichen Salat und sind deshalb beinahe in Zeitnot geraten. Um 10h mussten wir beim Hafen unten sein, da hier unsere Segelyacht Phantom wartete. Capitan Rick und seine Frau Robin begrüssten uns ganz herzlich. Nebst uns beiden kamen noch sechs Reisende aus Deutschland mit,  welche am Vorabend mit uns den Backofen teilten. Ein australisches Paar und die beiden Iren Martin und James vervollständigten die ‘Crew’ .

Leider war es windstill, als wir vom Hafen ablegten.  Wir sahen dank des glatten Meers Pinguine im Wasser und fingen sogar ein Seeforelle. Mit Hilfe des Motors sind wir zur Robertson Insel gefahren und haben dort in einer Bucht mit ganz vielen Lagunen Halt gemacht. Rick setze uns an Land über und wir hatten die Gelegenheit die Insel von Oben anzuschauen, indem wir 15 Minuten auf einen Hügel kletterten. Super Panorama Sicht hatten wir von dort oben über fast die ganze Bay of Islands. Um die Mittagszeit wurden wir wieder abgeholt. An Bord hatte Robin in der Zwischenzeit feinstes Mittagessen für uns zubereitet, welches wir in Form eines Buffetlunches an Deck offeriert bekamen. Spinat Feta Wähe, Rübli um zu Dippen Guacamole, Pfirsichchutney, wunderbares Brot mit Feigen und die frisch gefangene Forelle, welch ein Festmahl, dazu gab es Tee mit Zitronensaft zum Trinken:-)

Unterdessen ist der Wind aufgekommen. Als wir mit dem Essen fertig waren, wurden die Segel gehisst und wir durften das Boot steuern. Als wir das Boot wendeten, übernahm der erfahrene Segler Martin das Steuer. Wir waren ganz schön beeindruckt wie rasant man mit diesem Schiff segeln kann. Rick und Martin erläuterten uns ein paar Segelbegriffe und erklärten, dass es darum gehe ein Vakuum auf den Segel zu erzeugen damit man vorwärts komme.

Gegen 16h erreichten wir dann Russel und wir verabschiedeten uns von den sehr netten Segelgastgebern. Wenn Segeln in der Schweiz nur nicht so teuer wäre, dann würde ich das vermutlich auch mal versuchen:-)

Aber ich denke zuerst werden wir mal nach Irland zu Martin reisen und mal schauen wie es ist in kälteren Gewässern zu segeln.

Im nahen Supermarkt kauften wir BBQ Fleisch und nochmals ein wenig Bier ein. Auf dem Campingplatz angekommen bereiteten wir Couscoussalat zu und brutzelten unser Fleisch auf dem Grill. Anschliessend demonstrierten wir den interessierten deutschen Kollegen vom Schiff unsere Fotobearbeitungsprogramme auf dem Laptop. Paule ist der Meinung wir sollten von Adobe Prozente erhalten für unsere Kaufempfehlungen 😉 Bevor im Camp die Lichter ausgingen haben wir die besten Fotos vom Milfordsound hochgeladen.

 

Kauri Wald

Wir haben noch etwas an Zeit übrig und die grossen gigantischen Kauri Bäume, wollen wir uns schon noch ansehen. So fuhren wir nachdem wir in Piha den heiligen Lion Rock erklummen haben über viele windige Strässchen ca 5 Stunden in den Kauri Wald.

@Autofreunde unter euch, wer meint 250km seien hier vor dem Morgenessen zurückzulegen, den müssen wir enttäuschen. Die Maximalgeschwindigkeit ausserorts und auf Autobahnen beträgt 100km/h. Häufig kann man diese Geschwindigkeit aufgrund der Strassenbeschaffenheit oder eines vorausfahrenden Fahrzeuges nicht halten.

In Dagarsville stockten wir unsere Vorräte auf. Brot, im Falle wir keinen Backofen vorfinden, Speck und Hockey Pockey Schoggi.

