Diesmal weckte mich ein Flugzeug, welches über das nahe Flugfeld donnerte. Um 7h war ich schon wach und beschloss mich leise aus dem Zelt zu stehlen, um Paule ja nicht zu wecken. Ich zog mir die Joggingschuhe an und wollte … Continue reading
Raglan wir kommen
Das verschlafene Mokau haben wir schon bald hinter uns gelassen. Zugegeben ausser der Durchgangsstrasse und dem Campingplatz haben wir von Mokau auch gar nix gesehen.
Diesmal war das Zelt ebenfalls feucht, aber längst nicht mehr so wie die Nacht zuvor.
Wir stoppten unterwegs für einen Kaffee mit feinstem Muffin:-) und Dattelscone. Danach war es nicht mehr weit bis nach Raglan.
Um ca 13h waren wir auf dem Campingplatz und stellten unser Zelt auf. Als erstes erkundeten wir den nahen Sandstrand und flanierten noch ein wenig durch das Städtchen.
Wieder zurück mit einem Surfstopp vor der Bibliothek, welche den Reisenden sogar Kissen spendiert (viele Leute lagern vor der Bibliothek am Boden und surfen auf ihren Laptops und Smartphones) So auch wir beide:-) Gegen 16:30h waren wir wieder auf dem Campingplatz zurück und stiegen ins Auto und fuhren bis zum 10km entlegenen Surfstrand. Leider war es Ebbe und keine Surfer am Wellenreiten:-(
Naja auch bei dem nächsten Surferstrand waren keine Surfer im Wasser:-( Tja noch ein letzter Strand. Hier waren ein paar Anfänger im Wasser und genossen das Wellenreiten. Wir beobachteten das Geschehen aus der Höhe und beschlossen uns bald auf die Rückfahrt zum Campingplatz zu begeben.
Hier köcherlten wir schon bald unser Gemüsecurry.
Schon 19:45h , jetzt mussten wir uns beeilen und haben in letzter Minute noch ein paar Fotos vom Sonnenuntergang einfangen können. Wir marschierte noch ein paar Kilometer dem Strand entlang und als sich der Vollmond zeigte stellte Paule das Stativ auf und knipste den Mond und die schöne Reflexion auf dem Wasser.
Unterdessen schwoll der Wasserstand an, denn die Flut naht, so begaben wir uns auf dem Rückmarsch, gerade noch rechtzeitig, ohne nassen Füsse zu bekommen.
Zurück im Camp setzten wir uns noch vor die Küche und erstellten Fotogalerien für euch:-)
Zum Mount Egmont oder doch Mount Taranaki
Wunderbares Wetter in Wellington, wenn Engel reisen:-)…..
Als erstes gab es wieder Poriddge zum Frühstück mit ein paar frisch geschnippelten Früchtchen. Dann hiess es bald alles ins Auto verladen und Abschied von Bill und Misty zu nehmen.
Schnell den Tank füllen und dann auf dem Highway N1 nordwärts. Nach gut einer Stunde Fahrt passierten wir das Outdoorparadies Otaki. @Ela das wäre auch ein Shoppingparadies für dich à la Foxtown:-) Ich habe dort die Icebreakerschnäppchen errungen. T-Shirts zu Preisen um die 30 NZD, was extrem günstig ist, verglichen mit unseren Ladenpreisen in der Schweiz und hier in Neuseeland. Paule fand in seiner Grösse kein einzig passendes Kleidungsstück:-(
Die Fahrt ging dann weiter nach Whanganui, wo wir den Mittagsrast einlegten.
Stratford am Fusse des imposanten Vulkanberges Mount Egmont oder Taranaki war unser Tagesziel. Hier logierten wir auf einem Holiday Park Campground. Neben dem Campingplatz begann ein toller Buschwalk, welcher wir erkundeten. Zuerst landeten wir auf einem Militärfitnesspark oder doch Kampfarena? Mir kamen die Gerätschaften eher so vor als ob man sich auf einem Vitaparcour befand. Wir beschlossen die verschiedenen Geräte auszuprobieren und unsere Fitness zu testen;-)
Langsam neigte sich die Sonne dem Horizont zu und der Mount Taranaki war ein super Fotosujet für uns. Als sich die Sonne schlafen legte, begannen wir mit dem Kochen des Abendessens. Couscous wäre eigentlich nur als Beilage zum Filet gedacht gewesen. Aber als wir die Riesenportion Couscous in der Pfanne sahen, beschlossen wir spontan das Fleisch auf den nächsten Tag zu verschieben und genossen für einmal ein vegetarisches Gericht. Anschliessend bearbeiteten wir noch ein wenig Fotos, bevor wir uns ins Zelt in unsere Schlafsäcke legten.
Am nächsten Morgen war unser Zelt auch ohne Regen plotschnass. Es dauerte ewig bis das Innenzelt trocknete und wir das Aussenzelt noch nass ins Auto packten. Leider war schon 9h bis wir endlich Stratford verliessen. Viel zu spät um auf den Gipfel des Mount Taranaki zu klettern:-( Wir fuhren zum East Egmont Parkplatz, wo wir einen wunderbaren Ausblick auf den Mount Taranaki und die anderen Vulkane Tongariro, Nagharue und Ruapehu, hatten. Diese Vulkane hatten wir vor einem Monat besucht. Nachdem wir ein paar Fotos von der Aussichtsplattform geknipst hatten wollten wir noch ein wenig wandern. Die erste Wanderroute, welche wir einschlagen wollten, führte primär durch Wald ohne Aussicht. Deshalb kehrten wir wieder um und stiegen aufwärts. Wir passierten einen Skilift und kletterten über Treppenstufen aufwärts. Nachdem wir die Baumgrenze hinter uns gelassen hatten, kamen wir bald zu einer privaten Hütte. Hier legten wir Mittagsrast ein und tauschten uns mit Leuten aus, welche vom Gipfel wieder zurück kamen. Definitiv 2h zu spät waren wir gestartet. Tja man muss auch nicht alles auf einer Reise erleben, sonst gibt es nix mehr zu unternehmen, wenn man möglicherweise ein zweites oder für Paule ein drittes Mal herkommen würde.
Wieder zurück beim Parkplatz fuhren wir noch gut 2h nordwärts nach Mokau. Unterwegs stoppten wir bei einer Bio Bierbrauerei, welche saures Erdbeerbier und andere interessante Sorten Bier braute. Wir degustierten uns durchs Sortiment und stellten fest, dass die Aromen dieser Biere viel intensiver sind verglichen mit den meisten Biere, die wir bisher in Neuseeland getrunken haben. Unsere Kühlbox wurde dann um ein paar Flaschen Mike Biobier erweitert.
In Mokau waren wir nebst einem älteren Kiwi Ehepaar die einzigen Gäste auf dem Campingplatz.
Der Rest Couscous vom Vortag verarbeiteten wir zu einem Salat und brutzelten unser Filet zum Abendessen. Der Blog wurde um ein paar Zeilen gefüttert und ein paar Fotos für die Gallery auserwählt, welche ich demnächst sehen könnt:-)
Wellington mit Bill
Unsere Campingnacht im Wohnzimmer von Bill war gemütlich. Nur seine WC Spühlung funktioniert nicht mehr richtig. Auch die vielen Tricks wie man Spühlen kann, halfen nicht wirklich weiter. Der arme Bill musste am Morgen als erstes die WC Spühlung aus dem letzten Jahrtausend reparieren.
Zum Morgenessen bereitete Bill uns eine gigantische Portion Poriddge zu. Mhh muss sagen nicht wirklich meine Leibspeise. Einen Teil überliess ich Misty, dem hübschen Mischlingshund, der Bill durch den Alltag begleitet.
Bill wollte uns etwas nettes zeigen. So stiegen wir in sein Auto und haben als erstes Misty zu einer alten Dame gebracht, welche den ganzen Garten voller Begonien hat. Anschliessend ging es über den Hügel, dem wunderbaren Scenic Drive dem Strand entlang bis ins Bay of Island Quartier, wo seine Tocher Suzanne mit ihrem Mann Andy und den Kids wohnt. Wir besuchten die beiden bei der Hausrenovation und gingen zusammen in ein nahes Cafe ein wenig pläuderln. Suzanne und Bill haben Regi und ich auf unserer Südamerikareise kennengelernt @Regi ganz herzliche Grüsse von Suzanne und Bill.