Nun waren es noch gut 50 Kilometer bis zum Campingplatz. Den Holiday Park hatten wir verpasst und fuhren dann zum DOC Campground in Waipoua. Inmitten des Waldes auf einer Lichtung lag das Visitorcenter und dahinter der Campground.

Schnell war das flache Plätzchen für unser Zelt gefunden und das Zelt aufgestellt. Unsere Vorräte verstauten wir diesmal in unserer Kühltasche in der Küche. Dann begaben uns zu einem Apéro Bierchen zu unserem Zelt und genossen die Sonne.

Bald war Zeit um unsere Kürbissuppe zu kochen und wir gingen mit unserem Gemüse und der Küche (kleines Rucksäcken mit Pfanne, Brettchen, Kellen, Besteck und Gewürzen) zur Küche.

Dort angekommen entdeckten wir eine Hündin die uns unschuldig anblickte.. Mir kam dies sehr verdächtig vor. Normalerweise sieht man in Neuseeland keine Freilaufenden Hunde.

In der Küche war unsere rote Box geöffnet und die Dörrfrüchte lagen auf dem Boden. Aha ich wusste das muss ein Hund gewesen sein. Einmal um die Hausecke gucken und da fanden wir auch die Überreste unserer Hockey Pockey Packung. Der Hund hat eine verschweisste Verpackung aufgebissen und fast alle darin verpackten kleinen Schoggiriegel gefressen. Noch ein einziges Riegeli hat er uns überlassen. Naja nicht so schlimm, solang es nur die Hockey Pockey Schoggiriegel sind.

Wir begannen Speck anzubraten und das Gemüse für die Kürbissuppe zu schnippeln. Beim Kochen der Suppe stellten wir fest, dass wir unser frisch gekauftes Brot auch nicht mehr haben. Ein weieres Opfer des verfressenen Hundes. Glücklicherweise haben uns nette Österreicher ein Stück von ihrem Brot abgegeben, so dass wir noch Brot zum Frühstück haben.

Nach dem Abendessen gingen wir mit einem Maori Guide auf eine Abendspaziergang. Als erstes lernten wir wie man mit Flachs Freundschaftslilien flechtet. Nach Maori Tradition mussten wir dann unsere geflochtenen Blumen einander schenken.

Danach hörten wir den rufenden Kiwis zu und erhielten amüsante Informationen über die hiesigen emanzipierten Kiwiweibchen. Weil wir nur zu zweit auf der Nachttour waren, konnten wir mit unserer Maori Führerin im Auto losfahren. Sie hat uns zu verschiedenen Kauri Bäumen in der nahen Umgebung gefahren und uns etwas darüber erzählt. Anscheinend läuft ein Baumpflanzprogramm mit Japan und so wurden ganz viele Kauri Bäume von Japanern gepflanzt.

Zuletzt haben wir in einem stehenden kleinen Bach noch Aale beobachtet und sahen ein Wiesel durch den Bach schwimmen. Zum Abschluss sang sie für uns noch ein traditionelles Maori Lied und dann war es schon wieder Zeit zu schlafen.

 

Raglan wir kommen

Das verschlafene Mokau haben wir schon bald hinter uns gelassen. Zugegeben ausser der Durchgangsstrasse und dem Campingplatz haben wir von Mokau auch gar nix gesehen.

Diesmal war das Zelt ebenfalls feucht, aber längst nicht mehr so wie die Nacht zuvor.

Wir stoppten unterwegs für einen Kaffee mit feinstem Muffin:-) und Dattelscone. Danach war es nicht mehr weit bis nach Raglan.

Um ca 13h waren wir auf dem Campingplatz und stellten unser Zelt auf. Als erstes erkundeten wir den nahen Sandstrand und flanierten noch ein wenig durch das Städtchen.