Nun war bald Mittagszeit und Bill hatte mit uns einen etwas grösseren Ausflug vor. Wir bestiegen sein Auto und fuhren etwa zwei Stunden durch das Hinterland von Wellington zum Lake Ferry. Ein wunderbarer See direkt am Strand, welcher ab und zu mit Meerwasser gefüllt wird.
Wir assen dort feinen Fish und Chips zum Mittag und spazierten noch eine Weile dem schönen Kieselstrand entlang.
Imposant war die Brandung an diesem Strand. Im Meer gibt es das ganze Repertoire an Haien zu sehen laut Bill, der ein pensionierter Ozeanograph ist. Für alle Hailiebhaber unter euch, ggf mal eine Reise wert.
Als die Flut mit den grossen Wellen uns nasse Füsse besorgte, verliessen wir diesen schönen Ort und fuhren nach Wellington zurück. Bill hat uns beide bei sich zuhause abgeladen und ging dann Misty abholen und der alten Frau Blumen giessen helfen.
In der Zwischenzeit kam Peter von der Arbeit nach hause. Wir nahmen mit ihm zusammen ein Bierchen und bereiteten den Teig für das Abendessen zu. Dann war für uns Zeit in den Supermarkt zu gehen und für das Abendessen einzukaufen.
Zurück mit den Einkäufen wurde als erstes der versprochene Zitronencake für Bill gebacken. Ein Knoblauchbrot zum Apéro, Fruchtsalat und ein grüner Salat bereitete Paule zu, währenddem ich mich dem Brotteig widmete und begann den Flammkuchen zu belegen.
Zum Flammkuchen Abendessen gab es den feinen Gewürztarminer von der Gibson Bridge. Bill fand das Essen sehr lecker. Wir schauten noch eine ganze Weile seine Bilder aus Südamerika an und schwelgten in Erinnerungen:-)
Am nächsten Tag war es bedeckt und das frisch gebackene Brot war mit den Resten vom Fruchtsalat zum Porridge eine gute Abwechslung:-)
Da sich heute die Sonne hinter den Wolken vor uns versteckte, fuhr uns Bill nach Wellington ins City Center zum Te Papa Museum. Ein sehr informatives Nationalmuseum, für welches man keinen Rappen Eintritt bezahlt:-)
Wir schauten uns als erstes die Tierwelt von Neuseeland an. Wahnsinn, die haben eine gigantische Riesenkrake ausgestellt. Diese wurde vor Jahren aus dem kalten Wasser gezogen und fand nun ihre letzte Ruhe im Museum. Das Auge ist in etwa Fussballgross, könnt ihr die Ausmasse des Körpers und der Tentakel vorstellen?
Weiter bewunderten wir die geologische Ausstellung mit dem Erdbebensimulator und den Vulkanen und deren Eruptionen. Zuletzt pilgerten wir noch durch die Kulturecke der Maori, und den ersten europäischen Siedler.
Jetzt wollten wir uns in der Kaffeehauptstadt von Neuseeland ein Kaffee gönnen. Gesagt getan dem Hafenquai entlang ging es zu einem leckeren Cappucino für Paule mit Schoggipulver und für mich mit Zimt:-)
Der Wind bliess uns noch immer stark um die Ohren. Leider hatte es beim Cabel Car zuviele Leute die anstehen. Seit Hong Kong stehen wir für ein Cabelcar nicht mehr an. So pilgerten wir durch die Stadt und „Schneuggten“ durch Buchläden. Wieder beim Cabelcar noch immer 30min Wartezeit… Nein nein ohne uns.. Das Parlamentsgebäude wollten wir uns noch anschauen. Auf dem Rückweg noch mal schnell beim Cabelcar vorbeischauen.. Juppi keine Menschen die anstehen:-) Schnell war das Ticket gelöst und wir fuhren mit der Cabelcar zum Botanischen Garten hoch. Hier genossen wir die Sonnenstrahlen, die uns nun entgegen blinzelten und knipsten ein paar Fotos auf die Bucht vor Wellington. Durch den Botanischen Garten ging es abwärts in die Stadt, vorbei an alten Gräbern aus der Gründungszeit und dann mit dem Bus nach Miramar zurück. Wir beschlossen ein Guacamole Apéro mit Bill zu machen. Dazu schauten wir uns wieder Bilder an und zeigten Bill unsere Heimat. Als Dankeschön für die Kost und Logi luden wir Bill zu einem indischen Nachtessen ein. Anschliessend fuhr er bei Dunkelheit uns nochmals dem Meer entlang zu sich nach Hause. Jetzt erhielt Bill von Paule noch eine Lektion Lightroom Fotobearbeiten. Wir sind gespannt ob er sich dieses Programm auf seinem Rechner installiert und damit klar kommt. Immerhin ist Bill schon 75 Jahre alt.