Wieder zurück mit einem Surfstopp vor der Bibliothek, welche den Reisenden sogar Kissen spendiert (viele Leute lagern vor der Bibliothek am Boden und surfen auf ihren Laptops und Smartphones) So auch wir beide:-) Gegen 16:30h waren wir wieder auf dem Campingplatz zurück und stiegen ins Auto und fuhren bis zum 10km entlegenen Surfstrand. Leider war es Ebbe und keine Surfer am Wellenreiten:-(

Naja auch bei dem nächsten Surferstrand waren keine Surfer im Wasser:-( Tja noch ein letzter Strand. Hier waren ein paar Anfänger im Wasser und genossen das Wellenreiten. Wir beobachteten das Geschehen aus der Höhe und beschlossen uns bald auf die Rückfahrt zum Campingplatz zu begeben.

Hier köcherlten wir schon bald unser Gemüsecurry.

Schon 19:45h , jetzt mussten wir uns beeilen und haben in letzter Minute noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang einfangen können. Wir marschierte noch ein paar Kilometer dem Strand entlang und als sich der Vollmond zeigte stellte Paule das Stativ auf und knipste den Mond und die schöne Reflexion auf dem Wasser.

Unterdessen schwoll der Wasserstand an, denn die Flut naht,  so begaben wir uns auf dem Rückmarsch, gerade noch rechtzeitig, ohne nassen Füsse zu bekommen.

Zurück im Camp setzten wir uns noch vor die Küche und erstellten Fotogalerien für euch:-)

Zum Mount Egmont oder doch Mount Taranaki

Wunderbares Wetter in Wellington, wenn Engel reisen:-)…..

Als erstes gab es wieder Poriddge zum Frühstück mit ein paar frisch geschnippelten Früchtchen. Dann hiess es bald alles ins Auto verladen und Abschied von Bill und Misty zu nehmen.

Schnell den Tank füllen und dann auf dem Highway N1 nordwärts. Nach gut einer Stunde Fahrt passierten wir das Outdoorparadies Otaki. @Ela das wäre auch ein Shoppingparadies für dich à la Foxtown:-) Ich habe dort die Icebreakerschnäppchen errungen. T-Shirts zu Preisen um die 30 NZD, was extrem günstig ist, verglichen mit unseren Ladenpreisen in der Schweiz und hier in Neuseeland. Paule fand in seiner Grösse kein einzig passendes Kleidungsstück:-(

Die Fahrt ging dann weiter nach Whanganui, wo wir den Mittagsrast einlegten.

Stratford am Fusse des imposanten Vulkanberges Mount Egmont oder Taranaki war unser Tagesziel. Hier logierten wir auf einem Holiday Park Campground. Neben dem Campingplatz begann ein toller Buschwalk, welcher wir erkundeten. Zuerst landeten wir auf einem Militärfitnesspark oder doch Kampfarena? Mir kamen die Gerätschaften eher so vor als ob man sich auf einem Vitaparcour befand. Wir beschlossen die verschiedenen Geräte auszuprobieren und unsere Fitness zu testen;-)

Langsam neigte sich die Sonne dem Horizont zu und der Mount Taranaki war ein super Fotosujet für uns. Als sich die Sonne schlafen legte, begannen wir mit dem Kochen des Abendessens. Couscous wäre eigentlich nur als Beilage zum Filet gedacht gewesen. Aber als wir die Riesenportion Couscous in der Pfanne sahen, beschlossen wir spontan das Fleisch auf den nächsten Tag zu verschieben und genossen für einmal ein vegetarisches Gericht. Anschliessend bearbeiteten wir noch ein wenig Fotos, bevor wir uns ins Zelt in unsere Schlafsäcke legten.

Am nächsten Morgen war unser Zelt auch ohne Regen plotschnass. Es dauerte ewig bis das Innenzelt trocknete und wir das Aussenzelt noch nass ins Auto packten. Leider war schon 9h bis wir endlich Stratford verliessen. Viel zu spät um auf den Gipfel des Mount Taranaki zu klettern:-( Wir fuhren zum East Egmont Parkplatz, wo wir einen wunderbaren Ausblick auf den Mount Taranaki und die anderen Vulkane Tongariro, Nagharue und Ruapehu, hatten. Diese Vulkane hatten wir vor einem Monat besucht. Nachdem wir ein paar Fotos von der Aussichtsplattform geknipst hatten wollten wir noch ein wenig wandern. Die erste Wanderroute, welche wir einschlagen wollten, führte primär durch Wald ohne Aussicht. Deshalb kehrten wir wieder um und stiegen aufwärts. Wir passierten einen Skilift und kletterten über Treppenstufen aufwärts. Nachdem wir die Baumgrenze hinter uns gelassen hatten, kamen wir bald zu einer privaten Hütte. Hier legten wir Mittagsrast ein und tauschten uns mit Leuten aus, welche vom Gipfel wieder zurück kamen. Definitiv 2h zu spät waren wir gestartet. Tja man muss auch nicht alles auf einer Reise erleben, sonst gibt es nix mehr zu unternehmen, wenn man möglicherweise ein zweites oder für Paule ein drittes Mal herkommen würde.

Wieder zurück beim Parkplatz fuhren wir noch gut 2h nordwärts nach Mokau. Unterwegs stoppten wir bei einer Bio Bierbrauerei, welche saures Erdbeerbier und andere interessante Sorten Bier braute. Wir degustierten uns durchs Sortiment und stellten fest, dass die Aromen dieser Biere viel intensiver sind verglichen mit den meisten Biere, die wir bisher in Neuseeland getrunken haben. Unsere Kühlbox wurde dann um ein paar Flaschen Mike Biobier erweitert.

In Mokau waren wir nebst einem älteren Kiwi Ehepaar die einzigen Gäste auf dem Campingplatz.

Der Rest Couscous vom Vortag verarbeiteten wir zu einem Salat und brutzelten unser Filet zum Abendessen. Der Blog wurde um ein paar Zeilen gefüttert und ein paar Fotos für die Gallery auserwählt, welche ich demnächst sehen könnt:-)

Wellington mit Bill

Unsere Campingnacht im Wohnzimmer von Bill war gemütlich. Nur seine WC Spühlung funktioniert nicht mehr richtig. Auch die vielen Tricks wie man Spühlen kann, halfen nicht wirklich weiter. Der arme Bill musste am Morgen als erstes die WC Spühlung aus dem letzten Jahrtausend reparieren.

Zum Morgenessen bereitete Bill uns eine gigantische Portion Poriddge zu. Mhh muss sagen nicht wirklich meine Leibspeise. Einen Teil überliess ich Misty, dem hübschen Mischlingshund, der Bill durch den Alltag begleitet.

Bill wollte uns etwas nettes zeigen. So stiegen wir in sein Auto und haben als erstes Misty zu einer alten Dame gebracht, welche den ganzen Garten voller Begonien hat. Anschliessend ging es über den Hügel, dem wunderbaren Scenic Drive dem Strand entlang bis ins Bay of Island Quartier, wo seine Tocher Suzanne mit ihrem Mann Andy und den Kids wohnt. Wir besuchten die beiden bei der Hausrenovation und gingen zusammen in ein nahes Cafe ein wenig pläuderln. Suzanne und Bill haben Regi und ich auf unserer Südamerikareise kennengelernt @Regi ganz herzliche Grüsse von Suzanne und Bill.

Nun war bald Mittagszeit und Bill hatte mit uns einen etwas grösseren Ausflug vor. Wir bestiegen sein Auto und fuhren etwa zwei Stunden durch das Hinterland von Wellington zum Lake Ferry. Ein wunderbarer See direkt am Strand, welcher ab und zu mit Meerwasser gefüllt wird.