Weintasting
Heute heisst es einmal mehr Abschied nehmen:-( Tony haben wir bereits gestern Abend Tschüss gesagt. Olive war die nächste Dame, welche Sonja gegen 9h in die Krippe fuhr. Danach kam Sonja nochmals zurück und wir sagten auch ihr Tschüss und verstauten unser Gepäck im Auto.
Via der empfohlenen Route von Tony verliessen wir Christchurch in Richtung Norden und fuhren bis Kaikoura durch. Hier hielten wir kurz für ein Lunchstopp, bevor die Fahrt weiter zum Ohau Point ging wo wir eine grosse Robbenkolonie beobachten konnten. Beim malerischen Kaffee am Kekerengu Point genehmigten wir uns ein Kaffee mit leckerem Rüblikuchen.
Nun waren es noch knapp eine Stunde und wir erreichten Blenheim. Jetzt galt es keine Zeit zu verlieren und auf schnellstem Weg das Weingut Fromm aufsuchen. Hier angelangt gab es die erste Weinprobe. Nachdem wir uns durch die Weine dieses Weinguts degustiert hatten war der Fall für uns klar, wir kauften zwei Flaschen vom Riesling Spätlese des Jahres 2012. Glücklicherweise lag dort eine Karte der Weingüter auf und wir konnten uns dank dieser Karte zum nächsten empfohlenen Weingut Gibson Bridge navigieren. Hier hatten wir die Ehre von einer sehr gesprächigen Dame empfangen zu werden, welche uns eine ganze Stunde lang ihre leckeren Weine vorstellten und darüber berichteten. Wir kauften schlussendlich 2 Flaschen super guten Pinot Gris der Cellar Selection 2009 und ebenfalls 2 Flaschen Gewürztraminer Reserve 2011 @Cathy und Marc auch hier gibt es Elsässerwein:-)
Nun war es bereits 17h und somit Türschluss bei den Weingüter. Unser Plan nach Blenheim auf den Campingplatz zu gehen skippten wir, nachdem wir die Empfehlung erhielten ins Watson’s Way Backpackers mit Campingplatz in Renwick zu gehen. Hier durften wir das mit Liebe ausgestattetem Backpacker mitnutzen und schlugen im Garten unser Zelt auf. Leider hatte es dort keinen Backofen, so vertagte ich das Kuchen backen. In der Delikatessenabteilung des kleinen Supermarkts kauften wir noch ein paar Leckerein ein und begaben uns dann zum Hostel wo wir eine feine Flasche Pinot Gris zu Käse, Oliven, Rauchlachs, Salami, Brot und der Tomententarpenade genossen. Anschliessend forderte mich Paule zum Tennisspielen. Ich stand das erste Mal in meinem Leben auf einem Tennisplatz mit einem Racket in der Hand und versuchte den Ball zu erwischen. Paule lachte sich beinahe kaputt über meine Luftschläge.. Ich bleibe glaub dem Badminton treu, ausser es gelingt jemandem von euch mit zu einem Squash oder Tennisanfängerkurs in der Heimat zu überreden:-)
Als es dann langsam dunkel wurde bearbeiteten wir eine Runde Fotos, bevor wir uns ins Zelt schlafen legten.
Wie immer bin ich nach 7h wach und wollte nun endlich meine Joggingschuhe einlaufen. Ich ging eine halbe Stunde lang durch die Reben Joggen. @Schimmel ich habe meine Schuhe eingelaufen. @Cousin Johannes ein Rebenjoggingweg wäre doch was für dich und dein Rebgut 😉
Ich freute mich nun auf die kühlende Dusche und das Zmorgenessen.
Erfrischt und gestärkt verpackten wir unser Camping Equipment, packten den Lunch und fuhren zum empfohlenen Weingut Cloudy Bay. Hier wollen wir Rotwein kosten. Aber keiner dieser Rotweine konnte uns überzeugen. So kauften wir hier einen leckeren teuren Te Koko Wein aus dem 2009, welchen wir mit Verstand geniessen müssen.
Nun war es schon nach elf und wir fuhren nach Picton, wo wir um 12h für die Interislander Fähre eincheckten. Nun war langes warten an der brütenden Sonne angesagt, bis wir endlich in den Bauch der grossen Fähre fahren durften. Auf der Fähre suchten wir uns ein Plätzchen und begannen den Blog upzudaten.
Als die Fahrt durch die wunderbaren Sounds vor Picton los ging, haben wir uns zum Sonnendeck begeben und ein paar Fotos geknipst. Die Landschaft sieht bei strahlendem Sonnenschein komplett anders aus als auf unserer regnerischen Hinfahrt zur Südinsel. Gestärkt mit einem Mittagessen im Bauch erreichten wir schon bald die Nordinsel.
Um 17h konnten wir dann auch die Fähre verlassen und fuhren durch Wellington in den Stadtteil Miramar zu Bill nach Hause.
Welch ein Wiedersehen, sein Arbeitskollege Peter, welcher im Moment bei Bill wohnt, die Hundedame Misty und ihre Kollegin Tewaui begrüssten uns mit einem Willkommensbierchen. Wir schwappten vom Bier zum feinen Rotwein aus Frankreich über und assen Oliven und Camembert mit Cracker. Bill begann dann zu kochen und als Angie die Besitzerin von Tewaui vorbei kam gab es Pasta zum Abendessen. Wir hatten eine gemütliche Runde bis spät in die Nacht. Paule und ich durften unsere Mätteli in Bills Wohnzimmer ausbreiten und fielen schon bald in tiefen Schlaf.
Auf ins Erdbebengebiet Christchurch
Uh sieht heute das Wetter wolkenverhangen aus:-( Schnell alles verräumen und das Zelt abbauen, man weiss nie, wie lange es dauert bis die ersten Regentropfen fallen.
Wir entschieden uns nach Lyttelton zu fahren da uns die wolckenverhangenen Berge nicht geheue waren. Unterwegs regnete es dann tatsächlich noch und wir betätigten mal wieder die Scheibenwischer;-)
In Lyttelton der Hafenstadt von Christchurch angelangt stellten wir fest, dass viele Gebäude gar nicht mehr existieren und es ziemlich viel Schaden an den Strassen gegeben hat. Eine Strasse war sogar gesperrt so konnten wir uns gar nicht zum Timeball begeben.
Nach einem Kaffee beschlossen wir durch den Tunnel nach Christchurch zu fahren.
Wir wollten nochmals das Meer und fuhren nach Sumner, einem Vorort von Christchurch. Auch hier hat das Erdbeben von 2011 grosse Schäden angerichtet. Die Strassen waren in einem schlechten Zustand und konnten teilwise nur mit 30 km/h befahren werden. Die Strasse wurde mehrfach von zwei aufeinander gestapelten Container gesäumt damit keine Gesteinsbrocken von den instabilen Klippen auf die Strasse fallen.
Wir genossen den Strand und waren ziemlich froh über unsere windabweisenden Kleider, welche uns vor dem kalten Wind schützten.
Um 17h fuhren wir dann nach Christchurch und fanden das Zuhause von meiner KV Kollegin Sonja und ihrem Mann Tony auf Anhieb.
Sie begrüssten uns ganz herzlich und auch die 13 Monate alte Tochter Olive hatte ihren Spass ans uns Schweizergästen.
Die letzten Schweizerschoggi und Läckerli fanden nun den Weg in Schweizer Hände:-)
Tony und Sonja verwöhnten uns mit einem leckeren Barbecue:-) Danach gab es zum Kaffee und Kuchen noch leckeren homemade Limoncello von Tony. Wir bearbeiteten noch einige Fotos, bevor wir uns ins Gartenzimmer schlafen legten.