Wir assen dort feinen Fish und Chips zum Mittag und spazierten noch eine Weile dem schönen Kieselstrand entlang.

Imposant war die Brandung an diesem Strand. Im Meer gibt es das ganze Repertoire an Haien zu sehen laut Bill, der ein pensionierter Ozeanograph ist. Für alle Hailiebhaber unter euch, ggf mal eine Reise wert.

Als die Flut mit den grossen Wellen uns nasse Füsse besorgte, verliessen wir diesen schönen Ort und fuhren nach Wellington zurück. Bill hat uns beide bei sich zuhause abgeladen und ging dann Misty abholen und der alten Frau Blumen giessen helfen.

In der Zwischenzeit kam Peter von der Arbeit nach hause. Wir nahmen mit ihm zusammen ein Bierchen und bereiteten den Teig für das Abendessen zu. Dann war für uns Zeit in den Supermarkt zu gehen und für das Abendessen einzukaufen.

Zurück mit den Einkäufen wurde als erstes der versprochene Zitronencake für Bill gebacken. Ein Knoblauchbrot zum Apéro, Fruchtsalat und ein grüner Salat bereitete Paule zu, währenddem ich mich dem Brotteig widmete und begann den Flammkuchen zu belegen.

Zum Flammkuchen Abendessen gab es den feinen Gewürztarminer von der Gibson Bridge. Bill fand das Essen sehr lecker. Wir schauten noch eine ganze Weile seine Bilder aus Südamerika an und schwelgten in Erinnerungen:-)

Am nächsten Tag war es bedeckt und das frisch gebackene Brot war mit den Resten vom Fruchtsalat zum Porridge eine gute Abwechslung:-)

Da sich heute die Sonne hinter den Wolken vor uns versteckte, fuhr uns Bill nach Wellington ins City Center zum Te Papa Museum. Ein sehr informatives Nationalmuseum, für welches man keinen Rappen Eintritt bezahlt:-)

Wir schauten uns als erstes die Tierwelt von Neuseeland an. Wahnsinn, die haben eine gigantische Riesenkrake ausgestellt. Diese wurde vor Jahren aus dem kalten Wasser gezogen und fand nun ihre letzte Ruhe im Museum. Das Auge ist in etwa Fussballgross, könnt ihr die Ausmasse des Körpers und der Tentakel vorstellen?

Weiter bewunderten wir die geologische Ausstellung mit dem Erdbebensimulator und den Vulkanen und deren Eruptionen. Zuletzt pilgerten wir noch durch die Kulturecke der Maori, und den ersten europäischen Siedler.

Jetzt wollten wir uns in der Kaffeehauptstadt von Neuseeland ein Kaffee gönnen. Gesagt getan dem Hafenquai entlang ging es zu einem leckeren Cappucino für Paule mit Schoggipulver und für mich mit Zimt:-)

Der Wind bliess uns noch immer stark um die Ohren. Leider hatte es beim Cabel Car zuviele Leute die anstehen. Seit Hong Kong stehen wir für ein Cabelcar nicht mehr an. So pilgerten wir durch die Stadt und „Schneuggten“ durch Buchläden. Wieder beim Cabelcar noch immer 30min Wartezeit… Nein nein ohne uns.. Das Parlamentsgebäude wollten wir uns noch anschauen. Auf dem Rückweg noch mal schnell beim Cabelcar vorbeischauen.. Juppi keine Menschen die anstehen:-) Schnell war das Ticket gelöst und wir fuhren mit der Cabelcar zum Botanischen Garten hoch. Hier genossen wir die Sonnenstrahlen, die uns nun entgegen blinzelten und knipsten ein paar Fotos auf die Bucht vor Wellington. Durch den Botanischen Garten ging es abwärts in die Stadt, vorbei an alten Gräbern aus der Gründungszeit und dann mit dem Bus nach Miramar zurück. Wir beschlossen ein Guacamole Apéro mit Bill zu machen. Dazu schauten wir uns wieder Bilder an und zeigten Bill unsere Heimat. Als Dankeschön für die Kost und Logi luden wir Bill zu einem indischen Nachtessen ein. Anschliessend fuhr er bei Dunkelheit uns nochmals dem Meer entlang zu sich nach Hause. Jetzt erhielt Bill von Paule noch eine Lektion Lightroom Fotobearbeiten. Wir sind gespannt ob er sich dieses Programm auf seinem Rechner installiert und damit klar kommt. Immerhin ist Bill schon 75 Jahre alt.