Der nächste Tag startete mit einem gemütlichen Morgenessen mit frisch gebrautem Kaffee:-)
Eine obligate Spielrunde mit Olive durfte nicht fehlen. Danach gingen Paule und ich zu Fuss in die Innenstadt. Wir streiften viele Häuserlücken und sahen Gebäude ausgehölt oder eingerüstet. Plötzlich standen wir vor einem 2 Meter hohen Zaun, mit dem einem grossen Schild ‘Road closed´.
Wir sahen Bauarbeiter wie sie mit ihren Lastwagen Schutt abtransportierten und Krane, welche mehrstöckiges Gebäude abrissen. Ansonsten waren schon viele Gebäude abgerissen worden. Teilweise konnten wir noch erblicken welche Shops drin waren. Irgendwie eine verlassene Innenstadt. Oder eine Stadt mit einem inexistenten und toten Zentrum. Schwierig dies zu beschreiben. Auch zwei Jahre nach dem Erdbeben sind die Spuren der Zerstörung allgegenwärtig. Wir waren beeindruckt wie die Christchurcher mit der Situation umgehen und mit einfachen Mittel versuchen ein wenig Normalität in die Innenstadt zu bringen. Zum Beispiel mit der Popup Malls einem Einkaufszentrum aus bunten Container mit Shops, Cafes und Imbissständen. Hier besuchten wir zuerst die Earthquake Ausstellung über die beiden schweren Erdbeben von Christchurch und waren enorm beeindruckt vom Schaden, welcher angerichtet wurde. Glücklicherweise war das erste Beben um 4:35h am Morgen früh. Das zweite war am späten Nachmittag. Damals stürzten ganz viele Gebäude ein. Auf einem Video einer Überwachungskamera sahen wir zu wie die Erde erschüttert wurde, Passanten herumschwankten, die Strasse Risse erhielt und Passanten im Türrahmen eines einstürzenden Gebäude Schutz suchten und tatsächlich am Ende unverletzt davon gingen.
Nach der Ausstellung assen wir beim beim empfohlenen Griechen ein Suvlaki:-)
Wir zogen noch ein paar Blöcke weiter dem Fluss entlang und sahen immer wieder Gebäude die abgestützt oder teilweise abgerissen wurden. Auch die Kathedrale sah sehr übel aus. Hier fehlte so ziemlich alles. Sonja und Tony sagten uns beachtet mal die Menge an Parkplätzen die es nun in der Innenstadt hat. Wir stimmten ihnen zu. Jetzt wollten wir noch ein paar schöne Karten kaufe um diese nach Hause zu senden. Was sehr schwierig war. Die meisten Souvenirläden gingen ein und solche welche überlebten, hatten keine ausreichend schönen Karten. Nach einem Abstecher in der Kunstgalerie beim Botanischen Garten gingen wir via einem Haushaltscenter, wo wir Gadgets anschafften, wieder zurück zu Sonja und Tony.
Wir kauften im Supermarkt die Zutaten für das Abendessen ein. Wir hatten versprochen, dass wir die beiden bekochten. Wieder zurück bei ihnen kochten wir Curry und leckeren Fruchtsalat. Ich nutzte den Ofen und buck noch Zopf bis spät in die Nacht.
Bank Peninsula
Die faszinierenden Berge haben wir bald hinter uns gelassen, und fuhren an kitschig grün blauen Gletscherseen vorbei Richtung Ostküste. Nach ein paar Kaffeestopps in kleinen nicht wirklich nennenswerten Örtchen ging es relativ flach der Küste entlang. Auf den letzten 30 Kilometer, bis nach Akaroa auf der Bank Penisula, wurde die Strasse richtig steil und windete sich über alte Vulkanhänge.
Wir wollten wieder einmal Campen, was wir hoffentlich in der gemeinsamen Reisezeit mit Schimmel nicht verlernt haben;-) Im Nu hatten wir unser Zelt aufgestellt und auch das Campingtischli und die Stühle kamen wieder zum Einsatz:-)
Glücklicherweise hatte es auf dem Campingplatz einen Backofen und ich konnte endlich wieder einmal Brot backen:-) Zum Abendessen kochten wir die überdimensional grossen Süsskartoffeln. Es dauerte eine Ewigkeit bis sie gar waren. Dazu gab es feinen Thonsaalat mit Pepperoni und Tomaten à la Brigitte 🙂 Auch ein leckeres Sauceli und Käse zum Dippen durfte nicht fehlen. Wir verspiesen unser leckeres Essen am Campingtisch mit Sicht auf die wunderschöne Bucht von Akaroa.
Am zweiten Tag wollten wir die Banks Halbinsel erkunden und begaben uns zuerst zu Fuss ins Städtchen Akaroa, welches mit seinem französischen Flair viele Franzosen anlockt;-)
@hermano y belle soeur man kommt sich wirklich vor wie in Frankreich. Auf dem Farmers Market wollten wir uns mit frischen Lebensmitteln eindecken. Wir dachten es wäre ein Markt wie wir diesen von Oerlikon gewohnt sind. Aber es war ein mini Markt. Immerhin haben wir uns leckere Salami, wie aus Italien, erstanden und feines Brot wie wir es von zuhause gewohnt sind. Leider war das Gemüse und Fruchtangebot weniger gut. Beim nahen Metzger erstanden wir uns feines Filet und leckeren Gourmet Käse, als auch Tomatendippsauceli:-) Im Suppermarkt kauften wir noch unsere restlichen Zutaten für Abendessen ein, bevor wir schwer beladen bergwärts zum Campingplatz wanderten.
Nachdem wir unser Gourmet Lunchpaket zusammengestellt hatten starteten wir die Halbinseltour. Mit dem Auto fuhren wir windige Strässchen empor und hielten immer wieder an, um die Aussicht zu geniessen und ein paar Fotos zu knipsen. In der Okains Bay @Sonja Danke für die Empfehlung machten wir unseren Mittagsstopp, bevor wir in die nächste Bay fuhren. Als ich genug vom kurvenreichen und schmalen Strässchen fahren hatte begaben wir uns wieder auf den Rückweg zum Campingplatz.
Jetzt gab es noch leckere Guacamole und ein Bierchen zum Apéro, bevor wir uns das Filet mit Karotten Ingwer Salat köchelten. Die Backform kam mal wieder zum Einsatz. Wir backten einen Zitronenkuchen wurde für unsere nächsten Gastgeber in Christchurch:-)
Mount Cook
Wir hatten Wetterglück und beschlossen zur Mueller Hut zu wandern.
Zuerst ging der Weg über gute Pfade durch den Wald. Danach über ganz viele Treppen gut eine Stunde aufwärts. Je weiter wir die Treppen empor stiegen, desto heftiger bliess uns der Wind um die Ohren. Glücklicherweise hatte ich die Kappe mit, welche ich mir über die Ohren zog.
Nun war das Stück mit den Treppen gemeistert und wir konnten unser Blick auf die hübsch türkisfarbigen Gletscherseeli geniessen. Wenn nur dieser Wind nicht wäre.
Weiter ging es nun über Felsbrocken aufwärts, wir kletterten über die Steinsbrocken und passierten im Windschatten des Berges das letzte sehr steile Stück über Schutt empor. Oben bliess uns der kalte Wind beinahe vom Berg. Ich zog mir sogar die Handschuhe an. (Immerhin habe ich diese Ausrüstung nicht vergebens mitgenommen). Die Aussicht ist wunderbar. @Sonja : Danke für den Wandertip.
Wir sahen sogar wie Teile des Gletschers abbrachen und genossen die Sicht auf die Bergwelt. Der Mount Cookmachte seinem Namen Ehre. Sämtliche Wolken in seiner Umgebung spiess er auf, so dass wir den höchsten Berg Neuseelands nur verhüllt sahen. Oben war es uns definitiv zu kalt und wir begaben uns in den Windschatten wo wir unser Picknick auspackten und endlich die Ragusa Gipfelschoggi assen @Pade Danke für die feine Schoggi, sie hat es so lange überlebt:-)
Nun ging es an den Abstieg. Dank der mitgeschleppten Leki Stöcken liefen Paule und ich wie junge Gemsen talwärts. Unten im Tal war es dann wieder angenehm warm.
Unten angekommen ging es zur Lodge zurück wo wir uns ein Bierchen mit Guacamole genehmigten und uns ans Foto bearbeiten machten.