 

Weintasting

Heute heisst es einmal mehr Abschied nehmen:-( Tony haben wir bereits gestern Abend Tschüss gesagt. Olive war die nächste Dame, welche Sonja gegen 9h in die Krippe fuhr. Danach kam Sonja nochmals zurück und wir sagten auch ihr Tschüss und verstauten unser Gepäck im Auto.

Via der empfohlenen Route von Tony verliessen wir Christchurch in Richtung Norden und fuhren bis Kaikoura durch. Hier hielten wir kurz für ein Lunchstopp, bevor die Fahrt weiter zum Ohau Point ging wo wir eine grosse Robbenkolonie beobachten konnten. Beim malerischen Kaffee am Kekerengu Point genehmigten wir uns ein Kaffee mit leckerem Rüblikuchen.

Nun waren es noch knapp eine Stunde und wir erreichten Blenheim. Jetzt galt es keine Zeit zu verlieren und auf schnellstem Weg das Weingut Fromm aufsuchen. Hier angelangt gab es die erste Weinprobe. Nachdem wir uns durch die Weine dieses Weinguts degustiert hatten war der Fall für uns klar, wir kauften zwei Flaschen vom Riesling Spätlese des Jahres 2012. Glücklicherweise lag dort eine Karte der Weingüter auf und wir konnten uns dank dieser Karte zum nächsten empfohlenen Weingut Gibson Bridge navigieren. Hier hatten wir die Ehre von einer sehr gesprächigen Dame empfangen zu werden, welche uns eine ganze Stunde lang ihre leckeren Weine vorstellten und darüber berichteten. Wir kauften schlussendlich 2 Flaschen super guten Pinot Gris der Cellar Selection 2009 und ebenfalls 2 Flaschen Gewürztraminer Reserve 2011 @Cathy und Marc auch hier gibt es Elsässerwein:-)

Nun war es bereits 17h und somit Türschluss bei den Weingüter. Unser Plan nach Blenheim auf den Campingplatz zu gehen skippten wir, nachdem wir die Empfehlung erhielten ins Watson’s Way Backpackers mit Campingplatz in Renwick zu gehen. Hier durften wir das mit Liebe ausgestattetem Backpacker mitnutzen und schlugen im Garten unser Zelt auf. Leider hatte es dort keinen Backofen, so vertagte ich das Kuchen backen. In der Delikatessenabteilung des kleinen Supermarkts kauften wir noch ein paar Leckerein ein und begaben uns dann zum Hostel wo wir eine feine Flasche Pinot Gris zu Käse, Oliven, Rauchlachs, Salami, Brot und der Tomententarpenade genossen. Anschliessend forderte mich Paule zum Tennisspielen. Ich stand das erste Mal in meinem Leben auf einem Tennisplatz mit einem Racket in der Hand und versuchte den Ball zu erwischen. Paule lachte sich beinahe kaputt über meine Luftschläge.. Ich bleibe glaub dem Badminton treu, ausser es gelingt jemandem von euch mit zu einem Squash oder Tennisanfängerkurs in der Heimat zu überreden:-)

Als es dann langsam dunkel wurde bearbeiteten wir eine Runde Fotos, bevor wir uns ins Zelt schlafen legten.

Wie immer bin ich nach 7h wach und wollte nun endlich meine Joggingschuhe einlaufen. Ich ging eine halbe Stunde lang durch die Reben Joggen. @Schimmel ich habe meine Schuhe eingelaufen. @Cousin Johannes ein Rebenjoggingweg wäre doch was für dich und dein Rebgut 😉

Ich freute mich nun auf die kühlende Dusche und das Zmorgenessen.

Erfrischt und gestärkt verpackten wir unser Camping Equipment, packten den Lunch und fuhren zum empfohlenen Weingut Cloudy Bay. Hier wollen wir Rotwein kosten. Aber keiner dieser Rotweine konnte uns überzeugen. So kauften wir hier einen leckeren teuren Te Koko Wein aus dem 2009, welchen wir mit Verstand geniessen müssen.

Nun war es schon nach elf und wir fuhren nach Picton, wo wir um 12h für die Interislander Fähre eincheckten. Nun war langes warten an der brütenden Sonne angesagt, bis wir endlich in den Bauch der grossen Fähre fahren durften. Auf der Fähre suchten wir uns ein Plätzchen und begannen den Blog upzudaten.

Als die Fahrt durch die wunderbaren Sounds vor Picton los ging, haben wir uns zum Sonnendeck begeben und ein paar Fotos geknipst. Die Landschaft sieht bei strahlendem Sonnenschein komplett anders aus als auf unserer regnerischen Hinfahrt zur Südinsel. Gestärkt mit einem Mittagessen im Bauch erreichten wir schon bald die Nordinsel.

Um 17h konnten wir dann auch die Fähre verlassen und fuhren durch Wellington in den Stadtteil Miramar zu Bill nach Hause.

Welch ein Wiedersehen, sein Arbeitskollege Peter, welcher im Moment bei Bill wohnt, die Hundedame Misty und ihre Kollegin Tewaui begrüssten uns mit einem Willkommensbierchen. Wir schwappten vom Bier zum feinen Rotwein aus Frankreich über und assen Oliven und Camembert mit Cracker. Bill begann dann zu kochen und als Angie die Besitzerin von Tewaui vorbei kam gab es Pasta zum Abendessen. Wir hatten eine gemütliche Runde bis spät in die Nacht. Paule und ich durften unsere Mätteli in Bills Wohnzimmer ausbreiten und fielen schon bald in tiefen Schlaf.

 

Auf ins Erdbebengebiet Christchurch

Uh sieht heute das Wetter wolkenverhangen aus:-( Schnell alles verräumen und das Zelt abbauen, man weiss nie, wie lange es dauert bis die ersten Regentropfen fallen.

Wir entschieden uns nach Lyttelton zu fahren da uns die wolckenverhangenen Berge nicht geheue waren. Unterwegs regnete es dann tatsächlich noch und wir betätigten mal wieder die Scheibenwischer;-)

In Lyttelton der Hafenstadt von Christchurch angelangt stellten wir fest, dass viele Gebäude gar nicht mehr existieren und es ziemlich viel Schaden an den Strassen gegeben hat. Eine Strasse war sogar gesperrt so konnten wir uns gar nicht zum Timeball begeben.

Nach einem Kaffee beschlossen wir durch den Tunnel nach Christchurch zu fahren.

Wir wollten nochmals das Meer und fuhren nach Sumner, einem Vorort von Christchurch. Auch hier hat das Erdbeben von 2011 grosse Schäden angerichtet. Die Strassen waren in einem schlechten Zustand und konnten teilwise nur mit 30 km/h befahren werden. Die Strasse wurde mehrfach von zwei aufeinander gestapelten Container gesäumt damit keine Gesteinsbrocken von den instabilen Klippen auf die Strasse fallen.

Wir genossen den Strand und waren ziemlich froh über unsere windabweisenden Kleider, welche uns vor dem kalten Wind schützten.