Da die Küche zum Selberkochen nicht sehr einladend wirkte, haben wir Pancakes Teig zubereitet und gingen auswärts Abendessen. Zum Glück hatte ich ein kalten Gericht bestellt, nun war nämlich Abendrot Zeit und der Mount Cook zeigte sich in prächtigstem Rot, welches ich natürlich einfangen musste.
Der Weg zum Wolkenaufspiesserberg
Bei warmem Sonnenlicht zmörgelten wir und beschlossen noch schnell durch Dunedin zu schlendern und die historischen Gebäude zu knipsen.
Unser Auto war schnell beladen. Die Fahrerin freute sich über die uneingeschränkte Sicht durchs Rückfenster.
Nach ca 1h Fahrt war der Shag Point erreicht. Hier sahen wir mehrere Seelöwenkolonien und Pelzrobben, welche sich vom starken Wind überhaupt nicht stören liessen. Uns hat der Wind beinahe von der Küste gepustet.
Den Moeraki Boulder, runde Felssteinformationen am Strand, statteten wir auch einen Besuch ab, bevor es ins schöne Städtchen Oamaru weiter ging. Das Städtchen ist für seine alten schön verzierten Gebäude bekannt, welche wir uns nicht entgehen lassen konn
Die Fahrt ging nun von der Küste weg und wir passierten viele türkisblau schimmernde Stauseen bis wir in Twizel ankamen, wo wir unsere Vorräte aufstockten.
Noch schnell bei einem bekannten Viewpoint mit Sicht auf den Wolkenaufspiesserberg (Aoraki oder Mount Cook) ein paar Fotos knipsen. Entlang dem See und durch ein gigantisches Schwemmdelta ging es zum Mount Cook Village, wo wir uns ein Zimmer in der Backpacker Lodge reserviert hatten.
Das Vorhaben Brot zu backen musste schnell begraben werden. In der Küche hatte es keinen Ofen:-( Tja so mussten wir mit dem Rest Zopf sparsam umgehen.
Zum Abendessen brauten wir uns endlich wieder einmal ein vegetarisches Kürbissüppchen zu.
Adieu Schimmel
Nun ist der Tag gekommen, und wir mussten Abschied von Schimmel nehmen. Gemeinsam setzen wir uns für die letzte Stunde in ein Café und liessen die gemeinsame Reisezeit Revue passieren. Dann fuhren wir Schimmel zum Busbahnhof und verabschiedeten ihn. Er ist unterdessen heil in Christchurch angekommen und geniesst dort sein Luxuszimmer ausserhalb der Stadt, bevor er am 14. Februar seine Reise nach Südostasien antreten wird.
Wir parkten unser Auto und begaben uns zum häufigst fotografierten Gebäude in Dunedin, – dem Bahnhof. Hier hatten wir einen Halbtagesausflug mit der Taieri Gorge Railway gebucht. Paule und ich drückten das Durchschnittsalter der Reisegesellschaft ziemlich nach unten. Und sooo spektakulär war die Fahrt für uns auch nicht.
Zugegeben für uns Schweizer wäre das Radfahren auf dem alten Ortago Railway Track interessanter gewesen, aber leider geht das nur als mehrtägige Tour:-(
Wir schaukelten über die holprige Eisenbahnstrecke gut 58km talaufwärts zu dem 250Meter über Meer liegenden verlassenen Goldgräberörtchen Pukerangi. Auf der ganzen Strecke passierten wir mehrere Viadukte und Tunnels und kamen immer wieder an Haltestellen vorbei, wo es weit und Breit kein Haus zu sehen gab. Zu der Goldgräberblütenzeit muss da richtig Geld vorhanden gewesen sein, dass sich die Kiwis diese Bahnstrecke bauten.
Wieder zurück in Dunedin assen wir bei einem Italiener feine homemade Pasta zum Abendessen und begaben uns ans Werk für euch ein paar ausgewählte Fotos in die Gallery zu stellen. Viel Spass mit dem Bildmaterial, die weiteren Destinationen werden folgen:-)
Leider haben wir einen Ordner mit allen Nelson Fotos verlorgen:-( @Claudia&Mac Sorry, wir nerven uns gewaltig über den Verlust:-(