Um 17h fuhren wir dann nach Christchurch und fanden das Zuhause von meiner KV Kollegin Sonja und ihrem Mann Tony auf Anhieb.

Sie begrüssten uns ganz herzlich und auch die 13 Monate alte Tochter Olive hatte ihren Spass ans uns Schweizergästen.

Die letzten Schweizerschoggi und Läckerli fanden nun den Weg in Schweizer Hände:-)

Tony und Sonja verwöhnten uns mit einem leckeren Barbecue:-) Danach gab es zum Kaffee und Kuchen noch leckeren homemade Limoncello von Tony. Wir bearbeiteten noch einige Fotos, bevor wir uns ins Gartenzimmer schlafen legten.

Der nächste Tag startete mit einem gemütlichen Morgenessen mit frisch gebrautem Kaffee:-)

Eine obligate Spielrunde mit Olive durfte nicht fehlen. Danach gingen Paule und ich zu Fuss in die Innenstadt. Wir streiften viele Häuserlücken und sahen Gebäude ausgehölt oder eingerüstet. Plötzlich standen wir vor einem 2 Meter hohen Zaun, mit dem einem grossen Schild ‘Road closed´.

Wir sahen Bauarbeiter wie sie mit ihren Lastwagen Schutt abtransportierten und Krane, welche mehrstöckiges Gebäude abrissen. Ansonsten waren schon viele Gebäude abgerissen worden. Teilweise konnten wir noch erblicken welche Shops drin waren. Irgendwie eine verlassene Innenstadt. Oder eine Stadt mit einem inexistenten und toten Zentrum. Schwierig dies zu beschreiben. Auch zwei Jahre nach dem Erdbeben sind die Spuren der Zerstörung allgegenwärtig. Wir waren beeindruckt wie die Christchurcher mit der Situation umgehen und mit einfachen Mittel versuchen ein wenig Normalität in die Innenstadt zu bringen. Zum Beispiel mit der Popup Malls einem Einkaufszentrum aus bunten Container mit Shops, Cafes und Imbissständen. Hier besuchten wir zuerst die Earthquake Ausstellung über die beiden schweren Erdbeben von Christchurch und waren enorm beeindruckt vom Schaden, welcher angerichtet wurde. Glücklicherweise war das erste Beben um 4:35h am Morgen früh. Das zweite war am späten Nachmittag. Damals stürzten ganz viele Gebäude ein. Auf einem Video einer Überwachungskamera sahen wir zu wie die Erde erschüttert wurde, Passanten herumschwankten, die Strasse Risse erhielt und Passanten im Türrahmen eines einstürzenden Gebäude Schutz suchten und tatsächlich am Ende unverletzt davon gingen.

Nach der Ausstellung assen wir beim beim empfohlenen Griechen ein Suvlaki:-)

Wir zogen noch ein paar Blöcke weiter dem Fluss entlang und sahen immer wieder Gebäude die abgestützt oder teilweise abgerissen wurden. Auch die Kathedrale sah sehr übel aus. Hier fehlte so ziemlich alles. Sonja und Tony sagten uns beachtet mal die Menge an Parkplätzen die es nun in der Innenstadt hat. Wir stimmten ihnen zu. Jetzt wollten wir noch ein paar schöne Karten kaufe um diese nach Hause zu senden. Was sehr schwierig war. Die meisten Souvenirläden gingen ein und solche welche überlebten, hatten keine ausreichend schönen Karten. Nach einem Abstecher in der Kunstgalerie beim Botanischen Garten gingen wir via einem Haushaltscenter, wo wir Gadgets anschafften, wieder zurück zu Sonja und Tony.

Wir kauften im Supermarkt die Zutaten für das Abendessen ein. Wir hatten versprochen, dass wir die beiden bekochten. Wieder zurück bei ihnen kochten wir Curry und leckeren Fruchtsalat. Ich nutzte den Ofen und buck noch Zopf bis spät in die Nacht.